8.22 Notwendigkeiten, Prioritäten,Dienst, Orientation, Kompass

 

BETENDER RUF

 

In dieser zuckenden und konfusen… und „verbreiteten” Position der menschlichen Spezies… fühlt man die dringende Notwendigkeit jene Faktoren, jene Verhaltensweisen, jene Positionen zu priorisieren, die jedes Wesen in seinem Zusammenleben aufrechterhält.

Der Betende Ruf ruft uns zum „Gleichgewicht“ auf –verzeihen Sie die Redundanz. Ein Gleichgewicht, das sich durch eine Bewegung erzeugt. Eine Bewegung, die sich durch die Prioritäten gemäß der Notwendigkeiten ergibt.

Und die sich… offensichtlich in der gesamten Umgebung, in der wir uns befinden, auswirkt.

Ohne darauf einzugehen, ob sie sich besser, schlechter, mäßig auswirkt… die Priorität ist, sich in den Notwendigkeiten zu entdecken und auf dieser Basis Prioritäten zu  setzen.

 

Und mit dem Ziel, sich bei den Notwendigkeiten und Prioritäten nicht zu irren, haben wir ein Thermometer, das nützlich sein kann, um uns in unseren Positionen einzuschätzen –denn die Notwendigkeiten können in Bezug auf die Umgebung unverhältnismäßig sein und die Prioritäten können übertrieben sein- und dieses Thermometer ist das Dienen. Hm!

Meine Notwendigkeiten und meine Prioritäten dienen? Wem dienen sie? Wofür dienen sie?

 

Wir sind Wesen des Dienens. Wir wurden inkarniert, um auf der Basis der Ressourcen, mit denen man uns versorgt hat, Missionen zu erfüllen. Wenn wir infolgedessen im Laufe des Verstreichens unsere Notwendigkeiten entdecken und wir Prioritäten setzen, um Verwirrungen zu vermeiden und um auch zu vermeiden, dass die Prioritäten und die Notwendigkeiten unangepasst sind(!), wenden wir das Thermometer des Dienens an.  

Bei wem, warum…? Diese Notwendigkeit und Priorität… wofür, wem dient das? Welchen Dienst bietet es und welchen Dienst bietet es mir?

 

Jedes Wesen muss die Temperatur seines Dienens messen.

 

Das Leben evolutioniert und entwickelt sich auf der Basis dessen, dass die einen den anderen dienen. Jeder braucht jeden. Und um dieses Gleichgewicht und diese Harmonie zu bekommen, müssen die Prioritäten und die Notwendigkeiten gleichgesetzt werden und jedes Wesen muss sich fragen, ob es seine wahrhafte Position kanalisiert… oder ob es eine Verwirrung kanalisiert.

In der Zeit des üppigen Individualismus, so wie er gelebt wird, ist es… ist dieser Betende Ruf kein attraktiver Vorschlag.

Nein, weil er nicht dazu neigt, persönliche Interessen zu begünstigen. Er neigt dazu, persönliche und Gruppen Positionen zu klären… indem er uns in der Gemeinschaft des Lebens unsere Position zeigt.

Es ist leicht zu sehen, dass die menschliche Gemeinschaft jetzt Zeiten der Vernichtung erreicht hat, in die sie eingeschlossen ist. Und es ist leicht zu sehen, dass das geschehen ist, weil man die Referenz des Dienens verloren hat, weil man die Prioritäten in Tendenzen, Vorlieben, in den Egoismus und in ein langes und so weiter und sofort gesetzt hat. Und weil man Notwendigkeiten zu konsumieren und sich zu konsumieren geschaffen hat, indem man Abenteuer der Liebe in Dramen, Tragödien… transformiert; indem man die Freude, das Vergnügen in masochistische oder sadistische Positionen transformiert hat.

Die Referenzen werden verzerrt(!) und jedwede Rechtfertigung reicht aus –in der Straffreiheit der Verwirrung-, um „jedwede Tendenz „voranzutreiben“… –(kein Kommentar)-, um jedwede Tendenz voranzutreiben.

 

Die Schöpfung zeigt uns in dem Universum, in dem wir uns befinden, das, was die menschlichen Wesen „Chaos des Universums” nennen und von dem es scheint, dass es ein Territorium der Zerstörung ist und dass wir –klar- privilegierte Erwählte der blauen Kugel sind.

