BETENDER RUF

 

Der Krieg hört keinen Augenblick lang auf zu blinzeln. Er schlägt mit Geräuschen zu, er schlägt mit Stille zu, er schlägt mit Abwesenheiten zu, er schlägt mit Vorschlägen zu … Bis zu einem Punkt, an dem das Leben selbst ein Schlag ist. Das Leben wird zu Schlägen. Und „die Schläge, die das Leben austeilt!“ – hört man an jeder Ecke.

„Das Leben“: ein schlagendes Geschehen. Zu dieser Erkenntnis gelangt man, wenn jeder für sich annimmt, er sei die einzige Version, er sei der einzig Wahre, er sei der Einzige, der nach seinen Ideen lebt. Natürlich wird es dann zu Schlägen kommen.

Und so macht jeder mit seinen Schlägen, seinen blauen Flecken, seinen Schwellungen, seinen Klagen … das Leben zu einer Trauer. Eine Trauer, weil die Waschmaschine kaputtgegangen ist, weil die Reise nicht zustande gekommen ist, weil … Es gibt immer ein Warum. Wichtiger oder weniger wichtig? Das hängt davon ab, wie stark sich jeder daran klammert. Je stärker die Possession, desto „schlagender“ ist der Verlust.

Und sogar der Dichter: „Schlag für Schlag, Vers für Vers.“ (span.: ‚golpe a golpe‘) Kann man denn auch nicht – lassen wir das Wort zu – dichten, ohne dass es wehtut? „Es ist ein Schlag auf Schlag

Sind wir ein Design, das ausschließlich auf die Trauer ausgerichtet ist … und liegt genau darin unsere Kraft? Dass, wenn man verliert, also dann … ist es schrecklich. Wenn man gewinnt – ach, wenn man gewinnt – ist es wunderbar! Es ist eine Frage des Besitzes: Man besitzt, man hat, und wenn man nicht hat, stößt man sich (span.: ‚se golpea‘).

Aber ist das wirklich unser Wesen? Sind wir ein Wesen, das darauf ausgelegt ist, Schlag um Schlag zu leben, geschlagen zu werden!?

Oder sind wir vielmehr ein exquisites, zerbrechliches Design, das Heldentaten vollbringen, Berge erklimmen, in die Tiefe hinabsteigen und andere Fähigkeiten entfalten kann?

Ja! … Aber unter Schlägen, nicht wahr? Mit Schlägen, bei denen man nach Luft ringt, erklimmt man den Berg. Mit Schlägen, bei denen man die Tiefen ausgleicht, steigt man hinab.

Und zusätzlich dazu, den Besitz aufs Spiel zu setzen – Tag für Tag, versteht sich – kommt noch … die Müdigkeit hinzu – mehr als dazukommen: Es war unvermeidlich. Ach, die Müdigkeit!

Und durch all die Schläge und Duelle – um zu überleben, um dazuzugehören, um zu haben, um zu besitzen(!) – wird das Wesen müde, und es scheint, als sei es schon müde geboren worden.

 

Macht das Leben müde? Macht das Leben müde…? Und wieder dieser Ausdruck: „Ich bin des Lebens müde“.

Und das schon! Alle Besitzgierigen, Obsessiven, Zwanghaften, Geschlagenen, Dominanten, Müden halten sich für Gläubige. Wir könnten nicht sagen, woran sie glauben. Vielleicht glauben sie nur an ihr Glück, an ihre Erfolge, an ihr Wohlergehen, an ihren Besitz, an ihr … an all das. Aber das ist kein Glaube, das ist Egoismus.

Wie leicht lassen sich die Dinge doch verschleiern! Und man schiebt es einem gütigen Gott in die Schuhe, dass er einen bestraft und belohnt.

 

Mit Schlägen.

–  Wenn er Dich hart schlägt – Gott natürlich –, na ja, na ja … man sagt ja, man lernt immer etwas daraus! 

–  Wozu?

  •  Den Schlag zurückzugeben, nicht wahr? Dem Schlag auszuweichen. Sich zurückzuziehen, um keine Schläge zu bekommen.

