19.22 Heute repräsentiert sich das Gebet gnadenlos

 

BETENDER RUF

 

Die menschliche Gemeinschaft hat –vielleicht durch die Evolution, und die „komplexe” Laufbahn, und aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten- bis jetzt die Entwicklung derBequemlichkeit gesucht.

Es ist so, als würde man sagen: Wie gebe ich das DO?

Wie gebe ich das Do, was persönliche Wichtigkeit, eine persönliche Note Bequemlichkeit et cetera mit sich bringt.

Der Weg hin zu ihr (der Bequemlichkeit) war nicht frei von Schwierigkeiten. Aber was eine unumgängliche Anpassung hätte sein können, verwandelte sich in einen notwendigen und fordernden Erwerb, nämlich die Bequemlichkeit. Und mit ihr der gesamte Orbit des kognitiven, rationalen, logisches, spirituellen wirtschaftlichen, sozialen Bewusstseins… und es „stellte sich“ ein langes Et cetera „ein“ (span.: ‚acomodando‘[1])… –nicht sich anpassend (span.: ‚adaptando‘)- sondern es sich bequem machend (span.: ‚acomodando‘) und es stellte sich (span. ‚acomodandose‘) gemäß des Geschmacks und der Notwendigkeit von Gruppen, Gemeinschaften, Individuen, etc. ein.

Die erfinderische Fähigkeit wurde „der geringsten Anstrengung” zu Diensten gestellt. Oh, ja! Oh, ja! Oh, ja! Wenn man vorher diese oder jene schwierige, komplexe Situation überdachte, bricht man jetzt einfach ab. Es fängt an un-angenehm (span.: incómodo’) zu sein. Sie passen sich nicht (span.: ‚no se acomodaa‘) an meine… Geschmäckeran –ja, im Grunde ist es so.

Ah! Aber und wo befindet sich die evolutive, anpassungsfähige, regenerierende Kapazität neuer Fähigkeiten? Nein! Die wird nach und nach abgeschafft. Man gibt ihr vorsichtshalber eine Zeit: 15, 20 Tage, einen Monat …; manchmal schafft man zwei bis drei Jahre…

Aber wenn eine gewisse Zeitlichkeit vorbei ist, lässt man von dem alltäglichen Prozess ab, man lehnt die Kreativität und Fähigkeit Dinge zu lösen ab, die reparierende Fähigkeit… und man zählt auf die anscheinend bequeme (span.: ‚cómoda‘) und leichte Neuheit.

 

Diese Position der Spezies schafft permanente Nebeneffekte. Die einen prallen gegen die anderen, was jedwedes Projekt desorientiert… und was außerdem das Bedeutsamste ist, dass sie Prioritäten der Bequemlichkeiten aufstellen, das geht so weit –das ist nicht der Gipfel, nein, aber… –das Beispiel von Eltern, die Kinder adoptieren, nicht wahr(?) und die ihnen dann nicht gefallen und die sie dann zurückgeben.

- Wie bitte?

- Ja, sie geben sie zurück, weil sie zu viele Widerworte haben oder...

Das passiert. Das ist ein Beispiel. Ich betone das, das ist nicht der Gipfel. Der Gipfel ist die Alltäglichkeit der Bequemlichkeit, und dass man die Gelegenheit verliert, sich mit der Kapazität zu entdecken, um… einen Prozess, welchen auch immer, zu lösen, um zu reanimieren, um zu reparieren.

Klar, in diesem Bereich –und das ist die Erwägung, die uns der Betende Ruf mit dieser Einleitung in diesem Aspekt macht- wird die Beziehung –offensichtlich das betende Horchen- schlicht und ergreifend unbequem. „Dass SIE schlecht vor den anderen über mich reden, gefällt mir nicht.“ Jeder Einzelne nimmt das als Schimpfe und das gefällt nicht.

Das wird eine Art von Beziehung der menschlichen Gemeinschaft mit dem Schöpfer Mysterium bilden, die so ist, wie das Sprichwort sagt: „Sie erinnern sich nur dann an die Heilige Rita, wenn es donnert“, das bedeutet, wenn es sehr schwierig um die Dinge steht, wenn sie (die Dinge) sehr schlecht stehen und die Bequemlichkeit weder dienlich ist, noch die Ressourcen da sind, weil sie abgeschafft wurden, dann bittet man um Hilfe, um das Wunder, um die göttliche Intervention…

Genau wegen der Bequemlichkeit hat man das Göttliche auf die Ebene der dringlichen Notwendigkeiten gesetzt. Indes brauche ich DICH nicht. Das ist tatsächlich eine Selbstverherrlichung… Produkt einer Bequemlichkeit.

