Vorsicht, Pflege

 

BETENDER SINN

 

(5:30 Minuten der Stille)

 

Der Wind erzählt uns von seiner Leidenschaft, davon, den Überfluss zu räumen, das, was nicht authentisch ist, davon, das Offensichtliche zu plündern… und daraus einen hervorragenden Gesang zu machen.

Ach! Wenn sich das Wesen zur Leidenschaft des Windes machen würde und sich somit so subtil machen würde, dass es sich nicht verteidigen müsste; so vibrierend, dass es ihm sein Dasein erlauben würde, sich auf den Weg zu machen; so unsichtbar… wie die Illusionen und die Fantasien.

 

Der Betende Sinn, Verbündeter jedweder Manifestation unserer Umgebung, sammelt den Sinn der Ereignisse auf, um uns Anregungen, Vorbilder, Benachrichtigungen, Warnungen zu geben... die unser Gehen, unser Kommen, unser Dasein orientieren.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Die Menschheit, konfus, findet sich in kontinuierlichen Dilemmata vor, mit ungenauen Entscheidungen, mit bedrückenden Nachrichten. Einige sind Information, andere sind… Kommentare der unendlichen Hedonismen.

Es scheint so, als ob jedes Wesen einen Thron fordern würde, eine Macht verlangen würde, einen Applaus beantragen würde…

Gleichzeitig –um die Verwirrung noch umfangreicher werden zu lassen-, äußern sich Gemeinschaften, Kommunionsgemeinschaften von Wesen, die sich in der Verzweiflung versammeln…, in dem aufrührerischen Schrei der Forderungen, so als wären sie Richter der Wahrheit.

 

Und so findet sich die Positionierung des Wesens in dieser Dualität der Forderung seines Individualismus oder der massiven Versammlung seiner gemeinschaftlichen Verblendung vor.

Die Solidarität drückt sich.

Die Ehrlichkeit… wo?

Die Mühsal wird… Ostentation.

Und das Leiden scheint sich wie eine „unvermeidbare” Berufung zu zeigen.

 

Das ist kein Panorama… der Kraft. Das ist vielmehr dantesk: von Ängsten und Hinweisen, von Verboten und –seinerseits- Erlaubnissen, die sich für größere Verwirrung in Einklang bringen.

 

Wo ist der Kurs…? Wenn doch alle die Richtung der Wetterfahne anzeigen wollen, und diese bewegt sich verzweifelt nach rechts, nach links, sie dreht zur einen Seite, jetzt zeigt sie in die andere…

Noch nicht einmal der Magnetismus des Sterns, der den Norden anregt, bleibt als Referenz stehen. Er ist einer mehr.

Alles wird „unzuverlässig”… so als würde man damit Gewinne suchen.

Ein Panorama, in dem… das sich bewegen Vorsicht (span. ‚cuidado‘) bedarf.

 

Und dort hat der Betende Sinn von heute Einfluss: Vorsicht (span. ‚cuidado‘[1]).

‚Cuidado‘ als Ausdruck von Pflege (span. ‚cuido‘)… in dem, was jedes Wesen, das seine Tugend ausübt fühlt.

Aufgepasst (span. ‚cuidado‘), im Verhältnis mit der Umgebung, mit seinesgleichen, den Respekt annehmend, ohne den fordernden Protagonismus.

Vorsicht (span. ‚cuidado‘)... in dem Hin und Her der Vorurteile, der tendenziösen Erfindungen.

 

Die Vorsicht (span. ‚cuidado‘) bringt Behutsamkeit mit sich…, regt Bedachtsamkeit an…

Und nichts davon nimmt ihr die Leidenschaft! Sie konzentriert sie vielmehr, sie lebt sie gemäß der Gelegenheit.

 

Die Kargheit wird zur Forderung, damit sich die Pflege (span. ‚el cuido‘) ausreichende zeigt.

 

Die Sorgfalt der Intimität, so wie… die eingesammelte Frucht des tugendhaften.