 

Schließlich, klar, da alles ein Kampf ist, verkündet das Wesen „die Weltmeisterschaft im Schlagen gegen mich selbst“. Voilà!

„Na gut, dann werde ich nicht essen, nicht schlafen, mich noch mehr verausgaben – allein schon durch mein Dasein. Ich werde mich beschweren, so tun als ob, ich werde … tun – ich werde tun – ich werde tun – ich werde tun – ich werde tun.“

Voilà!

 

Klar. So zu leben ist sehr anstrengend. Sehr. Sehr, sehr anstrengend! So zu leben ist so anstrengend, dass jede Handlung kräftezehrend ist.

Wie ist das möglich? Wir verfügen über einen biodynamischen, biologischen, neuromuskulären, intelligenten, flexiblen Körperbau … Ein äußerst leistungsfähiges Herz-Kreislauf-System. Aber … wie? Was machen wir falsch?

Ja. Das Leben ist zu einem Hindernislauf geworden, bei dem man durch (span.: „a golpe de“) Opfer, Anstrengungen und andere Qualen dieses oder jenes erreicht. Und dann muss man es natürlich verteidigen. Mit aller Kraft.

 

Und wenn die Sensibilität, die uns alle auszeichnet, nur ein kleines bisschen – ein kleines bisschen(!),  auch nicht viel, nur ein kleines bisschen – geweckt wird, würden wir in ständiger, ununterbrochener Trauer sein: um Bangladesch, um Kalkutta, um Uttar Pradesh, um Russland, um die Ukraine … Oder verdienen sie es nicht, dass wir uns sensibilisieren und auch die Schläge derer spüren, die inhaftiert sind, derer, die gefoltert werden? Oder interessieren uns nur unsere Gefangenen und unsere Gefolterten?

Deswegen hängt das also von der Sensibilität ab, nicht wahr?

Ach! Wenn es mich betrifft, dann bin ich super, ultra, mega sensibel! 98 Oktan Sensibilität! Wow! Aber wenn es mich nicht betrifft, solange es die anderen betrifft, na ja … Mann(!), ja, immer Du … Du, Du, Du… was?

Die Sensibilität ist – wie zu erwarten – auch egoistisch geworden. Und man spürt sie, wenn etwas einem gehört. Und wenn es einem nicht gehört, na ja! … „Hey, was für ein Pech, das Ambrosio, Luisa, María, Antonia, Ahmed, Mohamed, Gabriel, Antonio hatten … Was für ein Pech. Das tut mir schon leid, oder?“ Lüge! Lüge, Lüge, Lüge – mehr als dass es getrennt ist, ist es verdreht.

– Es tut mir leid.

– Du spürst es nicht. Nehmen wir mal an, „na gut, okay, einverstanden“, aber nein.

Spürst Du den Hunger, die Qualen, die Strafen, den Spott – zum Beispiel –, unter denen die Palästinenser leiden, die in israelischen Gefängnissen eingesperrt sind? Merkst Du das? Nein, oder? Oder etwa doch?

– Nein, nein, nein. Sicherlich nicht.

– Spürst Du den Schmerz – oder mehr noch als den Schmerz –, den die Mutter empfindet, die seit einem Jahr vor einem Gefängnistor wartet, damit man ihr sagt, wo ihr Sohn ist, wie es ihrem Sohn geht …? Du liest es.

Man sagt:

– Das muss man sich mal vorstellen! Wie schwer muss das für sie sein!

  • Ja, und wie geht es Dir?

 

Gewiss, wir sind eine solidarische Spezies, aber es scheint, als sei der Zusammenhalt (span.: ‚soldadura‘) verloren gegangen, als habe sich jeder in seinem eigenen kleinen Reich verschanzt (span.: ‚se ha soldado‘), mit seinem Vor- und Nachnamen, gebürtig „aus“… und genau darin liegt sein Maßstab, sein Wert, seine Macht. Und alles, was diese „Caixa“, dieses Eigentum, dieses Anwesen schmälert, wird schrecklich sein; ja. Und alles, was es vergrößert, wird wunderbar sein. Die Anwesen nebenan, die dort drüben, die woanders, nun ja … was soll man sagen:

– Es tut mir wirklich leid, weißt Du? Ich würde Almosen geben und die Kleidung, die ich nicht mehr brauche, auch … Aber natürlich ist das nicht mein Problem.

