5.22 Das opportune, befreiende Bewusstsein

 

BETENDER RUF

 

Jeder Tagesanbruch(span.: ‚Ama-necer’) –„der, der aus Liebe geboren wird”- schenkt uns die opportune[1] Gelegenheit zu korrigieren, zu verändern, weiterzumachen, zurückzukehren, zu springen, zu fliegen… und ein langes Endloses an… opportunen Möglichkeiten.

Angesichts des Betenden Rufs, schwingt das Verhalten zu glauben darin, das Opportune, das Adäquate zu suchen. Indem man aus seinem Wesen einen Diener des EWIGEN macht, nicht einen Sklaven seiner eigenen Vorlieben.

Und während wir die Suche des Opportunen von jedem Verlauf … stammeln, ist es sicher, dass ES uns findet…!

Und wir können wahrnehmen, dass das Vertrauen, das wir als ‚Sapienzielle[2]‘ als menschliche Natur beherbergen…. nicht durch sich selbst in der Lage war, opportun zu sein, sondern eher inopportun.

Wenn man aber im Einklang mit dem neuenTagesanbruch (span.: ‚Ama-necer) steht, dann findet uns die Gelegenheit (span. ‚oportunidad‘).

Es ist eine Frage es zu verstehen, sich in der Referenz mit dem Schöpfer Mysterium zu befinden.

Es bedeutet, die Sinne „zur Verfügung für” zu stellen.

So treffen SIE uns und SIE zeigen uns mit Klarheit, welche die Gelegenheit (span. ‚oportunidad‘) ist.

Während das Wesen, das in seinen Fähigkeiten verblendet ist… sie (die Gelegenheit) nicht findet!

Es ist seine Pflicht zu suchen, aber wenn sein Vertrauen in seinen Fähigkeiten ruht… dann können SIE es nicht finden.

 

Es ist nicht schwer, diesen Verlauf, in dem die Spezies versunken ist, zu bemerken: blind… mit ihren Sinnen, sucht sie ohne zu sehen, ohne zu hören, ohne zu schmecken…; ohne das Parfum wahrzunehmen, noch die Transzendenz der Zärtlichkeit wahrzunehmen.

 

Jeder einzelne mit seinem Anspruch, mit seiner Forderung, mit seiner Klage, mit seinem Aufzwingen, mit seinem Determinismus… er (der Mensch) endet (span.: ‚termina‘). Und sie fangen wieder an, um genau gleich zu enden. Und sie beginnen und enden.

Und obwohl sie Flügel haben, fliegen sie nicht.

Und obwohl sie Flossen haben, können sie nicht schwimmen.

Und obwohl sie Bewusstsein haben, transzendieren sie nicht.

 

Es ist notwendig (span.: ‚preciso’) –von „Präzision“ (span.: „precisión”); von „angebracht” (span.: „lo oportuno”)- aufmerksam gegenüber dem Zufälligen zu sein, gegenüber der Sprache des Unvorhergesehenen, gegenüber der Sprache des Unerwarteten, was uns korrigieren, hinweisen, beibringen, zeigen möchte.

 

Im Betenden Sinn der Referenz ist anzufangen, um zu enden kein Bewusstsein des Wesens der Menschheit.

Die EWIGKEIT kontempliert nicht das Ende, das befindet sich nicht in IHREM Drehbuch. Das Unendliche hat nicht vorgesehen, sich endlich zu machen.

 

Und wenn SIE uns treffen und die Gelegenheit geben, dann müssen wir diese hüten, sie bewahren, sie entwickeln, sie erweitern. Wir müssen staunen und… mehr glauben.

 

Aber sicherlich, für gewöhnlich pflegt es so nicht zu geschehen. Prompt korrigiert die… „Präzision”(?) des Wesens den, DER UNS FINDET. Es korrigiert das Schöpfer Mysterium und berichtigt ES.

Und so wird das Wesen immer blinder und tauber. Und es fängt an und endet, und es fängt an und endet…

 

Und so ist es, dass wenn sich das Wesen in seinen Spekulationen verliert, dann entfernt es sich und vermeidet, dass SIE es finden.

Es sucht Zuflucht in dem Bekannten und verschmäht das, was es kennenlernen könnte.

 

Vom Betenden Ruf aus ist es notwendig, dass das Wesen in seinen Projekten, Entscheidungen… in seinem Verlauf zumindest versucht zu sehen es zumindest versucht, seine Koordinaten, seine Wege, sein Verhalten… zu sehen –obwohl in Wirklichkeit SIE es sehen müssen, weil SIE es so finden werden.

Seine Wege und sein Verhalten in Bezug… auf das Unbenennbare. In Bezug darauf zu wissen, ob man sich in dem angebrachten Moment befindet.

