48. Bewusstsein der Reise

 

BETENDER RUF

 

(5 Minuten der Stille)

 

Unser Universum –im Sinne, dass wir diesem Universum angehören- hat einen Kurs. Unsere Messungen und Wahrnehmung sagen uns, dass wir uns auf der Reise befinden… hin in eine Richtung. Ohne zu wissen warum, noch was diese Reise mit sich bringt.

Es ist nur so, dass… das Wesen der Menschheit sich dieser Reise nicht gewahr ist, vielleicht weil sie… „unermesslich” ist: man kann sie nicht messen. Obwohl man sie  –ich betone das- schon durch die Messungen, die wir machen, bemerken kann. Aber es scheint, die Reisenden… –gemäß dem, was das menschliche Wissen sagt- nicht zu betreffen. Glup!

Wenn ein Flugzeug unter gesunden, atmosphärischen Bedingungen mit Reisenden beladen reist scheint es so, als würde es sich nicht bewegen. Wenn ein Zug prall gefüllt ist mit Reisenden, auf sicheren Gleisen, dann bewegt er sich mit hoher Geschwindigkeit. Es scheint, als ob er stabil wäre. Aber zweifellos „nehmen” das Flugzeug sowie der Zug „Einfluss” auf den Reisenden. In demjenigen, der im Flugzeug reist, kann es der Jet lag sein; bei dem, der im Zug fährt, können es die Vibrationen sein, denen er ausgesetzt sein kann und der Wechsel von Gegenden, Orten etc. –auch wenn sie subtil sind. Um etwas ganz Einfaches zu nennen.

 

Seitdem Galileo sagte: „Aber sie bewegt sich”… –und er bezog sich auf die Erde- haben wir entdeckt, dass wir uns „auf etwas zu bewegen“.

Und gleichzeitig waren wir und –eigenartiger Weise- erzeugten wir eine Bewegung „in Kontra“, ja, da wir diese ganz offensichtlich erzeugte Bewegung durch etwas… und dieses ganz offensichtlich gelenkt werden durch… –das Schöpfer Mysterium- „wem es auch immer entsprechen mag“ nicht akzeptieren. Wir müssten uns darum kümmern –jetzt, wo wir messbar wissen-, uns bewusst zu werden, dass SIE uns mit auf die Reise nehmen.

Wir sind „Reisen-de.”

Und so sehr wir auch von Waggon zu Waggon gehen oder durch die Flure der Weltraumplattform oder der Flugzeuge laufen wollen… SIE tragen uns.

Der Betende Sinn unterstreicht, er ruft uns, damit wir bewusst entdecken, dass wir Reisende sind. Aber Reisende, die getragen werden.

Jedwede… jedwede Aktion, die wir realisieren, befindet sich innerhalb dieser Reise.

Wenn man sich dessen bewusst ist, werden die Aktionen, die wir realisieren, mit allen Mitteln versuchen, diese Reise zu begünstigen.

 

Alles, was ich mache und dabei ignoriere, dass ich ein Reisender bin und ich denke, dass ich… eine stillstehende Aufstellung bin –noch nicht einmal beweglich, wie es Galileo sagte- alles, was bedeutet, dass ich beharre, dass ich mich radikalisiere,  mich aufdränge… –und in diesem Sinne ein langes et cetera- steht dem, ein Reisender zu sein entgegen, denn in keinem Moment –„in keinem Moment”- werde ich mich am selben Platz befinden. Egal was ich in einem bestimmten Moment mache, das wird da bleiben.

Ich werde nicht mehr zu ihm zurückkehren können.

Aber jedwede Sache, die ich auf dem Reiseweg machen werde, wird sich in unsere Beschaffenheit einfügen.

 

Die Astrologen haben bereits versucht –und sie versuchen es mit ihren Häusern, ihren Zeichen-…  uns in die Reise zu versetzen.

Die Astronomen… können uns platzieren, aber sie haben keine Auswirkungen auf unsere Beschaffenheit.

 

Das Gebet kündigt uns an, wo wir gehen, wohin wir gehen und was wir berücksichtigen müssen. Nicht, dass es eine gezwungene Reise wäre, obwohl sie unausweichlich ist. Wir wurden –der Ausdruck ist es wert- auf einer Reise geboren. In Wirklichkeit dürften wir nichts anderes als die Reise kennen. Aber es ist genau das Gegenteil: Aufgrund der Dimension der Reise, hat sich das Wesen reisend in seiner Mikrowelt entwickelt und der wahrhaften Reise den Rücken zugekehrt.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Wenn wir uns als Universum und unausweichlich Reisende fühlen, wird jedwede Handlung, die wir dem entgegen durchführen –eine Reihe von kleinen Auswirkungen(!)-…wie es die persönliche Wichtigkeit, der Egoismus, die Selbstverherrlichung, der Hochmut, die Eitelkeit, die Wut sind… unsere Reise gewunden, unbequem, unangenehm machen.

Wissen Sie, warum es so unangenehme Personen gibt, Personen, die sich permanent beschweren, Personen der kontinuierlichen Kritik, die sich nur darum kümmern, was sich in der Umgebung abspielt, aber die sich nie um ihre eigene Identität kümmern? Jetzt wissen Sie es. Das sind Personen, die es  frontal zurückgewiesen haben, Reisende zu sein.