- Ach! „Das ist nicht mein Problem“.

Aber wir waren doch ein solidarisches Volk, oder? Oder wir sind es. Doch wir haben die Schweißnaht (span.: ‚soldadura‘) genommen, um uns an uns selbst zu schweißen (span.: ‚soldar‘). „Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine ach so große Schuld.“ Klar, natürlich sind die anderen schuld. So kann ich meinen Zorn, meinen Groll, meine Unruhe am Leben erhalten … denn die anderen sind schuld.

Klar, so zu beten kann ja fast schon eine Qual sein, nicht wahr? Natürlich! Denn es widerspricht der persönlichen Empfindsamkeit eines jeden.

Dass das Beten zur Qual wird, setzt offensichtlich voraus, dass jeder seinen Altar sucht – der im Grunde er selbst ist – und ihm einen Namen gibt: Jahwe, Allah, Buddha oder irgendeinen … irgendein Name reicht aus. Auch wenn natürlich der eigene Name wichtiger ist als der des anderen.

 

Der Betende Ruf ist eine Anprangerung gegen unsere Abwege. Es ist eine Anzeige, die an uns gerichtet ist, damit wir uns korrigieren, damit wir wieder zu uns selbst zurückfinden und uns mit unserer schöpferischen, universellen Natur identifizieren!

Der Betende Ruf ist kein Trostpflaster. Und der, den wir hören, war es noch nie. Manchmal schmerzt es (das Gebet) die einen mehr und die anderen weniger. Aber wenn es schmerzhaft ist, dann deshalb, weil die Liebe tatsächlich so sehr abgekühlt ist, das Ego so groß geworden ist, dass ich meinen Gott brauche: meinen eigenen; den, DER mich versteht, DER meinen Schmerz schürt, DER meiner Angst applaudiert.

 

Wir sollten ein wenig Mitleid haben. Ja. Ein wenig Mitleid angesichts so vieler Schläge (span.: ‚golpe‘). Ein wenig Mitleid angesichts so viel Macht(!), so viel Besitz! Wir sollten uns ein wenig von unserer persönlichen Wichtigkeit loslösen! Wir sollten uns von so vielen Feinden reinigen! Wir sollten so viel unterdrückten, verborgenen, aufgestauten Groll beseitigen…

Das sind Miseren. Das sind Selbstverherrlichungen, die uns quälen.

Der Mensch ist zu diesem kleinen Gott geworden, der alles für sich allein haben will.

Und das „Alles“ ist für jeden etwas anderes: Für den einen ist es seine Familie, für den anderen seine Autos, für einen anderen seine Yachten, für einen anderen seine Gärten, für einen anderen seine Kinder, seine Mütter, seine Väter, seine Freunde … „Seine“. Die Seinen!

 

Seit wann hat man das Gesetz des Eigentums verkündet, von „meins“? Ob es das vielleicht gar nicht gibt? Ob ich mir das vielleicht einfach so ausgedacht habe…?

„Diese Mutter gehört Ihnen, im Eigentum. Dieser Vater ebenfalls, im Eigentum. Sie können mit ihm machen, was Sie wollen, er gehört Ihnen. Dieser Sohn, diese Tochter, dieser Enkel …“

Um dem Pfeiler der Familien zu folgen.

Und natürlich sehen wir uns auf dieser Grundlage verpflichtet, diese Besitztümer zu verwalten. Die nirgendwo schriftlich festgehalten sind; die wir in unsere Sprache integriert haben. Und die wir neurolinguistisch zu unserem Eigentum erklärt haben.

Das sind keine Verantwortlichkeiten, die wir als Teil des Lebens übernehmen müssen, nein. Es sind Besitztümer, die wir verteidigen müssen.