Die göttliche Sprache des Schöpfer Mysteriums wird alltäglich geschrieben.

Es wird alltäglich geschrieben, was geschieht! Und das, was geschieht ereignet sich durch die direkte Intervention der Schöpfung, des Schöpfer Mysteriums, das uns eine Reihe von Situationen, Schwierigkeiten, Unbequemlichkeiten et cetera gibt, damit wir wissen, damit wir lernen, wie wir sie lösen können. ES gibt uns nicht die Möglichkeit zu stehlen, damit wir sehen, ob wir gute Diebe sind, sondern ES gibt uns die Möglichkeit zu stehlen „um zu sehen” –um zu sehen, in Anführungsstrichen- dass wir in der Lage sind, ehrlich zu sein.

ES gibt uns nicht die Möglichkeit von Ferien oder einem Rückzug, um die Unbequemlichkeit oder den Stress zu vermeiden. Nein. ES gibt uns das, damit wir unsere Ressourcen überdenken.

 

Die Bequemlichkeit erzeugt diese Intention des Vergnügens…, die sich global gesehen –zum Beispiel- in „Ferien”-Vergnügen verwandelt oder das Vergnügen, um „auszuweichen”: „Ich weiche dieser Situation aus, die unbequem für mich ist.

Aber mit einem… ausweichenden Vergnügen. So wie die Drogen, um auszuweichen, nicht? Die einen (Vergnügen) werden die mit Schokolade sein, andere mit Marihuana, andere mit Alkohol, andere mit Sex…

Na gut! Es gibt Vielfalt an Vergnügungen. Sie stehen da, sie stehen da bereit. Wir als Spezies haben sie nach und nach geschaffen. Sie stehen da auf der Tagesordnung.

Zum Zeitpunkt vorzuschlagen, wie man Situationen lösen kann, nimmt das Wesen sofort den Weg des Vergnügens, dieses Vergnügens. Klar, was einer bequemen Unterhaltung bedarf. Wenn es aufhört Vergnügen der bequemen Unterhaltung zu produzieren, also dann wechselt man sofort zu einer anderen Situation. Nach sehr persönlichen Rhythmen, sehr persönlichen.

Der Betende Sinn weist uns auf diese Position hin, denn ihre erlebende Ausübung (die der Bequemlichkeit)schränkt die regenerierende Fähigkeit ein, erlaubt nicht die alltägliche Kreativität,verhindert die kognitive Fähigkeit zu kennen. Und in Folge dessen macht das aus dem Leben einen gemütlichen Springer, der immer unzufrieden ist und immer in seinen „Gütern und Rechten” stagniert.

 

Betend ist dieses resultierende Resultat traurig und düster. Und noch mehr, wenn der Betende Ruf eine ‚Annnnstrengung’ vorschlägt, und die Personen erschrecken sich angesichts dieser ‚Annnstrengung’, die das Gebet vorschlägt, so als ob sie kaputt gehen würden; so als ob man den Everest erklimmen würde.

Die Anstrengung (span.: ‚El ES-Fuerzo’[2]) ist die Inspiration der Schöpfer Kraft.

Sie bringt ein „sich bereitstellen für“ mit sich –bitte(!)… ein sich bereitstellen, ein Diener der Schöpfung zu sein, ein Förderer des Lebens, ein Retter von Unmöglichem…!

Verdammt (ital.: ‚Porca miseria’)(!),wie können wir nur weiterhin auf denselben Modelle bestehen, die uns erstarren lassen?!

 

Aber es ist… aber so ist es. Und wenn es keine Bereitschaft (span.: ‚dis-posición’) zum Horchen gibt –würden wir auf der Ebene des I Ching zu „Dem gehorsamen Horchen” sagen- wird jedwede Handlung oder Aktivität, die sich entwickelt, wird sich immer durch die Präambel des Urlaubsvergnügens entwickeln, durch das augenblickliche (span.: ‚instantaneo‘) Vergnügen, so wie der Instant Kaffee: die Flucht[3]. Aber es ist keine Flucht wie bei „Der Großen Flucht”, die vor der Diktatur, dem Zwang flieht. Nein! Es ist die Flucht vor jedweder ‚Un-bequemlichkeit’ –klar, wir kehren zurück zu diesem Wort.

