6. Der Betende Ruf ermahnt uns dazu, die Einheit zu erreichen

 

BETENDER RUF

 

(3 Minuten der Stille)

 

Und nach und nach –oder vielleicht in schwindelerregender Art und Weise, das kommt darauf an, von wo aus wir ausgehen- gewannen der Intellekt, dass Intellektuelle, der Verstand, die Logik, nach und nach; sie gewannen nach und nach Terrain in dem menschlichen Verhalten, in der Art und Weise sich zu planen, in der Art und Weise sich in Bezug auf die Aktivitäten zu entwickeln, in Bezug auf die Verhaltensweisen…

Und es scheint so –vielleicht ist es so-, dass das den Fluss des Fühlens gefangen nimmt oder ihn in Intellektualität, in Denken, in Verstand verwandelt. Und so –so wie wir bei anderen Gelegenheiten Anspielungen gemacht haben- fühlen die Menschen eine Sache, denken sie eine andere und machen sie eine andere.

Man kann das als  „Fraktur” oder als „Gefangennahme” oder als „Osmose“ … von  Funktionen im Austausch mit anderen bezeichnen. Aber was offensichtlich ist, ist, dass der Mensch, abgesehen von den anderen zwei Positionen, der Intelligenz, des Denkens… dass er  fühlen und tun kann –er kann (span. ‚puede’) von “Macht” (span. ‚poder’).

„Ich glaube, ich muss das tun, aber ich fühle, dass…”

 

Der Betende Ruf orientiert uns in Bezug auf diese… „alltägliche” Situation, die eine Instabilität ist, die offen gesagt unangenehm für alle ist und zweifellos die Evolution, die Manifestationen, die Verbindungen, die Gemeinschaften, die Projekte erschwert… Klar!

Das erklärt, dass es der Mehrheit der Menschen nicht gefällt, was sie fühlen, was sie denken, was sie machen. Sie sind nicht in Harmonie. Das bewirkt, dass die Intellektualität kalt und distanziert wird. Und vor allem zeigt uns das, wie zerbrechlich das Dasein, das Wesen ist. Es ist so zerbrechlich, dass es in der Mehrheit der Fälle kaputt ist, schlecht gelaunt, ohne Glanz, weil… „diesen Tag…”, „also weil gestern…”, „also weil jetzt…”, „also weil geschehen ist…”

Un-möglich!

Unmöglich… Unmöglich wird es, voll und ganz zu leben, mit den Garantien, mit unserem Wesen, mit der Schöpfung, mit der Umgebung verbunden zu sein…

Und das bewirkt –klar-, dass die Konfrontation, die Unbehaglichkeit, der Ärger, (die Schererei, der Streit, die Auseinandersetzung)… auftauchen. Und dass sich das Wesen daran „gewöhnen” muss –in Anführungsstrichen-, mit dem Missfallen, der Unzufriedenheit zu leben. Ein Tag –vielleicht- gut, einen anderen Tag, mittelmäßig, einen anderen Tag, ich weiß nicht…

Jeder einzelne will, möchte(!) mit seinem Intellekt eine Situation des Gefühls. Und er will(!) mit seinem Intellekt bewirken, dass die anderen, damit er leben kann, dieses oder jenes für ihn tun. Und es ist nicht schwer untereinander Versklavung zu schaffen und… kontinuierliche Unbehaglichkeit der Zugehörigkeit.

 

Die Einheit des Wesens ermahnt uns… –gemäß des Betenden Rufs- ermahnt uns, das zu erreichen: der Betende Ruf ermahnt uns, die Einheit zu erreichen, in dem das Wesen in seinem Dasein, in seinem Alltäglichem zum Beispiel wird, ohne dass man eingehend analysieren muss, was man denkt und was man tut, sondern dass man das ist, was man ist, der oder die, die man ist!

 

Wenn das nicht so ist, dann kocht der persönliche Kampf. Immer zweifelnd, vermutend, befürchtend.

 

Die Priorität des Wesens in dem Betenden Ruf ist seine Filiation vom Schöpfer Mysterium. Von da an entwickelt sich, ereignet sich, verläuft alles Übrige.

Es gibt weder Forderung, noch Strafe, noch Belohnung. Es gibt ein Verstreichen… von „Augenblicken”(!) –wenn man es so sehen will-, die eine Art und Weise mit sich bringen, jedwede Situation von diesem Bezugspunkt, von dieser Priorität aus anzugehen und ihr ins Auge zu sehen.

 

Das Wesen der Menschheit –im allgemeinen- hat seine Prioritäten in seine Erfolge, seine Eroberungen, seine Absichten, seine Besitztümer, seine Sicherheiten gelegt…

Es befindet sich nicht –von Ausnahmen und delikaten Situationen abgesehen- unter dem Schatten des Schöpfer Mysteriums.

Wenn wir über ihm und mit ihm sind… dann wissen und sehen wir, dass es in allem, was geschieht, gegenwärtig ist… dass es untrennbar vom Leben ist, untrennbar davon, zu leben!

 

(3 Minuten der Stille)

 

Alles wird unter dem Einfluss des Ewigen gefärbt, wenn wir uns in SEINEM Einklang befinden…

Alles!

 

(4 Minuten der Stille)

 

Das Zusammenleben wird… ohne den permanenten Schutz der Schöpfung, leer, kalt und distanziert, wenn man nur die persönlichen Prinzipien hat, die bah(!)…, die persönlichen Interessen und den Argwohn hat.

 

(12 Minuten der Stille)

 

Es wird schwierig oder vielleicht… hart(!), sich darin einzufinden zu beten, wissend, dass es wie… wie Regen vorbeigehen wird, der fiel, der aber nicht das Saatgut befruchtete. Nicht immer, klar! Es sind die Ausnahmen, die die betende Verbindung aufrecht erhalten.

 

Und es wird noch härter, wenn… man unter dem Schöpfer-Bezugspunkt in dem anderen, in den anderen, diese Schöpfung sieht. Und man sieht, dass das gesamte Kontingent des Lebens umgefüllt wird in Wünsche, in… in verschiedene…

„In verschiedene”: das bedeutet, in verschiedene Einstellungen und Verhaltensweisen, die uns nicht gerade an das betende Erlebnis mit dem Schöpfer Mysterium erinnern, sondern, die uns entfernen…

 

Der Schöpfer Vulkan muss permanent das Eis der Rechtfertigungen, der Logik, der Gedanken, der Wünsche schmelzen…

 

Es ist zwingend, über unseren Ursprung nachzuspüren, die Priorität zu klären… ohne den Zweifel und ohne die permanenten Vorurteile und unter seinem Bezugspunkt zu stehen….

 

 

aAAAmmmmMMAAAAAAAA

 

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