Aber natürlich entspringt all das der Selbstverteidigung; dem Umstand, dass die Person in einen Kampf mit der Umwelt und mit sich selbst tritt. Sie wird zum Jiu-Jitsu-Experten. Ja, ja. Das heißt, sie ist „24. DAN“ in … ich weiß nicht was! Sie ist fähig, sich bis in die letzte Zelle zu verletzen, sie zu zermalmen(!) … um zu beweisen, dass sie stark ist, dass sie mächtig ist.

Man müsste sich also fragen, nicht wahr? – so wie uns der „Betende Ruf“ sagt –, welches Ausmaß an Vernichtung … Bei so vielen Markern, die es mittlerweile gibt – Marker für das Gefäßrisiko, Marker für rheumatoide Arthritis, Marker für … –, da gibt es doch sicher auch einen Marker für die persönliche Autolyse, oder? Mal sehen, ob dieser Marker auffällig ist? Und der Mensch muss sagen:

„Hey, hey, hey! Moment, Moment, Moment … Warum ist er verändert? Wie steht es um meine Herrschaftsbereiche? Wie steht es um meine Possessionen? Wie steht es um meine Gewinne?“

 

Ja, der „Betende Ruf“ prangert uns an. Er prangert (span.: ‚nos denuncia‘) uns an … und es ist ein Anprangern (span.: ‚denunciar‘) im Sinne von „verkünden“ (span.: ‚anuncia‘). Es ist keine Anklage (span.: ‚denuncia‘)  im Sinne von Bestrafung, nein! Das würde uns vielleicht gefallen(!), denn es ähnelt einem Schlag (span.: ‚golpeo‘), nicht wahr? Dem Krieg. Nein. Er prangert (span.: ‚nos denuncia‘) uns an, um uns an unser Wesen zu erinnern, um von uns das wahre Verhalten eines Gläubigen einzufordern.

Er prangert (span.: ‚nos denuncia‘) uns an wie die bekannte Verkündigung (span.: ‚anunciación‘): „Er verkündet uns (span.: ‚nos anuncia‘), dass …“. Aber das gefällt uns meist nicht, denn aufgepasst(!) mit unserem Privateigentum.

Und das Schöpfer Mysterium ist nicht privat. ES gehört niemandem. Wir sind Ausdruck von IHM. Eher dazu geeignet, unsere Punkte für Selbstgeißelung, Selbstvorwürfe … und Schuldzuweisungen zu tabulieren.

 

Ja. Das Wesen hat zu leben nicht leicht gemacht. Es hat das Leben zu einer Eroberung gemacht, zu einer Beherrschung, zum Bestehen von Auswahlverfahren, zum Erreichen des Richteramtes, zum Erlangen dieses Wissens, zu … – diesem langen „usw.“.

 

Schlag auf Schlag (span.: ‚golpe a golpe‘). Ohne einen Vers, der uns von dem Scharmützel, von der Berührung, von der Wunde befreit.

Denn wenn der Vers entsteht, braucht er keinen Schlag (span.: ‚golpe‘). Er wird extasisch zu leben. Er moduliert durch Atmen. Er wird rhythmisch, wenn er spricht. Er wird zum Zauber (span.: ‚encanto‘), wenn er singt.

Brauche ich etwa, um zu dichten, einen Schlag (span.: golpe‘)  der mich ruft …? Oder kann ich einer Nordlicht-Pracht schmeicheln? Oder kann ich von einer Reise der Verbundenheit träumen, von einem verlorenen Regenbogen, von denen, die vergehen?

Kann ich ohne Versmaß (span.: ‚golpear‘) dichten…? Oder ist der Vers ein Produkt von Misshandlung, von Trauer, von Schmerz? Klar, um ihn zu verewigen.

Und ja: All das bewirkt, dass das Leben sehr müde ist. Total erschöpft! Und außerdem stützt es sich meist auf sich selbst. Und weder Stammzellen (span.: ‚células madres‘) noch Tochterzellen, weder das Immunsystem noch Billionen von Neuronen scheinen zu etwas zu nützen. Es scheint, als hätten sie sich alle darauf spezialisiert, sich zu beschweren, zu weinen, zu toben!, zu hassen!, zu … leiden und müde zu werden.