Kein Futter der Forderung zu sein, davon… sich dadurch auszuzeichnen, an den eigenen Verstand zu glauben, dergestalt, dass es die anderen aufhebt.

Sich auszeichnen durch den Ungehorsam und oder die Geringschätzung! Ach…! Diese Geringschätzung, die sich nicht ausdrückt, die obendrein nach Tugend verlangt, weil sie nicht stört, wenn es das ist, was am meisten stört: die Nachlässigkeit, die Geringschätzung. Sich weder zum Teilnehmer noch partizipativ zu machen. Fast um zu verstehen zu geben, dass das, was die anderen machen dumm, unnütz, schwachsinnig ist.

Gibt es eine größere Arroganz…? Die, die in Schüchternheit verborgen ist; nur an jenem teilnehmend, was angenehm für ihn, den Nachlässigen, ist; für den, der einfach protestiert.

Es ist so schwer(!)... in einem Fühlen zu verwachsen –„so schwer(!)”-, wenn doch nur eine Verzierung genug wäre oder… ein Zeichen der Teilhabe. Aber nein. Es kommt der insolvente Elitismus heraus, aber klagend, der Nachlässigkeit…, der es nicht erlaubt, das Bild zu kulminieren.

 

Mit was für einer Lust(!)… mit was für einer Lust beharrt der Wind Stur darauf, seine Lyrik zu zeigen! Und die Frage der Pflege (span. ‚cuido‘) war: „Mit wieviel Lust übernehmen gehen Sie, Sie oder Sie, oder Sie, oder Sie, oder Sie… Ihre Anwesenheit,  Ihre Handlung, Ihre Teilhabe?”

Man glaubt sich mit allen Rechten, mit allen Privilegien, aber die anderen sollen Lust haben, um so… klar(!), der „gesehene“ Aussichtspunkt zu sein, der das letzte Wort hat; das sich nicht impliziert… ausgenommen wenn es sich dazu angetrieben sieht.

Pflege (span. ‚cuidado‘).

Diese unsolidarische Nachlässigkeit, diese „Abseits” im gemeinschaftlichen Leben sind –zumindest- unangemessen.

 

Vorsicht (span. ‚cuidado‘) mit dem betreuen (span. ‚cuido‘)…! Auf das es sich nicht vernachlässigt (span. ‚decuide‘)…, auf dass sich jedes Wesen nicht vernachlässigt, denkend, dass es bereits alles gewonnen hat und es das verdient hat! Und trotzdem protestiert es und ist fordernd.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Die Lust dazu teilzuhaben wird gezackt und unwillig…, weil man nur ‚halb-aufpasst (span. ‚semi-cuida‘).

Sie haben –sagen sie- weder Zeit noch Gelegenheit, sich um etwas zu kümmern (span. ‚cuidar de‘)…, was nicht das Eigene ist.

                                                                                        

In dem Maße, wie man die Umgebung pflegt, in dem Maße, wie jeder Einzelne das pflegt, was ihm fremd ist, in diesem Maße empfängt er Pflege (span. ‚cuidados‘). Nicht als Bezahlung oder als Kompensation, nein…, sondern dass sich die Pflege (span. ‚cuido‘) gegenüber dem „nicht Eigenen”… als Befriedigung auswirkt, weil man es macht. Und diese Befriedigung wird zur eigenen Pflege (span. ‚cuido propio‘)…, um Lust zu erzeugen, teilzuhaben, zu kollaborieren, zu helfen…

 

(4 Min. der Stille)

 

Für jedes Wesen muss… muss die Pflege, die ihm das Leben alltäglich anbietet, offensichtlich sein. Sein Bewusstsein wird es niemals schaffen, ausreichend zu danken.

