50. Angesichts der Angst, der Entmutigung und dem Gleichmut

 

BETENDER RUF

 

(6 Minuten der Stille)

 

Die Mutlosigkeit, die Angst und die Indifferenz treiben die allgemeinen Verhaltensweisen der Menschheit zum heutigen Datum.

Mutlosigkeit, weil man sich nicht in die Möglichkeit versetzt, sich zu realisieren, zu schaffen (arbeiten), zu reisen, zusammenzuleben …

Permanente Angst wegen der notwendigen Ressourcen, wegen der Bedrohungen der permanenten, erschöpfenden Nachrichten, wegen des anwachsenden und anwachsenden Misstrauens.

Und ein kleiner Bruchteil, der aber wächst, von Gleichmut. Ja, der weder die Mutlosigkeit noch die Furcht beschert, sondern der versucht, sich wie „vorher”, wie „vorher vor”… der Ankunft des Grauens ausübt.

 

In diesen drei Gezeiten, mit mehr oder weniger Auswirkungen, bewegt sich die Menschheit hin und her. Eine Menschheit, die –gewiss- gereizt, unruhig, unsicher und misstrauisch ist.

Und der Betende Ruf weist uns auf diese Situation unter der Indikation hin, andere Positionen anzunehmen, die… auch wenn sie ganz klein sind, auch wenn sie minimalistisch sind und anfänglich nur wenig produktiv, unter besonnenen Gefühlen, unter offensichtlichem „Erkennen“ und unter dem transzendentalen Einfluss des Schöpfer Mysteriums erblühen, und uns eine andere Perspektive geben.

 

Diese Gezeiten der Angst, der Mutlosigkeit, der Gleichgültigkeit, der Gleichgültigkeit… da fühlt man sich verwundbar.

Und es ist angebracht sich zu fragen: „Ist denn etwa das Leben des Wesens –so wie man es auffasst, wie man es lebt- etwa nicht höchst verwundbar?”

Wenn jeder einzelne nur mal die Umgebung anschaut, in der er sich bewegt, zwischen der Information, der Wirtschaft, der Ambition, dem Wunsch, der Possession, dem Gewinn, dem Schmerz… Ist das alles ausreichend, um unsere Verwundbarkeit zu zeigen?

Aber(!)… angesichts des Betenden Sinns, dieser verängstigten Mutlosigkeit und dieser Gleichgültigkeit ohne Lösungen, wenn wir uns erinnern… –ja, wir erinnern uns, aber ohne das Ausüben von: Unser Beistand ist der Name…. des Schöpfer Mysteriums…

Und wir könnten ohne viele Zweifel, oder besser gesagt, ohne Zweifel sagen, dass ein Beweis dafür, dass das unser Beistand ist, ganz genau das alltägliche Bewusstsein der Verwundbarkeit ist; dieses sich Entdecken in diesem unendlichen Universum und an einem Ort zu fühlen, von dem wir sagen könnten: „verloren“, aber zweifellos sind wir da! Und wir sind wegen unserer Fähigkeit da, wegen unserer Ressourcen, wegen unserer Mittel? Oder sind wir wegen eines liebevollen Beistandes der Vorsehung da, der uns bewahrt, der uns schützt, der uns hütet… und der uns dieser Offensichtlichkeit bewusst werden lässt?

Und dass schon –ja- in dem Maße, wie wir fühlen, dass unser Beistand der Name des Schöpfer Mysteriums ist, dass sich da die Verletzlichkeit auflöst, die Kraft erblüht, sich die Flexibilität entwickelt, das Unvorhergesehene und Notwendige auftauchen.