Und Beweis für all das ist, dass man immer zur Vergangenheit zurückkehrt –so wie man es gesellschaftlich in den fortschrittlichsten Gemeinschaften sieht: die Mode, die Typen, die Stilrichtungen… wie schrecklich(!) –ausgehend von der betenden Sichtweise. Man sagt wieder, dass „jedwede vergangene Zeit besser war”. Und die Angebote, die es (das Gebet) uns macht, das, was kommt, was geschieht, werden verschoben, werden abgesondert.

- Nein, nein. Das ist ein Problem.

- Jaja…

Problem bedeutet: Lösung.

Lösung bringt mit sich: Kalkül, Lernen, Introspektion, Bewertung der Intimitäten…

Armer Sigmund Freud! Was ist aus all seinen Analysen geworden…? Anscheinende Skelette für verbale Formalitäten… und nicht mehr. Das Unbewusste, das Unterbewusste, das Ego, das Ich, das Überich… all das ist in Ordnung, aber… um zu plaudern. Und ausgenommen seine anfängliche Blütezeit, verblieb das in der bequemen Position des Diwans und der Plaudereien von „La gauche divine” –oder „Die göttliche Linke”. Aber auf der Bewusstseinsebene vom Universum, der Schöpfung, der wahrhaften LIEBE[4] , nicht! Dort kam man an einen Punkt, der mit sich brachte, einen Sprung vom Zügellosen (span.: ‚libertino’) hin zum Befreienden zu machen.

- Wie bitte…?

Ja, ja. Es beinhaltete… es beinhaltet einen Sprung in der Ausübung zu lieben zu machen: vom Zügellosen, Unterhaltsamen, Genussvollen, Selbstgefälligen hin zu einem Sprung zum Befreienden. Was sich auf einer anderen Ebene bewegt, die löst, die dem Problem die Stirn bietet –so wie ein Mathematiker- und der löst es… durch Liebe, mit Liebe.

Offensichtlich, in diesem Sinne des Komforts, des Wohlstands… also offensichtlich, um das Auftauchen der Prostitution zu begünstigen… blieb nur übrig, die Liebe mit Sex zu identifizieren. Und das hat man erreicht. Flucht-Vergnügen leichtes-Geld… Wie vulgär! Aber das ist verbreitet da.

 

Die Bequemlichkeit im Lieben bringt langweilige… Gebräuche mit sich. Und sofort sucht man ein leichtes (‚fàsil’‚fàsil’ ist leicht (span.: ‚fácil‘) ausgesprochen auf Katalanisch) Vergnügen.

Dieses nordamerikanische Sprichwort: „It’s not my problem”. Es ist nicht mein Problem.

Und wenn mein Problem kommt, dann werde ich danach suchen, wie ich aus dem Problem flüchten kann: mit einer Lebensversicherung, mit einer Beerdigungs-versicherung, mit Urlaub am Meer, mit einem Liebesabenteuer…

Es gibt vielfältige Angebote! Masochisten, Sadomasochisten, mit Farben, mit Glühbirnen, mit  kleinen Apparaten, ohne kleine Apparate…

 

Gewiss ist, dass es in dieser Evolution nicht schwer ist, dass die propagandistische Last dieser Bequemlichkeit, dieses Wohlstandes, dieses Komforts fürchterlich ist, fürchterlich! Und das fängt bei der zartesten Kindheit an, als „alle Kinder in Frankreich französisch sprechen konnten”. Es ist eine Poesie, die fast alle kennen werden:

 

Admirose, als er in seiner zarten Kindheit sah,

dass alle Kinder Frankreichs  

französisch sprechen konnten sagte,

indem er sich den Schnurrbart drehte (span.: ‚torciendo el mostacho‘):

„Das ist eine teuflische Kunst

um in Kauderwelsch (span.: ‚hablar en gabacho‘) zu sprechen…”

Und so geht es weiter, wir werden es nicht zu Ende bringen.

Aber, ja, der Portugiese wunderte sich, dass die kleinen Kinder in Frankreich französisch sprechen konnten. Selbstverständlich zählt das Spanische nicht.

