44.22 Der Betende Ruf fordert uns zur Transzendenz auf

 

BETENDER RUF

 

(4:30 Minuten der Stille)

 

In dem Schwindel des Ereignisses verwandelt sich die Unmittelbarkeit in Pein der Entscheidungen, der Antworten, der Verhaltensweisen…, welche den Einklang mit dem Transzendenten verliert, die die Wahrnehmung der Zukunft verliert; welche sich einzig an das unmittelbare Gutachten kleben und Optionen, Möglichkeiten schließen.

Der Betende Ruf weist uns auf die Notwendigkeit des Horchens hin, der Wahrnehmung der Optionen, was das Alltägliche anbietet… und es zu verstehen, die Universalität zu entdecken.

Der Personalismus wird immer stärker. Die Radikalismen überschlagen sich. Und so ist es, dass das Zusammenleben Herausforderungen aufstellt, bei denen… auch wenn -auch wenn- sie lösbar sind, das menschliche Denken weiterhin denkt –im wahrsten Sinne des Wortes-, dass diese oder jede Schwierigkeit existiert, und man fühlt sich unfähig, die Lösung anzunehmen.

 

Es scheint, als ob es einfacher wäre in dem gerechtigkeitsliebenden Radikalismus zu verbleiben. Es hat bereits genug davon gegeben…! Es gibt sogar noch genug davon!

Aber es scheint, dass die Situationen, die sich erzeugen –von jedwedem Naturell- gesellschaftlich gesprochen, für eine… Aggression gehalten werden.

Und es taucht dieses Kriterium auf von: „Jeder Einzelne das seine verteidigen.”

Es ist der unwissendste der Sinnsprüche. In dem Moment, wenn man ihn sagt, schließt man bereits den Rest der Reste aller aus und man verwandelt sich in einen prädominanten Egozentriker.

Das ist fast wie das Vorrücken der menschlichen Zivilisation, ohne Rücksichtnahme…

Und auch wenn er (der Mensch) die Lösung des Konflikts vor der Nase hat, macht er blind in dem Konflikt weiter. Und weder sieht er und noch viel weniger nimmt er an der Lösung teil.

 

Was von unseren Bewusstseinszuständen abweicht… wird nicht als ein Angriff dargestellt. Und das geschieht, wenn es eine „Prävalenz“ gibt: jeder einzelne fühlt sich dominierend gegenüber jedweder anderen Option, welche nicht seine ist.

 

In diesem Status entwickelt sich eine Klage und eine… permanente Kritik! Wie auch immer der Vorschlag sein mag.

Das ist nicht die Behandlung, die das Leben vom Schöpfer Mysterium empfängt.

Schon die Erfahrung zu leben selbst, bringt… einen Zustand der Unendlichkeit, der Befreiung, des „Wunders“ mit sich.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die Luft ist großzügig und diskutiert nicht, wenn sie sich in unserer inspirierten Präsenz anbietet.

Sie ist gütige Nahrung, wenn sie unsere Ermüdung wiederherstellt, unseren Drang.

Und das Zusammenleben müsste wohlwollend, Kommunikation sein… als Teil dieser Notwendigkeit der Kommunion.

 

Die menschliche Gemeinschaft lebt in einer permanenten Unzufriedenheit, Unstimmigkeit, Rivalität, von Unangemessenheiten.

Die Achse der Entwicklung hat sich in der Vorherrschaft eines jedes Wesens zentriert und nicht… und nicht in dem Zusammenleben der Erweiterung der Bewusstseinszustände. Und noch weniger in dem Bewusstsein der Referenz „der Vorsehung“.

Der Betende Ruf ruft uns dazu auf, dass wir uns „vorsehungsmäßig“ machen, dazu, unseren Druck zu verringern… der durch die Ansprüche dieses Lebensstils des Zusammenlebens erzeugt wird.

 

Die Position des Machtbewusstseins auf allen Ebenen…(!) stellt eine konstante Herausforderung dieser permanenten Vorsehung dar, die uns mit Ressourcen, mit Anregungen versieht…

Aber es stimmt, dass man als Menschheit eine Position –in Anführungsstrichen der „Solvenz”, der Selbstverwaltung erreicht hat…, welche verhindert, sie verhindert die subtilen Einflüsse wahrzunehmen, die uns permanent verzieren.

