40.25 Unsere Aufgabe der Fürsorge geht weit über das Instinktive hinaus, sie ist lebenswichtig

 

BETENDER RUF

 

Die zunehmenden und unaufhörlichen sozialen Nötigungen auf der Basis politischer, wirtschaftlicher, philosophischer, einstellungsbezogener und verhaltensbezogener Gewalt weisen uns betend darauf hin, was die angemessene Antwort ist: Entweder sich an diese Provokation anpassen und mit größerer Härte reagieren oder den Vorfällen ausweichen, sowohl auf mentaler, emotionaler als auch spiritueller Ebene ... und sich den Wegen des erweiterten Bewusstseins öffnen, das uns mit dem Schöpfer Mysterium in Einklang bringt, basierend auf dem Verlust der Angst, der freudigen Hingabe und der Bereitschaft zum Dialog, zum Zuhören, um diese ... so häufigen und systematischen Einschläge, die zwischen den Menschen wegen der Sonnenfinsternis, wegen des Klimawandels, wegen der Wärme, wegen ... erzeugt wird.

Immer gibt es ein „wegen”, welches sowohl das Senden als auch das Empfangen in einer Gemeinschaft rechtfertigt.

Wir müssen uns gewahr werden, dass wir unsere Sensibilität fördern und auf das Immaterielle ausrichten müssen; wir dürfen sie nicht wie einen Pfeil und einen Speer auf unsere Seelen, auf unser Gemüt richten, wie es normalerweise geschieht: „Weil er mir gesagt hat”, „weil er sich beschwert hat”, „weil sie über mich gesagt haben”...

Es ist eine fast endlose Abfolge von Gründen, Erklärungen und ... Vorurteilen.

Es ist möglich, unter der Haltung des Universums, unter dem Ansatz der Unschuld und des Verständnisses ... es ist möglich, unsere Reaktionsschwellen und unsere „Ausdrucksweise“ zu verändern.

Es nützt nichts, sich hinter: „Ich bin eben so“, „Das ist mein Charakter“, „Es ist so, dass ...“ zu verstecken.

Das sind Gräber, Stigmata, die wie Pfähle den Weg der Kommunikation und des Verständnisses erschweren.

Seien wir lieber flexibel, geschmeidig und unsichtbar wie der Wind..., der sich, auch wenn es nicht so scheint, an das zarte, gerade erst sprießende Blatt anpasst, sich den Blütenblättern einer Blume anpasst, die Haut des Passanten streichelt.

Sich in starren Strukturen aus Wahrheiten, Tendenzen, Neigungen zu verschanzen, bedeutet nicht gerade, an Persönlichkeit zu gewinnen, sondern an Flexibilität zu verlieren, und es bedeutet zu fördern und zu motivieren, dass sich die Umgebung uns beugt, uns gehorcht! Und wenn dies nicht geschieht, ist die andere übliche Reaktion, sich wenig geschätzt, wenig wertgeschätzt, nutzlos zu fühlen und genügend „negative” Energie zu erzeugen – lassen wir dieses Wort zu –, um verbittert zu werden, um sich zu entfremden, um zu fliehen.

Diese Muster wiederholen sich unzählige Male und bestehen bis heute fort. Aber wenn wir sie entdecken, sie offenbaren, sie zeigen, wenn wir hören, werden wir feststellen, dass wir über Ressourcen verfügen, um dieses Dasein zu verändern, und das ermöglicht uns, das Unsichtbare zu hören, das Hörbare zu sehen, ja, das Angenehme zu berühren. Kulminierend fühlen wir uns befreit; wir nehmen die Hilfe an, die uns die Schöpfung bietet und die wir in jedem Kontakt unserer Sinne und in jeder Wahrnehmung von Zufällen, Glücksfällen, Unvorhergesehenem, Unerwartetem entdecken: diese Sprache des Schöpfer Mysteriums, die uns mit Tatsachen erschüttert, uns verwirrt und uns aufgrund unserer Starrheit zerbricht, uns eitern lässt.