Vielleicht haben sie nicht –das ist klar- dieses Bewusstsein, aber die Welt gefällt ihnen nicht, die Welt fühlt sich für sie schlecht an! Sie haben sich in einen Bezugspunkt verwandelt, und wie man vorher von Galileo sagte: „Alles bewegt sich um die Erde herum und die steht still.“

Also gut: Wenn die Wesen diese Positionen der Referenz und der Ruhehaltung annehmen, dann negieren sie die Reise. Sie fordern, dass sich alles um sie dreht. Vielleicht schaffen sie das für Momente, aber sicherlich rührt die „Widerspenstigkeit” –um elegant zu sein, werden wir es so nennen- von den Überkritischen her, von den immer Verärgerten, den alltäglich Ablehnenden, aus dieser Verneinung, sich zum Universum zu machen, sich zum Reisenden auf der Basis eines Schöpfer Mysteriums zu machen.

Ja, das wäre eine sehr übertriebene Diagnose…! Bah! Das kann sein. Wäre eine persönliche Diagnose besser(?), ihn mit einem obsessiven, kompulsiven Akzent zu versehen? Eine Diagnose einer Einkommensneurose oder einer manisch-depressiven Psychose oder einer gesellschaftlichen Psychopathie zu stellen? Ist das die beste Diagnose? Würde diese Diagnose eine Veränderung in der Struktur des Wesens mit sich bringen? Klar, mit der Behandlung, die ihr auf dieser Ebene entspricht.

Na gut, die Resultate sind da!

Nur, wenn man in diese andere Diagnose eintritt… und man einen anderen Bewusstseinszustand sucht, der es uns erlaubt, uns in diesem Universum zu betrachten und uns von unseren Possessionen zu lösen, dann ist es möglich, dass man eine Genesung erfährt.

Aber die radikalen Prinzipien der Possession und des Eigentums, die zu einem Befund führen, der Hunger, Krieg, Lüge, Furcht und ein langes et Cetera erzeugt…, sind unter dem Gesichtspunkt der selbstgefälligen Ruhehaltung nicht zu machen. Mit einem Klima einer starren Erde und mit allem um sie herum, ist das nicht zu machen. Es ist noch mehr, das wächst an. So wie die Korruption anwächst, so wie die Straffreiheit anwächst, so wie die Verbrennung der Wälder und Urwälder anwächst, so wie die Kontaminierung anwächst und ein langes anwachsendes verschlechterndes Dasein.

 

Es wird Zeit, ja –sagt der Betende Sinn-, es wird Zeit, dass wir uns dessen bewusst werden…(!), dass die Klage, die Wut, die Geringschätzung, die Mutlosigkeit… die absolut nichts lösen werden, die die Existenz schädigen werden und den Ruf derer schädigen werden, die sich darin befinden. Es wird Zeit zu bemerken, dass die Macht, welche das Wesen ausübt… eine Waffe gegen das Wesen selbst ist. Die Macht, die das Wesen in seinen verschiedenen Modalitäten ausübt, basierend auf seiner Egozentrik, bedeutet, dass es sich sein eigenes Grab schaufelt.

Dieser „freie Wille“, den man uns als… ein göttliches Zugeständnis zu verstehen gegeben hat!

Du meine Güte! Die Schöpfung und das Universum transportieren und bewegen sich und der Mensch hat das Recht –warum(?)- sich in der Form zu bewegen und zu transportieren und zu realisieren, wie er es will?

Die große egozentrische Erfindung(!): Der freie Wille. Der große Triumpf des Hedonismus. Und trotzdem kann jeder prüfen, dass er diese Freiheit nicht hat, dass seine Bewegung so sehr konditioniert ist…, dass es andere sind, die den Menschen bewegen         –wenn man davon ausgeht, dass er sich in diesem „freien Willen“ bewegen will.

Eine schlaue sehr interessante Selbstverherrlichung –na gut-... um sich vom Schöpfer Mysterium zu lösen, um sich zu trennen von: „Mach gemäß Deines Wortes.“ Um sich von unserer Herkunft zu lösen… und um uns zu Säulen zu machen, damit sich andere um uns herum drehen.

 

Und auch in der Orientalen Tradition –selbstverständlich mit größerer Präzision-, werden die Positionen durch die himmlischen Stämme und Zweige gesucht, in der sich die Person auf ihrer Reise befindet, um in dieser Position das beizutragen, was sie benötigt.

Das ist zweifellos –um das Himmlische und das Irdische zu berücksichtigen- die Art und Weise, eine Symbiose zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos einzuschließen.

Sodass es, so wie wir es vorher über die Astrologen und Astronomen sagten, sehr wohl eine Suchvorlage gibt, um etwas über unsere Reise und wohin sie geht, zu erfahren.

Aber das Erwachen hin zu diesem Reisebewusstsein…, zu wissen, dass das Schöpfer Mysterium auf uns wartet, trägt uns, schützt uns, orientiert uns…

Das bedeutet, dass wir dieses Detail in der Praxis  berücksichtigen und wir es in unserer Vorgehensweise aufnehmen müssen.

 

Aber eine kleine Warnung: es ist leicht –leicht(!), dass das Wesen aufgrund seiner Verhaltensnatur, die es bis jetzt hat, akzeptiert und annimmt, dass es ein Reisender ist und dass SIE es tragen… und infolgedessen sagt, dass es nichts tun kann, dass das Schicksal es so wollte, dass das so ist, dass es in diese zerstörerische Schleife eintritt, in dem der Verantwortliche das Schöpfer Mysterium ist. Dass es nicht in den befreienden Sinn eintritt, dass SIE uns mit Talenten versehen haben, um in eine mysteriöse Richtung zu gehen.

Ach, wenn der Mensch im Göttlichen Zuflucht sucht, um seine Ungeheuerlichkeiten zu rechtfertigen… und nicht in IHM Zuflucht sucht, um SEINEM Wegen zu folgen…!

 

(2 Minuten der Stille)

 

Wir suchen in unserem Fühlen –ohne es zu besitzen- eine Vibration, die uns wirklich zu dieser Reise des Reisenden aufweckt.

 

 

aAAAAAaaaAAAAAA AMMMMMM

 

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