51. Wir sind eine mysteriöse Überraschung

 

BETENDER RUF

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die Unterbringungen, mit der anregenden Gemütlichkeit, dem Komfort, sind keine Absichten des Lebens. Es ist ein Erwerb der Besitztümer, eine Verhinderung der Ausdehnungen, Behinderungen gegenüber dem Neuartigen, ein stufenweiser Verlust des Zuhörens demgegenüber, was nicht dem entspricht, was der „Einquartiert“ hat.

Und wenn es dann so untergebracht und wohlhabend ist, erzeugt das Wesen sein… Mikrosystem und nur die Sicherheit der Erfolge und Eigentümer lässt es aufmerksam sein.

Es löst sich vom Universum, es vergisst die Schöpfung. Er fördert seine eigenen Glaubensideen, Gebräuche und Angewohnheiten…, die es wiederholt, um seine Befähigung zu zeigen.

Zweifellos ist das ein „Lebensstil“, der immer mehr verbreitet, immer sektiererischer, immer persönlickeitsbezogener ist…, den man nur schwer mit anderen teilen kann oder sektiererisch geteilt wird.

Gibt es in dieser komfortablen Unterkunft Platz dafür, um sich dem Unmöglichen gegenüber zu öffnen, gegenüber dem Kreativen, gegenüber dem Künstlerischen?

 

Gewiss wird es angesichts eines bequemen Gedankens, eines bequemen Gefühls und einer bequemen Handlung mit den relevanten Bequemlichkeiten schwierig, dass es da einen Raum für Unvorhergesehenes, Unerwartetes, Überraschendes geben könnte…, die Neugierde, jede Situation auszuarbeiten und zu rekonstruieren.

Das Schöpfer Mysterium ist unruhig. Es versteht nichts von Sicherheiten.

Aufgrund der Spuren, die wir in unserem alltäglichen Leben wahrnehmen können  –wenn wir die Augen öffnen wollen, die Ohren, die Nase, den Mund und die Haut(!) öffnen wollen- werden wir bemerken, dass dieses Schöpfer Mysterium nicht… nicht bequem ist, nicht stabil ist, nicht sicher ist. Keine der Qualitäten, die wir in Beschlag nehmen können, die wir kontrollieren und dominieren können, entsprechen dem Schöpfer Mysterium.

Wir können sagen: ungewöhnlich, unvorhergesehen, unerwartet, überraschend… Ja.

Aber wenn man nicht sehen will, weil man dazu neigt, nur das Eigene zu sehen und man nicht die Reperkussionen sieht, welche die Unterbringung, die Bequemlichkeit und die Sicherheit verursachen, ist es schwierig, sich mit Der Präsenz in Einklang zu bringen.

 

Der Wille, der Verstand und die Logik werden stark. Und auch wenn es eindeutig und offensichtlich ist, dass die Handlung von einem in allen widerhallt, darf man das selbstverständlich nicht unter dem Aspekt der Moral oder der Ethik der dominierenden Kultur sehen. Man muss einfach nur wissen, dass es sich auswirkt. Das ist offensichtlich und augenscheinlich, nicht? Das ist offensichtlich und eindeutig, nicht?

Wenn das Erdöl teurer wird, dann wird der Transport teurer und die Ware wird teurer.

Es überrascht manchmal, wie das Wesen aufgrund seines schrägen Freiheitssinns handelt und denkt, dass seine Taten keine Auswirkungen haben, oder zumindest ist es egal, wenn wie Auswirkungen haben!

 

Sie wirken sich aus. Für die einen ist es vorteilhaft, für andere nicht. Auf alle Fälle, wenn wir die Überlegungen des Wertes und der Moral und der Ethik wegnehmen  –welche Krusten des Zusammenlebens sind, die für eine kleine Umgebung gelegen kommen, die aber in der Schöpfung eng sind-, was wir dann sehen ist eine Interaktion, eine Reperkussion von Handlungen auf andere und eine Suche nach Gleichgewicht. Das ist es, was geschieht.

Es ist weder gut noch schlecht…!

Die Dualität der Bequemlichkeit liegt immer auf der Lauer.

„Und wenn ich das mache, dann wird das andere passieren. Also wäre es gut für mich, ist es nicht gut für mich, es wäre schlecht für den, für den anderen…”

Please! Also bitte!

Das Leben ist ein überraschendes Ereignis der Karambolagen, die wir nicht in der Lage sind, alle zu sehen –keineswegs-, aber wir können ein paar sehen.

Und wir sehen sie und… wir beurteilen sie nicht; wir applaudieren ihnen nicht. Sie können nicht mehr oder weniger gefallen, aber es gibt etwas über dem, was einem gefällt: die Liebe zu leben(!); die Liebe da zu sein und zu verstreichen, sich mit dem Lebendigen vereint zu fühlen, sich permanent zu bedanken, die „residierenden Ängste“ abzulegen.

 

Wir als Menschheit sind ein fliegendes Design im Denken und in der Vorstellungskraft.

Und auf dieser Basis sind wir mit dem Schöpfenden im Einklang.

Der Betende Sinn verleiht uns den Flug hin zu anderen Dimensionen, in denen die Schritte und die Spuren aufgehängt sind! Sie markieren nicht die Erde! Es bedeutet, mit dem Schöpfer Bewusstsein zu schweben. Es bedeutet, die Vorurteile und die Verurteilungen, die Strafen und den Mangel, die als unausweichlich gelebt werden abzulegen. Es bedeutet, dass man von der Idee ablässt, dass es notwendig ist zu Leiden… um später glauben, lernen und weitermachen zu können. Und wenn wir die leidende Phase vermeiden…?