 

Nein. Wir sind kein ständiger Schmerz. Wir sind keine Eigentümer. Und oft haben wir es schon gehört: „Ich bin nicht von mir. Ich gehöre mir nicht.“

Nein. Ich bin nicht Eigentümer von etwas, von jemandem. Nein. Ich bin eine Schwingung einer Schöpfung. Ich gehöre zu einer solidarischen Schöpfung. Ich bin ein Grund für ständige Freude, kein Grund für ständigen Schmerz.

Aber ja! Es gibt durchaus schreckliche Ursachen und Ereignisse, die uns wehtun! Natürlich! Ja, das stimmt!

Und wollen wir es dabei belassen? Werden wir auf dem Friedhof leben … oder im Krankenhaus oder im Gefängnis?

All das haben wir als Menschheit selbst hervorgebracht.

Ist es nicht an der Zeit für „den großen Ausbruch“ aus diesen Gefängnissen der Seele? Die sich nicht durch den Tod befreien lassen! Ein weiterer Trugschluss, an den sich das Wesen klammert, um sich von seinen Schmerzen zu befreien, die Ausdruck seines Egoismus sind – wegen dem, was es verliert, wegen dem, was es nicht mehr hat. Und das sich auf sich selbst „fixiert“, aber … unfähig ist zu teilen.

Ist es nicht endlich an der Zeit, neben der großen Flucht aus diesem Gefängnis der Seele – die nicht danach strebt, ihren Körper zu verlieren, sondern ihn zu beleben –; ist es nicht endlich Zeit, den Friedhof zu verlassen … und ihn in eine Weide zu verwandeln?

Ist es nicht an der Zeit, die Leiden des Krankenhauses hinter uns zu lassen und uns kuriert zu fühlen, uns geheilt zu fühlen, uns in der Verrücktheit (span.: ‚locura‘)  auf unsere Fähigkeiten und Ressourcen als Lebende zu vertrauen?

Können wir nicht …(?) – angesichts dieser Anprangerung (span.: ‚denuncia‘), die der „Betende Ruf“ macht, weiterhin Friedhöfe, Krankenhäuser, andauernden Schmerz, unaufhörlich geschlagen zu werden (span.: ‚golpeados), Lebensmüde sein zu ertragen – können wir dann nicht für einen Moment, wenn wir sagen oder ausrufen: „Ich bin des Lebens müde“, daran denken, dass dies eine große Beleidigung gegenüber dem Schöpfer Mysterium ist?

 

Wir sind das Schöpfer Mysterium, Ausdruck dieses ungewöhnlichen Geschehens, welches das Leben ist.

Ich bin nicht dazu geschaffen, müde zu werden! … Ich bin dazu geschaffen, mich zu befreien, zu träumen, mich zu veranschaulichen, mich hinzugeben, mich zu geben.

Wir sollten unsere Beschwerden, unseren Zorn, unseren Groll, unseren Hass, unseren Kummer, unsere Trauer, unsere Ängste anprangern (span.: denunciar‘)!

 Wir sollten ihnen das geben, was sie verdienen – mit dem Hauch der Freude, mit dem Lächeln, mit der Begeisterung(!), mit dem Gefühl, sich lebendig zu fühlen!

Wir sollten nicht in den niedergeschlagenen Augenblick verfallen, der zu Stunden und Tagen wird…

Wir sind Anlass zur Befreiung! Kein Anlass zum Leiden.

 

Der Betende Ruf prangert uns an (span.: ‚nos denuncia‘), um uns diese neue Welt zu verkünden (span.: ‚anunciarnos‘), die uns anblitzt, weil wir uns lebendig fühlen, weil wir zu einer Schöpfung gehören, weil wir in einem Universum wohnen, weil wir in Füßen, in Händen, in einer Fantasie, in einer Illusion residieren.

Halleluja!

 

 

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