Nein, es ist keine einfache Aufgabe, es ist keine einfache Aufgabe zu übermitteln… Zuerst leben, es leben(!) es offensichtlich machen. Und es dann übermitteln an die, die sich im Wellengang befinden, in diesem hohen Seegang. Aber die Option, es von einem anbrechenden betenden Projekt aus zu machen, anders als die drei Splittergruppen, geht daran vorbei offensichtlich zu machen, dass das Leben eine ursprüngliche Stütze hat, die sich angesichts jedweder Umgebung ausübt. Das  zu wissen, es zu wissen…

In derselben Art und Weise zu wissen, dass unsere Umgebung kein Feind ist, obwohl sie in ihrer Ausübung des Leben durch unsere kontinuierlichen Übertretungen dieses Milieus für uns… schädlich wird.

Aber der Kampf des Wesens mit dem Milieu ist absolut steril.

Ja, weil es sich in permanenter Sterilität befinden müsste. Und das ist nicht möglich.

Aber zweifellos hat die Spezies diese Haltung als eine weitere Ausübung des Herrschenden, des Dominierenden angenommen. Und angesichts jedweder…               –angesichts „jedweder”- Schwierigkeit, wird als einzige Waffe die Gewalt ins Spiel gebracht. Und die verachtet dem Milieu gegenüber diese Anpassung, diese Flexibilität, diesen Dialog, dieses „Leben im Respekt”, diese Pflege des Lebendigen.

Konsequenterweise setzt sich das Lebendige, das durch das Schöpfer Mysterium inspiriert wird, durch. Und die Gewalt schlägt als Verteidigung fehl, wenn wir uns vor nichts verteidigen müssten. Das Leben hat sich zwischen unterschiedlichen Lebensformen in einer Symbiose von Diensten ergeben. Und dank der solidarischen Kompensation zwischen den einen und anderen Wesen, wird das Leben komplex und immer qualifizierter. Aber wenn eine Spezies –so wie die menschliche- Vorherrschaft und Herrschaft erlangt, dann feuert sie den Alarm ab, macht das Solidarische ungeschehen und die Diktatur des Gewalttätigsten führt an.

 

Deswegen ist es in diesem betenden Vorschlag notwendig, abgesehen davon, auf unsere uns innewohnende Natur der Anpassung zu vertrauen, dieses Verhalten des Angriffs, dieses Verhalten der Gewalt zu verändern.

Und mit diesem Bewusstsein unserer Qualifikation, und mit diesen Verhaltensvariablen angesichts der Umgebung, können wir anstreben, uns all dessen bewusst zu werden, dass sich alles dank des Schöpfer Mysteriums ergibt. All das müssen wir transzendieren.

Und dort ist es, wann wir entdecken –in diesen drei Facetten, die in Wirklichkeit eine ist(!)-, was „unser Beistand ist…”, aber um das übermittelbar zu machen, um das begreiflich zu machen, um es alltäglich lebbar zu machen, und um nützlich(!), -ein Nützlicher- angesichts der Entmutigten, angesichts der Ängstlichen, angesichts der Gleichgültigen zu sein, um in Bezug auf unsere Ressourcen „argumentieren“ zu können und in Bezug auf unser Dasein in dem Lebendigen.

Und damit uns das zum Bewusstsein von Universum bringt, zum Bewusstsein der Schöpfung, egal wie das Kriterium, das wir in diesem Fall anwenden müssen, auch sei. Aber schon zu wissen, dass wir… uns in permanenter Obhut befinden. Schon zu wissen, dass SIE die Konditionen erzeugt haben –fern unserer Kraft und unserer Fähigkeit-, damit sich der Terminus des Lebens in dem Magma dieses Universums, das sich beschleunigt, ereignet, das sich weit über den Wind und das Licht hinaus bewegt und bewegt.