Und das ist eine Motivation des Betenden Sinns, damit sich die Lust, damit sich Funken(!)… der solidarischen Teilhabe entwickeln. Und damit wir Teilhabende des Projektes einer Menschheit sind, die sich erneuert, sich in ihrer Sehnsucht zu leben bekräftigt. Und sich vor dem Unsinn in Acht nimmt (span. ‚se cuida de‘), der das permanente Unglück ankündigt. Und sie  nimmt sich auf der Grundlage in Acht (span. ‚se cuida de‘), weil sie um die Gnade (span. ‚la gracia’) und die Gunst (span. ‚las gracias’)weiß, die sie empfängt, für die sie lebt.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Der Betende Sinn ruft uns mit der alliierten Probe des Windes, Zeugnis ablegende Zeugen eines Tuns zu sein, dass das Außergewöhnliche sucht, das in die Fantasie eintritt, um durch das Kreative, durch die Suche des „Enthusiasmus“ eine Schöpferwiderspiegelung…  zu werden…, die in sich selbst jedwede Situation erwartet.

Es ist keine Zeit für Lauheit. Noch weniger für Verheimlichung.

Der persönliche Ostrazismus unter der Rechtfertigung, dass es… –ach(!)- weder die Dinge sind, noch dass die Dinge gemacht werden, wie jeder einzelne denkt, dass es sie geben muss oder wie sie sein müssen, darf kein Gewicht haben, um diese Bewegung… hin zu einer Spirale, die kontinuierlich in derselben Person erscheint und aus der sie nicht in der Lage ist herauszugehen… zu erhalten.

Er hat seine Pflege (span. ‚cuidado‘) übertrieben –seine Pflege (span. ‚cuidado‘)-, um für sich selbst das Angemessenste zu erreichen und zu schaffen.

 

Es ist nicht von der Vorhersehung bestimmt, sich so zurückhaltend zu zeigen. Die Scheu hat sehr wohl einen Punkt der Anziehung, der Teilhabe…, denn in dieser unentschiedenen Kühnheit nimmt man die Lust, um Hilfe zu bitten, wahr…, um um Kraft zu ersuchen(!)… –so wie der Wind, der nicht müde wird, die Abenteuer zu verkünden.

 

Das Ewige in dieser Zeit, in diesem Moment der Menschheit fordert von uns… die Pflege (span. ‚cuido‘, weil wir anerkennen, dass wir Erben einer Schöpfung sind; die Pflege (span. ‚cuido‘) nach… dem Respekt und der Bewunderung; die Pflege (span. ‚cuido‘) wegen der Lust teilzuhaben… und sich angesichts der Verfolgung, angesichts der Verschlimmerung, angesichts der Verfolgung, in der sich der Strudel der Gewalt in diesen Zeit der Menschheit bewegt, zum Komplizen anderer Dimensionen zu machen!.

Mehr als in anderen Momenten bedarf es der Flinkheit, der Leidenschaft, der Überzeugung, der Pflege (span. ‚cuidado‘) der Tugend, des ehrlichen Vorschlags… und der solidarischen Teilhabe in dem Kreativen.

Und das muss man heutzutage nehmen(!) wie eine… Gesundheitsübung; eine Gesundheitsübung, die diese Pflege (span. ‚cuidado‘) erlaubt. Es handelt sich nicht um eine vorübergehende Überlegung! Es handelt sich um eine dringend notwendige, permanente Entscheidung.

 

Es ist der Kurs, der eine Möglichkeit hin zu einer Menschheit sein kann, die uns noch streift und die diese spirituelle Revolution noch zu erledigen hat, die eine… Beseeltheit der permanenten Liebe mit sich bringt; die eine Treue dem Offenbarten gegenüber mit sich bringt und einen Glauben mit einem Vertrauen ohne „ABER”!

 

Mit dem notwendigen Bewusstsein, dass man das Erbarmen des Ewigen benötigt.

 

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[1] Das Wort ‚cuidado‘ hat noch weitere folgende Bedeutungen: ‚Sorgfalt, Vorsicht, Achtung, Pflege.“ Im weiteren Textverlauf setzt die Übersetzung die jeweiligen Worte dem Zusammenhang entsprechend ein.