Der Betende Ruf verlangt -da wir Leben sind- nach unserer Bindung mit der Schöpfung,

Und jedes Mal, wenn wir mit Radikalismus handeln, mit Autoritarismus, mit ultimativen Positionen…, dann heben wir unsere Referenz auf, unsere authentische Referenz, uns in einem Schöpfer Mysterium platziert zu fühlen.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Man zeigt uns im alltäglichen Ereignis den erwähnten Dualismus im Optimismus und im Pessimismus.

Der Optimist, der Gründe für die Entwicklung, des Vorankommens und des Erfolgs findet.

Und der Pessimist, der im Verschleiß debattiert.

Das Makellose hat er abgelegt.

Und zwischen diesen beiden Positionen, zwischen diesem Dualismus, fordert der Betende Ruf von uns den Transzendentalismus. Ja, diese Position, in der „das Positive” und „das Negative” nicht zählen, sondern wo das zählt „was transzendiert”, welches die Erfahrung ist, zu wissen, dass wir in der Lage sind –wegen der Vorsehung- ein einzigartiges Ereignis zu sein!

„Ein einzigartiges Ereignis zu sein.” Aber bewusst, dass sich diese Einzigartigkeit mit allem verschmilzt und…, dass sie ein Ausdruck des Schöpfer Mysteriums ist. Es gibt keine Abhängigkeiten. Die kontinuierliche Kritik und die nahe bevorstehende Verzweiflung sind nicht notwendig.

Es ist die Suche der Transzendenz im Tun, dass wir uns mit dem Leben wie eine einzigartige Erfahrung verbunden fühlen und so machen wir jeden einzelnen Augenblick einzigartig.

Und die Fähigkeit der Verwandlung zu haben und zu erzeugen, das Beschädigte, das Verdorbene, das Irrige, in etwas Wiederherstellbares, etwas „Erlöstes“. Umzuwandeln.

 

Im Magma des Lebens und ganz konkret der Menschheit, ist zu erlösen heutzutage eine Notwendigkeit. Und immer war es das(!), aber heute scheint es notwendiger zu sein. Sie (die Erlösung) scheint im Katalog der Worte angesichts jedweder Art von Problematik nicht eingeschlossen zu sein. Nein.

Aber der Betende muss sich dessen bewusstwerden und aus dem Schaden, der Beschädigung, dem kritischen, der Verzweiflung, eine Umstellung machen, eine unausweichliche Erlösung.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Der Vogel seufzt vor seinem Gesang in Stille.

Der Mensch… atmet ein… atmet ein und erwartet das Zurückgehaltene, bevor er seine Worte ausdrückt.

Und so wird der Irrtum in dem sich Zeigen nicht betrachtet, die Kritik ist nicht notwendig und es ist möglich zu atmen…

Zu atmen mit Sehnsucht zu fliegen. Zu atmen mit Federn, die sich den Hof machen, ohne zu straucheln.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Es ist notwendig, die Verzierung zu erzeugen. Ja, diese Verzierung, die für gewöhnlich der Dichter ins Spiel bringt. Diese Verzierung, die uns erlaubt, die Härte, die Rigorosität der Auffassungen verdampfen zu lassen.

In dem Maße wie wir in der Lage sind, ein Ereignis zu verzieren, wird dieses fließender, attraktiver, ermöglichender.

Die Suche von Leistungen und von Resultaten raubt dem Tun die Schönheit der Verzierung. Sie versetzt unseren Alltag in eine Leistung, der es an Hauch mangelt, an Schönheit der Verzierung, an diesem Augenblick der Stille, diesem Moment des Lächelns… oder dieses Wortes der Erleichterung.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Die Vorzeichen des Lebens sind immer vielversprechend.

Die Interpretation von ihm –dem Leben- [1]ist permanent… zurückfordern, anspruchsvoll, klagend. Und so ist es, wie sich die Tugend zu leben auflöst und durch einen Ertrag ersetzt wird… der den Verstand verarmen lässt und das Wesen von dem Transzendenten löst.

 

Amen

 

 

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[1] Lit. “permanentemente son… reivindicativos, exigentes, demandantes.”