Dabei stellt sich heraus… dabei stellt sich heraus, dass dieses Chaos, das seine Liebe vergeudet, so ausgewogen, so verschiedenartig, so immens, so unendlich ist, damit die Kreaturen den Geschmack zu leben erfahren. Und sie erfahren es mit der Vorsicht (span. ‚cuidado’), mit der uns das Schöpfer Universum hütet (span. ‚cuida’).

Und man erkennt immer weniger und weniger die Beiträge und weiß den „Wert”, die Ressourcen, die man zufällig, umständehalber, gelegentlich empfängt –in Wirklichkeit „permanent“-, nicht zu schätzen…. Und all das geht dazu über, für persönliches Erbe, Besitz von Zugehörigkeit gehalten zu werden. Und so nehmen sich die Wesen dergestalt und in der Weise gefangen, dass es schwierig erscheint, irgendjemandem… und irgendeinem Projekt zu folgen –von Ausnahmen abgesehen-, denn es (das Wesen) ist in seinem Besitz und in seiner Intimität gefangen.

Und der Umgebung bleibt nichts weiter übrig, als zu spekulieren und zu spekulieren. Und die Spezies verwandelt sich in eine Spekulierende. Und als solche in eine  Ungerechtigkeit des Zusammenlebens, Ein Zusammenleben, das immer besorgniserregender wird.

Und dieses ganze Geschehen… entspricht allen Wesen dieser menschlichen Spezies.

Es obliegt uns allen, unsere Ressourcen und das Dienen, die wir schenken müssen, zu hüten; uns von den Schädigungen und den Vorurteilen der Normen, der Moral, der Gesetze und Rechte zu befreien –was für ein verwirrender Überfluss an Mitteln-, die bewirken, dass die einen mit den anderen zusammenprallen.

Damit die „Normalitäten“ aufstellen werden… egal was passiert, ohne analysiert zu haben, ohne ausgewertet zu haben.

Und wir sehen das bei Regierenden, und wir sehen das bei Reichen, und wir sehen das bei Armen, und wir sehen das bei Männern, und wir sehen das bei Frauen, und wir sehen das bei Kindern, und wir sehen das bei Alten… Das ist nicht etwas von dem, jenem oder dem anderen! Wodurch das alles noch besorgniserregender wird. Das macht aus dem Leben eine Unruhe, einen… kontinuierlichen Angstzustand und eine… kontinuierliche Beklemmung…!

Und es wird aufgestellt, dass: „Das Leben ist eben so.” Es wird aufgestellt und es wird gesagt: „Na gut, das ist normal.”

Ist das normal? Wer gibt die Referenz von „normal”? Jeder einzelne stellt das mit seinem persönlichen Egoismus auf. So können wir uns die Dimension und die Beteiligung aller vorstellen –bis zu 8 Milliarden.

Der Betende Ruf biegt uns, schüttelt uns, damit die Früchte von dem, was jeder einzelne von uns ist, wirklich poliert, klar werden, sich nicht gehenlassen mit dem…: „Wir schauen mal”.

 

Diese Menschheit ist… in einer solchen Menge und Varietät mit kognitiven, intelligenten Ressourcen versehen worden, mit Ressourcen der Zuneigung, des Spirituellen, dass jeder Einzelne ein Stern sein kann, der im Universum strahlt. Und nicht ein zitterndes und unruhiges… Leben, das kontinuierlich debattiert.

Klar! Da man uns beigebracht hat, dass es normal ist, dass das Leben Kampf ist, dass das Leben das ist…, unsere Interessen als Priorität zu setzen

Ach! Ja?

War es nicht… war es nicht –in einer anderen Zeit, in einem anderen Moment- die Interessen aller als Priorität zu setzen(!) und in diesem Maße entwickelte sich und evolutionierte das Interesse von jedem einzelnen?

Der Spieß wird umgedreht.

Das „Ganze” wird überlappt, es wird subtil verheimlicht, es wird die persönliche Tendenz gerechtfertigt… und jeder Einzelne tritt in Konflikt, klar, da er sich mit seiner Position aufzwingt.

Das ist nicht das Chaos, das im Universum herrscht.

Wenn der Mensch in seinem intelligenten Bewusstsein das Universum nach seinen egoistischen Parametern analysiert, dann ist er wirklich vom Weg abgekommen.

