45.22 Indem man liebt, befindet man sich in Übereinstimmung

 

BETENDER RUF

 

(4 Minuten der Stille)

 

Und SIE rufen uns zum Beten… mit dem Glauben –ja, mit dem Glauben-, den das Schöpfer Mysterium über dem Leben verschwendet.

SIE rufen uns zum Beten, damit sich unsere Bewusstseinszustände als Universum, die sie sind, erweitern, und damit sie nicht im Groll hegen, in Erinnerungen … oder in Erfolgen und Misserfolgen stocken.

SIE rufen uns zum Beten, damit wir uns bewusst werden, dass dieser Glaube vom Schöpfer Mysterium zum Leben hin durch die Liebe, dadurch zu lieben ausgedrückt wird… Und dass in diesem Prozess unsere Zusammensetzung eine Komposition, eine Poesie, eine Vorstellungskraft… des Glaubens an die Liebe ist. Ein spezielles Entgegenkommen dieses Schöpfer Mysteriums.

SIE rufen uns zum Beten… mit der Idee, dass uns unser Bewusstsein informiert und uns und in Bezug auf unsere Umgebung, unsere Fähigkeiten formt, in Bezug auf das, was wir empfangen, in Bezug auf das, „wozu wir bereit sind“.

SIE rufen uns zum Beten, um unsere Verfügbarkeit zu testen.

 

SIE rufen uns zum Beten…(!)..., weil es einen Plan gibt –innerhalb des Bewusstseins des menschlichen Wissens- gibt es einen Plan der Universen, der über uns schwebt. Ein Plan, in dem wir uns befinden. Und auch wenn wir nichts von ihm wissen, rufen SIE uns zum Beten, um uns zu sagen, dass es ihn gibt, dass er da ist,er ist da,auch wenn wir es nicht wissen, auch wenn wir ihn nicht kennen. Aber wir wissen sehr wohl, dass SIE uns… fördern, dass SIE uns die Zufälle geben, dass SIE uns die Inspirationen verschaffen.

Und wenn wir sagen „ein Plan”…, dann bedeutet das ein unendliches Projekt zu leben.

 

Aber die Menschheit ist dermaßen durch ihre Begrenzungen, durch ihre Konditionen, Verbote, Permissivitäten, Kontrollen eingeschränkt…, dass man ihren Idealen, Projekten, Fantasien und Vorstellungskräften eine Schranke gesetzt hat.

 

SIE rufen uns zum Beten, damit wir Zeugnisse, Beispiele sind –bescheiden, aber Beispiele-… von der Lebensqualität. Ausgedrückte Qualität unserer Disposition, unseres Dienens, unserer Freundlichkeit, unserer Kollaboration, unseres Humors… und unseres Ausdrucks der Liebe gegenüber allem Realisierten.

 

SIE rufen uns zum Beten, damit wir uns bei jedem Tagesanbruch bewusst sind, dass sich ein Wachzustand der Überraschungen, der Neuheiten annähert. Überraschungen und Neuheiten, die nicht auffallen können. Aber wenn wir wissen, dass SIE uns hinweisen, machen wir uns bereit, sie zu entdecken… im Blick einer Blume, im Klang eines Schritts, in der Zufälligkeit eines Strauchelns.

 

SIE rufen uns zum Beten, damit wir unser Votum renovieren, unsere Fähigkeiten zu entwickeln. Weil sich darin unsere Persönlichkeit befindet, unsere Einheit, unsere Einzigartigkeit, unsere Außergewöhnlichkeit und unsere außerordentliche Position.

 

SIE rufen uns zum Beten, damit uns dieses Gebet in die Korrektur versetzt, in das Verhalten, sich zu überdenken, über sich nachzudenken, sich wiederherzustellen… hin zu den Projekten, die sich jetzt andeuten müssen.

Projekte, die angefangen bei den kleinen Zufälligkeiten, bis hin zu großen und fantasievollen Gedanken gehen.

Wir sind dem Blasebalg eines Akkordeons ähnlich, das, wenn es sich öffnet oder schließt, den Hauch aushaucht, der mit der Tastatur einen Klang aussendet: angefangen bei dem größten in Expansion bis hin zum Klang, der in der Kontraktion erlischt. Ein Ballon des Lebenshauchs, der klingt.

SIE rufen uns zum Beten, damit wir unseren Klang entdecken.

Ja „am Anfang war Licht und Klang”, das Licht blendet uns, aber der Klang ist uns näher. Welches ist mein Klang? Wie klinge ich…? Welche Klänge nehme ich von anderen wahr? Welches ist der stille Klang der Pflanze… oder der Wolke?

 

Ja, der Betende Sinn bringt uns zu Räumen und Wahrnehmungen, die im Prinzip erscheinen, als könnte man sie weder anwenden noch realisieren. Vergiss es! Das Bezeichnende ist, es zu fühlen, dieses Projekt, diese Idee, dieses Detail wahrzunehmen. Später wird man dem dann schon ‚einen Körper geben‘… und es wird in einer Geste, in einem Wort oder in einem Verhalten des Respekts eingedruckt.

 

SIE rufen uns und rufen uns. Und in unserer Struktur identifizieren wir das Bewusstsein wie das, das uns alltäglich an das „noch zu Erledigende“ erinnert. Das uns alltäglich an „das Vergessene” erinnert, an das selektiv Abgelegte.