 

Es wird mit immer mehr Sicherheit gesagt, dass ein Meteorit das Leben der gigantischen Saurier beendete, die auf unserem Planeten wohnten. Haben wir die Gewissheit, dass nicht etwas Ähnliches passieren und dem Leben auf diesem Planeten ein Ende setzen könnte? Keine! Keine Gewissheit! Keinerlei Kalkulation von Möglichkeiten kann uns „versichern, dass…“

Wenn wir das von unserem eigenen Wissen als Menschheit sagen, sind wir total unterworfen, verwundbar den Variablen des Universums ausgesetzt: in seiner Bewegung, in seinen Aktivitäten… Und auch wenn die Astrophysiker es sehr regeln wollen, indem sie uns garantieren, dass… „Na gut! Die bebenden Zeiten sind schon vorbei… und die Möglichkeiten von Situationen von damals sind minimal”, sind nur Kriterien von unwissender Macht, denn wenn wir uns anmaßen –ausgehend von dem Wissen des Menschen- dieses Schöpfer Universum zu erklären, dann verbleiben wir ohne Worte. Und das Einzige, was wir vorgreifen können, sind Theorien und Theorien, Hypothesen, Anregungen… sie alle begründet sind auf einem logischen Verstand. Auf einem Verstand, der spekulativ angepasst an das ist, was „wir wollen, dass es so sei“.

Und angesichts unserer Experimentation und unseres Systems zu kennen, manipulieren wir das Ereignis in seiner Interpretation, und wir geben ihm die fiktive Vision. Um ehrlich zu sein IST ES SO; auch wenn als beruhigende Worte… „wissenschaftliche” –in Anführungsstrichen- Erklärungen angenommen werden, die unsere planetarische Sicherheit rechtfertigen.

Aber… vielleicht, ohne so weit weg zu gehen, ist es relativ einfach zu sehen, dass die Verletzlichkeit des Wesens erstaunlich groß ist, vor allem wenn man sich nicht unter „dem Beistand von“ befindet. Und alle Wesen haben diese Momente des Erschreckens, des Schmerzes, des Unvorhergesehenen, des unerwarteten Ereignisses erlebt, die uns ohne Ressourcen lassen. Und angesichts dessen akzeptieren viele den einzige würdigen Ausweg: den Selbstmord. Eine erstaunlich selbstverherrlichende Eitelkeit.

Andere akzeptieren den permanenten Kampf untereinander und allem, was sie umgibt.

Aber das Verwundbare bleibt.

Aber wenn wir uns angesichts des Beistandes(!) befinden… dann sieht man, fühlt man und nimmt das, was geschieht, als einen Teil dieses Beistandes, als Ausdruck dieses Beistandes wahr. Und wenn wir uns so bewusst werden, dann ist das, dem wir gegenübertreten müssen, das, was wir leben müssen, letztendlich wird das eine würdige, begünstigende und überraschende Evolution haben.

Weil der Beistand des Schöpfer Mysteriums unergründlich ist, weil seine Einflüsse gütig sind, Weill, obwohl die Situation sehr schlimm wird, wenn 2Unser Beistand” bewusst gegenwärtig ist, dann wird die Lösung auftauchen. Dann wird sich die „natürliche” Form ereignen… das Notwendige, damit wir uns realisieren können (span. ‚para poder realizarnos’) –ohne Macht (span. ‚sin poder’)-, damit wir uns ohne das verwundbare Bewusstsein realisieren, ohne den Sinn der Zerbrechlichkeit und mit dem Sinn von „Mitteln“: Mittel zu sein, Vermittler der Schöpfer Botschaft.

 

Und so werden die angemessenen Worte auftauchen, das nötige Verhalten, die ehrliche Kommunikation, die geschützte Intimität, das großzügige Teilen und die Klarheit(!)… in den Beziehungen, in den Interpretationen.

Und so werden unsere eigenen Ressourcen anwachsen, mit adäquaten „adaptogenen”, mit notwendiger Flexibilität. So werden wir uns sicherlich in einer Beziehung mit der Umwelt wohltuend, respektvoll, bewundernswert(!) ausüben können!

 

Wir sollten diesen Beistand, diesen Beistand des Schöpfer Mysteriums anrufen… damit wir bewusst diese permanente und ewige Beziehung annehmen. Damit wir wirklich in uns das Schöpfer Ebenbild fühlen… und die Furcht wird verschwinden, die Entmutigung wird wieder mutig… und die Gleichgültigkeit wird kreativ, neuheitlich.

 

 

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