 

Die Forderung nach Bequemlichkeit ist beeindruckend. Wissen Sie –eine Tatsache, die sicherlich fast alle kennen werden: die Eingliederung der Fernbedienung brachte mit sich –und bringt mit sich- eine Gewichtszunahmen von einem Kilo pro Jahr, für diejenigen, die für gewöhnlich Fernsehen sehen –was die Mehrheit der Menschen ist.

In Spanien werden täglich zwischen 4 ½ bis 5 Stunden Fernsehen in einer Bevölkerung von 47 Millionen Einwohnern konsumiert. Es hat keinen Wert zu sagen: „Aber ich sehe kein Fernsehen.” Sie sehen keins, aber die Mehrheit schon.

Und sicherlich ist es so stark, dass es … mit diesem Druck leicht ist, dass die Person es nicht bemerkt. Zwischen dem, sich dessen nicht bewusst zu werden und es nicht bemerken zu wollen, macht sie es sich bequem, passt sie sich an, findet sie sich damit ab; sie befreit sich vom Problem oder… von dem, was Unbequemlichkeit sein könnte. Und los(!), „Ferien am Meer”...

Das Resultat sind die Gesellschaften, die wir sehen, die Regierenden, die wir haben, die Gesetze, die geschaffen werden. Und wir alle müssen uns angesichts dieses Denkanstoßes, den uns das Gebet macht, angesprochen fühlen! Wir alle fühlen uns auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Dingen angesprochen. Und wenn wir uns nicht angesprochen fühlen, dann deswegen, weil wir das Gebet nicht ‚gehorcht‘ haben oder wir es nicht hören wollen oder es unbequem für uns ist!

Ah! Übrigens! Gott war niemals bequem. Niemals! Aber niemals war ER der Bestrafende, DER, DER Ausschau hält, um uns abzuschießen. Nein.

Es ist in Ordnung, was gesagt wurde, dass „Gott Liebe ist“. Das ist in Ordnung. Aber man hat es nicht weiter spezifiziert… und sofort hat man den Teufel herausgeholt, um diese Dualität zu kreieren und man erfand die Versuchungen, um eine andere… eine andere Bequemlichkeit zu schaffen!

 

Aber ja: Innerhalb der Regelung der „Bequemlichkeit”, hat die menschliche Gemeinschaft ein Schöpfer Mysterium „nach ihrem Ebenbild” gemacht: bequem, das für einige Dinge mit IHM (dem Schöpfer Mysterium) rechnet, aber für andere nicht. ES ist ein prêt à porter.

Wie seltsam…!

 

Heutepräsentiert sich das Gebet gnadenlos. Gnadenlos, so als würde es das Herz der Wesen öffnen, um ihnen den Geiz, die Willkür, den opportunistischen (span.: ‚acomodaticio’) Anarchismus zu nehmen; das „es ist mein Körper“, „es ist mein Leben”, „es ist mein, mein, mein. Ja, das Gebet präsentiert sich unbequem, weil es in der Kunst zu lieben schwingt, so wie dieses befähigende Prana, permanent wundersame Magien zu erzeugen.

Und es (das Gebet)nimmt uns auseinander, damit wir sehen, fühlen und uns nach der Seele unserer Lieben fragen… nach unserer Sorgfalt, unserem Engagement, unseren Diensten, unseren Qualifikationen, unserer Hingabe, unseren… Projekten! So als wolle man uns darauf hinweisen, dass es ohne dieses außerordentliche, ausnehmende Lieben nicht möglich ist, sich neu zu erschaffen (span.: ‚recrearse‘[5]), es nicht möglich ist, sich zu ‚kreativieren‘.

Und dass offensichtlich in dieser Welt der Akkommodation (Bequemlichkeit) jedwedes Verhalten der Anstrengung –um die Flamme des Gnadenlosen (span.: ‚descarnado‘[6]) am Leben zu erhalten- einen Verzicht auf diese selbstgefällige ‚fàsil’ Bequemlichkeit bedeutet.

Aber sicherlich oder in Wirklichkeit, wenn das Wesen der Hoffnung, wenn das Wesen der Treue seine Ressourcen und sein Vertrauen in das Schöpfer Mysterium bewahrt, dann hört es sicherlich auf, ein Problem zu sein, dann hört es auf,  Bequemlichkeit zu sein, die man benötigt und es fängt an, eine innovative Neuheit, eine kreative Unbequemlichkeit zu sein.