Dieser Betende Ruf, der an unsere Tür des Bewusstseins klopft.

Und wenn ER ruft und wir die Tür öffnen, dann scheint es, als ob niemand da wäre. Und ganz sicher ist es nicht „jemand“. Es… ist die Sanftheit des Kristallinen, es ist das Liebenswürdige, es ist das Saubere, es ist das, was einhüllt, um zu schützen, ohne sich zu verteidigen und ohne anzugreifen.

Wenn sich die Tür öffnet, tritt ein Hauch der Frische ein, ein Hauch des Enthusiasmus, ein Hauch des Vertrauens hin zu unserer Position. Das, was eintritt ist etwas, was an jeden einzelnen von uns glaubt.

Dieser anfängliche Glaube, dieses Vertrauen.

Und jedes Mal, wenn wir die Tür zum Betenden Ruf öffnen, dann fördert uns, zieht uns, trägt uns ein subtiler, aber offensichtlicher Enthusiasmus der Hoffnung hin zu diesem Unmöglichen, welche sich die Wesen markieren. Und mit diesem hoffnungsvollen Glauben zeigt ER uns, dass unser Hauch…. unser heilender, kreativer Hauch unbegrenzt ist. ER verleiht uns ein subtiles und rigoroses Bewusstsein einer immer gegenwärtigen Möglichkeit; einer Möglichkeit, die Grenzen auflöst, die Artikel und… diese Wahrheiten, die zu begrenzten und begrenzenden Verfechtern werden, überhört.

 

SIE rufen uns zum Beten, um und erneut daran zu erinnern, dass „ein Wort genügt, ‚um‘…”. Und auch, um uns zu sagen: „Dein Glaube hat Dich ge…”

Ja, so: stoßweise. Um diesen Raum der Leere zu lassen, und damit wir uns weder aneignen noch in die Versuchung verfallen zu sagen, dass diese Früchte unsere sind.

 

Die Früchte des Glaubens und der Worte… gehören uns nicht. Aber SIE haben uns das Privileg gegeben, Vermittler von ihnen zu sein.

Wir sind nicht die Frucht, aber wir können sie genießen. Wir können sie essen. Wir können sie fühlen.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Und infolgedessen mit unserer Kleinheit, unserer Unendlichkeit… befinden wir uns in der Frequenz zu zeigen und uns in unseren Beiträgen auf der Basis dieser „Gaben“ zu zeigen … dieser Gaben der Lieben, mit denen SIE uns gesalbt haben.

ER lässt uns sehen, dass wir Träger von Freundlichkeiten (span.: ‚bondades‘)[1] sind, ohne Lohn!

Und aufgrund dieser „Gewandtheit” geben sich die Freundlichkeiten… und sie werden fruchtbar.

 

(5 Minuten der Stille)

 

Wir befinden uns in einem Transit des Lebens, in dem man die Notwendigkeit des transparenten und bewussten Beitrags wahrnimmt, dessen das Bedürftige bedarf.

Wir befinden uns in der Position in dem Zerrütteten zu vermitteln.

Aus der Freundlichkeit eine Ansprache des Respekts zu machen…, die uns erlaubt zu hören und einander zu horchen.

 

Der Schmerz der Spezies fleht nach einem mitfühlenden, großzügigen, bereiten, respektvollen Mittel. Dieses Mittel, das sich in der Anwesenheit, im Wort, in der Substanz inkarniert.

Aber sich aufgrund des Ausdrucks unserer Realisierung als Mittel des Trostes, des Glaubens und der Hoffnung zu fühlen ist etwas, was jetzt mit Kraft pochen muss!

Etwas, was die Apathie, die Unverschämtheit, die Geringschätzung, mit der man das Leben führt, schlägt. Weil gleichzeitig, wie sie sich so verhält, verlangt sie, bittet sie (die Spezies) um Luft…, damit der Wind das Bittgesuch mitnimmt, damit das Heilmittel auftaucht.

 

Wir sind Heilmittel. Das dürfen Sie nie vergessen.

Wir sollten nicht in anderen Vermittlungen die wirkliche Vermittlung suchen, die man selbst ist.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Wir sind Mittel, Aufschläge, Lager, Bewässerungen und Anmut… der Befreiungen. Befreiungen, die bewusst mit sich bringen, sich als ein geschöpftes, geliebtes und erhaltendes Universum zu fühlen.

„Geschöpftes, geliebtes und erhaltenes Universum.”

 

Geliebt befindet man sich in Übereinstimmung. In Übereinstimmung renoviert man sich permanent. Und so sind wir Abgestimmte auf das Schöpfer Mysterium, welches sich hin zu uns ausschüttet und andere hin zu uns…

 

Das Imaginäre…, das uns ausdenkt, ist notwendig, welche uns die Magie verleiht das zu sehen, was man nicht sieht, zu riechen, was man nicht riecht, zu horchen, was man nicht horcht, zu schmecken, was man nicht schmeckt, zu berühren, was uns immer streichelt.

 

 

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[1] ‚Bondad‘, kann auch mit Güte, Tugendhaftigkeit, Freundlichkeit übersetzt werden.