Nein. Das ist nicht das Dasein des Lebens.

 

Die permanente Schöpfung mit ihrer Hilfe, Fürsorge und aktiven Unterhaltung ist da, damit wir sie wahrnehmen, ihre Schwingung spüren ... und damit sie diese Formbarkeit, diese Flexibilität, diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht – wie es das Motto des Jahres sagt – „kreativ und bereitwillig”.

 

Jedem Wesen hat das Leben, ohne es zu fragen, durch das Schöpfer Mysterium die Eigenschaft verliehen, Hüter, Pfleger und Diener von allem zu sein, was es umgibt. Und insbesondere von dem, was auf es fällt.

Es scheint, als seien dies zwei verschiedene Dinge, die uns überfordern können. Nein. Es ist nur eines: die Fürsorge. Diese Fürsorge beschränkt sich nicht auf Freunde, Bekannte oder einflussreiche Personen. Nein. Die Fürsorge erstreckt sich auf alles, was mit uns in Verbindung steht.

So ist unser Entwurf!

Aber zweifellos wurde sie gekidnappt, hat sich nach und nach zurückgezogen, ist egoistisch, egozentrisch, selbstverherrlichend geworden und hat die Fürsorge hin zu einem einzigen Trend gelenkt.

 

Unsere Fürsorge geht über das Instinktive hinaus. Sie ist lebenswichtig...

Das geht so weit, dass man, bevor man sich um sich selbst kümmert, man sich kümmern muss „um“...

 

Die Fürsorge wird zur Gewissheit und bedeutet keine persönliche Entführung. Und auf dieser Grundlage wird jeder, der sich um andere kümmert, auch selbst Fürsorge erfahren.

Wie es im Evangelium, dem Christlichen Odem, so schön heißt: „Warum sorgt Ihr Euch darum, was Ihr essen und trinken werdet? Seht Ihr nicht, dass die Vögel singen, pfeifen ...? Und sie sorgen sich nicht. Sie fragen sich nicht einmal, wie es möglich ist, zu fliegen, zu singen ...”.

 

Diese Idee liegt der Fürsorge zugrunde.

Zweifellos drängt sich dem Verstand sofort die Frage auf, wie wenig man sich um den christlichen Odem gekümmert hat, indem man ihn hat durchleben lassen (span.: ‚haciéndole pasar por...‘)

Genau! Gut ausgedrückt: „Indem man ihn hat sterben lassen (span.: ‚haciéndole pasar‘), damit er die Auferstehung zeigen konnte.

Wenn wir – wie die Gläubigen – beim Übergang stehenbleiben und nicht bei der Vollendung, die diesen Übergang rechtfertigt...

Mit anderen Worten: Wenn wir uns unsterblich fühlen, lebendig, jeden Tag wiederauferstehend aus dem Schmerzhaften, Unbequemen, Lästigen, um in eine andere Dimension einzutreten – das heißt, unsere Sichtweise vergrößern, erweitern –, dann würden wir die Transzendenz der Fürsorge erkennen.

Und was heute als Unbehagen, Gewalt, Katastrophe erscheint und sich so darstellt und ereignet, wenn man es unter dem Sprichwort: „Alles Schlechte hat auch etwas Gutes“ versteht, werden wir in der Lage sein, uns anzupassen und den Moment dieser auferstehenden Transzendenz zu erreichen, zu erreichen und zu erreichen.

 

Ein beliebtes Sprichwort lautet: „Pass auf Dich auf, und Gott wird auf Dich aufpassen.

Besser wäre es zu sagen: „Widme Dich der Fürsorge, und man wird sich um Dich kümmern.“

Zweifellos werden SIE Dich durch das Schöpfer Mysterium bei jedem Verstreichen des Unbehagens wieder auferstehen lassen, und Du wirst in eine andere Betrachtung eintreten.