 

Und so ist es, dass uns das Gebet in die Gelegenheit versetzt uns zu sagen, dass, wenn wir uns zu SEINEM Beistand einfinden, dann wird sich die wachsende Klarheit gegenwärtig machen.

Wenn wir uns zu SEINEM Beistand einfinden... werden sich die inneren Kontroversen und die permanenten Zweifel auflösen.

Wenn wir uns zu SEINEM Beistand einfinden…, dann istunser Beistand der Name des Schöpfer Mysteriums.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Die Transzendenz, sich opportun zu fühlen… löst die endlosen Fragen, das Hin und Her von einem Ort zum anderen oder die wirkungslosen Unbeweglichkeiten auf.

Sie macht aus unserem Dasein ein permanent geboren werdendes Tun.

 

(5 Minuten der Stille)

 

Sich nicht durch unser selbstverherrlichendes Bewusstsein, in dem wir erzogen worden sind, manipulieren lassen.

Sich nicht durch den freien Willen, den wir gefordert haben, um unseren Willen, unsere Vorlieben, unsere Wünsche einzuführen, betrügen lassen.

Wir sollten nicht das endlich machen, was EWIG ist.

 

SIE bringen uns hier her, um angesichts einer Notwendigkeit einen Dienst zu erfüllen… Und SIE formen uns auf der Basis von Gelegenheiten…, damit wir die Hand des EWIGEN sehen können und es verstehen zu schätzen, zu korrigieren, zu überdenken, zu berichtigen, zu rehabilitieren.

 

Wir sind wie ein Edelstein, aber bedeckt mit Unreinheiten. SIE schleifen uns, damit wir funkeln… und um Licht geben zu können, das Zeugnis und das Beispiel, dass wir uns weiterhin läutern lassen.

 

Wir müssen zulassen, dass dieser Schnitt, diese schräge Kante, dieser Schliff, den die Vorsehung über uns ausübt, geschieht. Wir müssen –selbstverständlich(!)- die Schwierigkeiten annehmen, die vielmehr theoretisch sind, die gesetzte Hindernisse sind, damit wir… ihnen ausweichen können, wenn wir in einer angemessenen Führung gehen, wenn wir uns durch die Referenz der Transzendenz dessen begleitet fühlen, was wir tun.

 

(8 Minuten der Stille)

 

Aus einer strukturieren Freiheit nach dem Geschmack des Konsumierenden wird eine Gelegenheit gemacht. Und die Gelegenheit der Befreiung, die nicht dem meist Bietenden angeboten wird, die nicht auf die beste Propaganda, die Schmeichelei, die Bewunderung oder… auf die persönliche Wichtigkeit zurückzuführen ist, wird verachtet.

Das opportune befreiende Bewusstsein… bedarf nicht der „persönlichen Freiheit”, die man dir gibt oder die du dir nimmst. Das ist ein persönliches Experiment zu beginnen und zu enden.

Es ist eine willentliche Oberhoheit, die… sehr bald nachlässt… und wiederholt werden muss, um ihre Gültigkeit zu demonstrieren, so wie eine Halsstarrigkeit.

Und in diesem ganzen Getöse wird das Befreite vergessen. Es geht dazu über, etwas… Seufzendes, etwas Chimärisches[3] zu sein.

 

Und mit enormer Leichtigkeit geht das Wesen von dem Transzendenten zum Persönlichen, zum Vorhergehenden über. Es bedarf seiner Fähigkeiten und ignoriert diejenigen, die ihm gegeben werden.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Wenn wir gehört und gefühlt haben, dann fühlen wir uns  alle in diesem opportunen geboren werden (span. ‚ama-necer‘) angesprochen.

Und wegen der Anspielungen müssen wir… mit der Seele weitermachen, die ihren Bezugspunkt in dem opportunen Dasein und Sein hat.

Betender Ruf: opportuner Ruf, um zu korrigieren, um zu entdecken, um sich finden zu lassen, um sich zu referenzieren…, um die Botschaft zu sehen, die in jeder Situation auf den Schliff hinweist, welche die Ewige Liebe auf unseren Edelstein ausübt.

Der Schliff weist uns darauf hin, dass auf unserem Edelstein die Liebe… des Unendlichen und Mysteriösen Schöpfers wirkt.

 

Ámen, Amén, Amen.

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[1] ‚Oportuno‘: ‚Günstig, angebracht, zweckmäßig, geeignet, zutreffend, passend, gelegen.

[2] Neue Wortbildung: ‚Sapienziell‘ von ‚Sapiens‘

[3] Chimäre: Mischwesen der griechischen Mythologie