Der Verstand und die Logik werden uns sagen, dass es unausweichlich ist. Aber die kreative Vorstellungskraft, der Betende Sinn erinnern uns daran, dass es kein zwingender Schritt ist zu leiden, sich schlecht zu behandeln, sich zu beschädigen, sich zu erholen, sich wieder herzustellen.

Im Prinzip sind wir ein sauberes Design(!), ein kreatives(!) Design…, das die ausreichenden Ressourcen hat, um im Leben künstlerisch entlangzugehen, ohne sich vorher dem Martyrium unterwerfen zu müssen, um zu lernen.

Aber klar, diese Idee wurde auf der Basis der Erschaffung der Mächte, der Schichten, der Aufstiegspyramiden erschaffen, die Blut, Schweiß und Tränen mit sich brachten, um zu dieser Position zu kommen und um offensichtlich das aufzustellen, dass kein anderer da hinkommen könnte, wenn er nicht diese Folter durchmacht!

Man verwechselte sozusagen „Vorbereitung, Entdeckung, Staunen, Wissen” mit Leid, Schmerz, Klage… Was das Wesen mehr und mehr irdisch werden ließ, mehr Sklave seiner Vorlieben, die bereits seit der frühen Kindheit domestiziert wurden.

 

 

SIE rufen uns betend, nicht um uns zu belästigen (span.: ‚incomodar‘), nicht, um uns unsere… Bequemlichkeiten (span.: ‚comodidades‘) wegzunehmen. SIE rufen uns betend, um uns darauf hinzuweisen, dass der untergebrachte Komfort ein resistentes Hindernis ist, das durch die Erziehung als persönlicher Erfolg aufgezwungen wurde und das legt das Zuhören, das Sehen, das Riechen, das Schmecken lahm… Der untergebrachte Komfort wird schwer, weil man sich seiner versichern muss. Und dafür muss man besitzen, muss man kämpfen, muss man widersprechen und… und aufhören, miteinander zu leben.

Ja. Weil das Zusammenleben dieses Abenteuer zu leben bedeutet, in dem wir austauschen, in dem wir begreifen, in dem wir assimilieren, in dem wir –die einen von den anderen- lernen…

Aber wenn die Positionen der persönlichen Forderungen und die der Bequemlichkeiten und des Komforts ihre Macht einfordern, dann wird das Zusammenleben un-möglich.

Und so streift jeder mit seinem Triumph umher! Und so sondert sich jeder … mit seiner Trophäe ab, indem er Bequemlichkeit, Position, Charakter, Sicherheit wiederhergestellt hat…

 

So, in diesen Positionen wird es schwer zu leben und man hält sich –klar- für einen kontinuierlichen und permanenten Erfolg und Kampf, wo es doch ein kontinuierliches solidarisches, kreatives und innovatives Zusammenleben sein sollte. Was für ein Unterschied!        

 

SIE rufen uns zum Beten, damit wir uns als Bestandteil des Mysteriums fühlen, damit wir uns als Kreative, Einfallsreiche und als Künstler des Windes entdecken… der mit seinem Klang die beste Melodie meißelt.

 

(6 Minuten der Stille)

 

Und das Verstreichen mit dem alltäglichen Wunschdenken… geht weiter.

„Wunschdenken”, ja, weil dieses alltägliche Tun der Gewohnheiten, der Aufbürdung, des Zwangs nicht das ist, was der Gebärde des Wesens entspricht.

SIE haben uns erfunden und wir wissen immer noch nicht, was für eine Kategorie an Erfindung wird sind. Komisch!

Und wenn wir unsere Erfindung entdecken würden –diese Erfindung, in der jeder einzelne anders ist als die anderen-, dann werden wir entdecken, dass wir uns alle gegenseitig brauchen, aber gleichzeitig auch, dass jeder einzelne eine ungewöhnliche Erfahrung ist. Und das jedes Wesen eine idealistische, neuartige Notwendigkeit ist …

Und wenn wir tiefer und tiefer in unserem Konstrukt graben … dann werden wir entdecken, dass wir wirklich eine mysteriöse Überraschung sind.

Ja, wir sind eine mysteriöse Überraschung.

 

Und in dem Maße, wie wir das einverleiben, werden der Lack und der erzieherische, kulturelle, gewohnheitsmäßige, Komfort porös… und wir werden andere Aromen wahrnehmen. Und wir werden Omen anderer Perspektiven machen. Wir werden aufhören, eine wandelnde Angst zu ein, die wegen ihrer Geschäftigkeit besorgt und verbohrt ist, und wir werden uns vielmehr einem Dasein und einem erfüllten, genussvollen Tun widmen und inspiriert sein, was uns die Befriedigung gibt weiterzumachen, in diesem gehissten Klima des Einfallsreichtums. Ein Dasein, das nicht den Kontakt mit der Spur verliert, sondern dass vielmehr Pfade und Wege aufzeigt, die man durchlaufen kann und wo man vom anderen lernen kann!

   

Es ist schon Bescheidenheit von Nöten. Und heute –in dieser Zeit- unweigerlich Bemühung. Aber die Bemühung ist keine Aufopferung, sie ist kein Schmerz. Sie ist Kraft (span.: ‚es-fuerzo‘); sie ist ein Beispiel der Kraft, die Erfinder als erfundene Wesen entdeckt…; als Karikaturen, die eine unglaubliche Geschichte bilden.

 

Ja, wir stellen eine unendliche Geschichte dar… die im Unendlichen wohnt…

Die sich durch das Unübertreffliche(!), das Beispiellose erhält!

 

AaaaAAAAAaaMMMenn

 

***