 

Und ja, der Betende Ruf ruft uns, damit wir wieder –jedes Wesen, im Schoß der Universalität- herstellen…, damit wir wieder den Kompass aufstellen, der uns orientiert: Die Priorität hin zum Schöpfer Mysterium(!); die konsequente und klare Manifestierung der Widerspiegelung dieser Liebe hin zu dem, was uns umgibt; die Vorzüglichkeit des Wesens in seinem Dienen(!), mit dem Genuss es zu tun und mit dem Genuss, den es dem erzeugt, der es empfängt.

Davon… eine   genussvolle Menschheit zu sein, hat sich nach und nach eine kriegerische(!), reservierte, gefangene Menschheit gebildet…

 

Die Seefahrer verfügen über einen magnetischen Kompass, der den Norden anzeigt. Und in den Dunkelheiten der Nacht, orientiert uns der „Polarstern” nach Norden. Von da an haben wir bereits eine Referenz. Ohne sie werden wir uns nicht bewegen können und hätten wir uns nicht bewegen können.

 

Und das Wesen muss sich fragen: „Welches ist mein Kompass? Was zeigt er an? Wohin?”

 

Notwendigkeiten, Prioritäten, Dienst, Orientierung, Kompass

Instrumente der Worte. Aber es sind lebende Worte! Es sind betende Worte, die uns anmahnen! Weder schimpfen sie uns aus noch bestrafen sie uns(!), und sie fordern nicht von uns!

Sie ermahnen uns, so als wären wir geistesabwesende Kinder, die nicht daran gedacht haben, das belegte Brötchen oder das Buch mitzunehmen oder sich die Schuhe zu binden.

 

Die Funktion des Schöpfer Mysteriums ist nicht, uns zu bestrafen. Es orientiert uns, es regt uns an, es gibt uns das Glück, es drückt uns auf einer Seite, damit wir entdecken, welches der wirkliche Eifer ist, welche… die beste Option ist, welche die Option ist, in der ich diesen Eifer der Liebe des Schöpfer Mysteriums widergespiegelt sehen kann!

Worin? In wem? Bei wem? An welchem Ort sehe ich diese Liebe wiedergespiegelt?! Damit ich damit im Einklang handle.

Es wird keinen Irrtum geben.

Ist es denn etwa nicht so, dass SIE uns jeden Tag, wenn es Tag wird, hüten?

Ist es denn etwa nicht so, dass SIE uns mit dem Sternenspektakel jeder Nacht hüten, wenn es Nacht wird?

Ist es denn etwas nicht so, dass die Gezeiten schwingen, um uns ihre Schönheit zu zeigen?

 

(4 Minuten Stille)

SIE rufen uns zum Beten und SIE rufen und rufen uns. Und man hat es versäumt, sich dieses Privilegs bewusst zu sein.

Man horcht nicht dem Ruf. Man hört(!), aber man horcht ihm nicht.

Und jedes Wesen greift auf seine Vorlieben zurück, auf seine Tendenzen, die andere aufgestellt haben und die beibehalten wurden… nicht unbedingt, um „eine bessere Welt“ zu erschaffen. Seine Verzweiflungen schlugen sich in Normen und Gewohnheiten und Gesetzen und Moral nieder, um andere –wegen der Verärgerung über die Unfähigkeit- mitzuschleifen. Und sie hinterließen verminte Pfade.

Und jeder einzelne in seiner Explosion hinterließ eine andere Mine, damit andere explodierten:

„Ich habe mich geirrt, aber ich werde es nicht anerkennen. Ich werde das Vermächtnis im Gesetz, in der Moral, in der Norm oder der Gewohnheit hinterlassen, damit auch Du Dich irrst. Ich werde Dich nicht auf meine Irrtümer aufmerksam machen, nein. Nicht, dass es noch so weit kommt… nicht, dass es noch so weit kommt, dass Du das, was ich für Dich getan habe, nicht zu schätzen weißt.“

Und so breitet sich der wiederholte Konflikt aus und verteilt sich.

 

Auf dass die verminten Felder der Lieblosigkeit nicht die Wälder und Urwälder der Geliebten des Schöpfer Mysteriums in Abrede stellen.

 

Auf dass uns das vorsichtige Entdecken eines jeden Tages dazu bringt, dem Kurs zu folgen. Jenem, der die Treue dem Offenbarten gegenüber markiert…

Jenem, der uns orientiert „DER uns zum Beten ruft”, „was uns zum Beten ruft”, „WER uns zum Beten ruft…, um zu horchen.

 

Um zu horchen und um Erbarmen zu bitten, wenn wir nur hören.

 

 

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