 

Und schaut mal –der gnadenlose Betende Sinn von heute sagt auch- wie leicht er die Bequemlichkeit, die Sekundäreffekte, die sie produziert, gelöst hat: „Verzeihung, tut mir leid.“ „Verzeihung, tut mir leid.“ „Verzeihung (span.: ‚perdón’), tut mir leid.“ Was für ein „Don”? Was für ein „per”? Was, was fühlt der? Was-was-was fühlt er?

Klar, diese religiösen Strömungen, die kamen und die Sünden vergaben: „Ego te absolvo a peccatis tuis, in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen”. (Ego, ich spreche dich frei von allen deinen Sünden, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: „Verzeihung, Entschuldigung, Vergebung.”

Habe ich Dir gerade einen Schlag versetzt? „Tut mir leid. Verzeihung.”

Oh nein…! Weil manchmal… oh nein! Noch nicht einmal dieses Wort. Aber es ist üblich. Es ist die einfache (span.: ‚fàsil‘) Floskel des unmittelbaren weltlichen Vergnügens, um aus jedwedem Problem rauszukommen… oder aus jedweder befreienden Bewegung, die meine Zügellosigkeit (span.: ‚libertinaje‘) erlaubt: „Verzeihung, tut mir leid. Entschuldigung, tut mir leid.”

Nein… nein. Das kann man nicht erlauben, nicht wahr? Weil es, wie man sieht, eine andere Erleichterung ist, die sich die Bequemlichkeit selbst gesucht hat, um im Imperium der Geschmäcker, der Empfindungen, der… weiterzumachen…

 

Die Beispiele dieser Situationen –dieser Situation, die die menschliche Gemeinschaft lebt- sind sehr offensichtlich. Und wie gesagt wurde: Es betrifft uns alle, jeden einzelnen in seiner Position.

 

Und selbstverständlich geht es nicht darum, in dieses Opfer, in dieses Leid, in dieses… einzutreten.

Nein, nein, nein, nein! Die Tatsache, dass das Schöpfer Mysterium niemals bequem ist bedeutet nicht, dass es uns zum permanenten Leiden führt. Für den Märtyrer  ist das in Ordnung. Aber das Schöpfer Mysterium sucht keine Märtyrer, nein! ES fördert Befreiungen. Aber dafür benötigen wir angesichts unserer kognitiven Fähigkeit Anstrengung(!), Engagements(!)…, unsere Bequemlichkeiten aufgeben… und die leichte Vermeidung. Und all das durch den Grundstoff zu LIEBEN.

 

Es gibt keine Formeln. Es gibt Engagement, es gibt Vorschläge, es gibt Intentionen.

 

Das, was die menschliche Gemeinschaft erreichen konnte, war nicht auf der Basis von Umgehungen, das war nicht auf der Basis von Vereinfachungen. Nein! Es war auf der Basis der Berufungen, liebevoller Berufungen, die Jahre mit sich brachten(!), Intentionen!

Und das habt ihr sehr nah, weil ihr hier seid. Und das ist ein Beispiel.

 

Das Gebet ist gnadenlos, um uns zu Teilnehmern der Schöpfer Liebe zu machen, die sich über uns ausschüttet, um uns zu warnen, damit jeder einzelne in seiner Situation den bequemen Anarchismus des Wohlgefühls und des Komforts aufgibt und den befreienden Sinn akzeptiert…, welcher das kognitive und bewusste und sensible Engagement gegenüber kreativen Projekten, der Schönheit, der Kunst mit sich bringt!

 

Auf dass das Erbarmen die gnadenlose Betende Botschaft schmücken möge.

Und dass die großzügige Vorsehung uns in seiner Barmherzigkeit beschütze.

 

 

***

 

 


[1] Wird auch übersetzt als „sich anpassen“

[2] „Esfuerzo“ = Anstrengung, „es fuerza“ = Ist Kraft

[3] “Evasión” = Flucht, Vermeidung, Umgehung

[4] Im Original wird gesagt: „A-mor“. Da steckt drin: „Hacia el amor“ = „Hin zur Liebe“

[5] Wird eigentlich übersetzt mit: ‚sich amüsieren‘, ‚sich zerstreuen‘. Hier ist der Sinn jedoch ein anderer: ‚re-crearse‘ = ‚sich neu schaffen‘.

[6] Gnadenlos, fleischlos, entfleischt

Gebet