 

Wenn wir als Prototyp unsere Identität nehmen, wenn wir unsere Persönlichkeit als Referenz nehmen ... und uns davon ausgehend projizieren, werden wir zu einem Betrug. Ja. Denn die Referenz unseres Daseins, unseres Wesens und unseres Lebens ist nicht wir selbst. Es ist die Schöpfung, es ist das Leben, von dem wir nicht genau wissen, was es ist; weder genau noch teilweise noch relativ.

Und unausweichlich, unter dem Betenden Ruf, geht unser Bezugspunkt zum Schöpfer Mysterium über... Und wir hören auf, der Bezugspunkt zu sein, oder wir hören auf, einen Bezugspunkt zu haben. Und wir sehen die Bezugspunkte in allem Lebendigen.

 

Der Prototyp der Selbstreferenz erweist sich immer als dogmatisch, aufdringlich, dominant, kontrollierend ..., und das sehen und erleben wir täglich. Wir können nicht das erlösende Vehikel sein, das uns der Betende Ruf zeigt. So nicht. So nicht. Denn was erlöst, ist kein überzeugender Hedonismus, nein. Es ist ein vermittelnder Diener. Ein vermittelnder Diener. „Ein vermittelnder Diener.“

 

Und so sind diejenigen, die uns am nächsten stehen, unsere Eltern, ein Übergang zum erlösenden Dienst, damit wir einen Weg der Entwicklung finden.

Und sie zeigen sich vorsichtig und zurückhaltend, damit das Wesen seine Seele, seine Ressourcen entdecken kann. Aber auf keinen Fall dürfen sie zwingen, nötigen, aufzwingen...

Und so muss es weitergehen – unter dem Betenden Sinn –, unabhängig von Alter oder Zeit.

Und so lassen wir uns in unserer Arbeit, in unserer Forschung, in unserer Suche treiben, hören zu, werden flexibel...; wir suchen nach einem freiheitlichen Sinn des Handelns. Und dieser freiheitliche Sinn des Handelns hier und jetzt hängt von uns allen ab.

Wir sind die Verkörperung des Schöpfer Mysteriums. Und das darf man nicht vergessen.

Und in diesem Maße lassen wir zu, werden flexibler, helfen, geben Orientierung, hören einander zu... Wir „tönen” Töne, Modi, Formen, Arten, um keine Erosion zu sein, sondern Balsam der Fürsorge.

 

 

Bereit und verfügbar mit ihren Fähigkeiten, Formen und Ressourcen, ist jeder lebendige Augenblick präzise und notwendig, in diesem Fall braucht es (das Wesen) keinen Applaus, keine Prahlerei und keine Anerkennung. Es hat sie bereits erhalten. Es hat sie bereits. Es ist hier, weil ein Mysterium dies so entschieden hat, um Zeugnis abzulegen, um ein unverzichtbares und notwendiges Element zu sein. Es ist bereits anerkannt.

Es ist nicht nötig, weitere Eitelkeiten hinzuzufügen. Es ist nicht nötig, dass der Gottmensch kommt, um Applaus zu ernten, Auszeichnungen zu erhalten ... oder neidischen Applaus.

 

 

Ja. Es gibt noch alles zu tun in dieser ... Transformation, in dieser Bewegung, in dieser Veränderung, in dieser Transfigurierung.

Aber es ist da und pocht! Es bittet um seine Erlösung.

 

Wesen der Menschheit, Bewohner des Universums, bereits mit Auszeichnungen, Jubel und Applaus des Schöpfer Mysteriums ausgestattet: Es gibt keine größere Auszeichnung als diese. Jeder ist für eine bestimmte Funktion bestimmt und gekennzeichnet. Vielfältig, sehr vielfältig! ... Mit dem Verweis auf diese göttliche Vermittlung ... die sich uns in vielfältigen Umständen präsentiert.

 

(2:30 min Stille)

 

Es gibt nichts zu erwarten. Alles geschieht in einer kontinuierlichen Zukunft.

 

Jede Verzögerung in Vergangenheit und Gegenwart ... blockiert unser befreiendes Handeln.

 

Erbarmen.

 

 

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