Man muss einen Impuls des Hauchs der anderen Dimension entwickeln

 

BETENDER RUF

 

(8 Minuten der Stille)                      

 

Voreilig, so als ob man Erleichterung suchte, verläuft diese neue –neue(?)-…  Zeit des Jahrhunderts, dieses zweite Jahrzehnt. Und die Unruhe wird sichtbar… in ihrer Hast, in allen Räumen, in denen das Wesen der Menschheit wohnt, so… so als würde es fliehen, als würde es fürchten.

Ein unbefriedigendes Verhalten, dass in der globalisierten Menschheit zum Schwindelgefühl… wird.

Der betende Sinn weist uns auf diese Wirbelposition hin… die kommt und kommt und in der wir uns in irgendeiner Art und Weise disponieren müssen, um nicht aufgewickelt und zum besten zerstörerischen, argwöhnischsten und insolventesten Angebot zu starten.

 

Es handelt sich um einen Bewusstseinszustand, den man in jeder Nachricht, in jeder Manifestation wahrnimmt... Und von Ausnahmen abgesehen, vertieft sich die Unzufriedenheit im egozentrischen Sinn des Individuums, weil es nicht das hat, erreicht oder konserviert, was es glaubt, was ihm gehört, was ihm eigen ist.

So zeigt sich ein Rhythmus und eine Karenz der Kommunion…

Dieser Krieg der Meinungen… wird tief, unzufrieden, zweifelhaft und misstrauisch.

 

Und der Betende Sinn weist uns darauf hin, dass sich das Wesen in diesen Konditionen in sich selbst abgesondert hat, sich in seiner Verzweiflung versammelt, sich an den aufgestellten Unbeweglichkeiten  festhält und seine Kreativität zurückweist.

 

Das Gebet zeigt uns ein wohlgefälliges, vertrauensvolles Leben –vertrauensvoll in das Unsichtbare, in das Unberührbare, in das Verliebte-, das aus dem Wesen ein Schutzschild macht, damit  es sich nicht durch das menschliche Vertrauen, durch die  Antworten der anderen leiten lässt, sondern damit es sich durch das leiten lässt…, was geliebt wird, was akzeptiert wird, was angenommen wird, durch das, was aus ihm Gütiges herauskommt.

 

Wenn man der kontinuierlichen Unzufriedenheit, der zukünftigen Bedrohung, dem leichten Radikalismus Platz verschafft, die sich weigern zu evolutionieren, sich zu ändern, zu experimentieren, zu renovieren, zu entdecken…(!)

Ja, diejenigen, die es vorziehen, einen Vogel in der Hand zu haben, als hundert fliegen zu sehen.

Diese Welt, die nach der Possession der Fußfesseln, der Ordnung strebt, damit „die Prinzipien(!)” –welche Prinzipien…(?)- der Gewalt, des Zwangs, der Knebel, der Korruption wie Grabsteinplatten aufgestellt werden…

Das ist es nicht, was das Gebet verkündet.

Das Leben ist kein Kanonenfutter… das nach Pulver und nach verbrannt riecht, das eingefleischte Unzufriedenheit voraussagt.

Diese globalisierte Trama der Verzweiflung ist so penetrant, dass sie… in den Ecken jedweden Zweifels sucht und sucht, um das Abfeuern herzustellen, um sich das Bissige anzumaßen, das zerstört.

Ja! Es kann übertrieben erscheinen, aber… wie viele gute Nachrichten erhält man im Alltag? Wie viele flüsternde Nachrichten des Danks, des Genusses(!) hört man?

Ja, wie viele Gerüchte von genussvollem Meinungen Klatsch, von stillem Applaus… machen in unserem Leben die Runde? Gibt es viele? Oder gibt es vielmehr diese permanente Klage der… Unzufriedenheit, die immer die Vergangenheit vermisst und die die Justiz für gut heißt, die man uns vorangegangen ist, die man uns geschickt hat, die uns verstümmelt(!) hat, die uns bestraft hat. Und so als ob es die beste Lehre wäre, wird sie wie eine Nostalgie der Sicherheit  konserviert.

Es scheint so… und vielleicht „scheint” es nicht nur so, sondern dass sich das Wesen nicht traut zu schwimmen, es sich nicht traut zu fliegen!

Die Angst ging so sehr in Fleisch und Blut über, die Abstammung wurde so tief, so sehr Sklavin(!)... dass sie in das Vertrauen hatte und Vertrauen hatte, was fesselte(!), was Druck ausübte, in das, was verbot!

Und wenn… wenn der Hauch des Windes auftauchte, der säuselte und sagte und der einlud mit dem Wind zu gehen…, zog sich das Wesen zurück, ziehen sich die Wesen zurück, sie verschanzen sich in der verschlossenen Sicherheit(!): die, die keine Auswege hat und die nichts sichert.

 

Die Menschheit rückt in der Verzweiflung vor. Und jedes Wesen befindet sich in diesem Strudel. Und um aus diesem zerstörerischen „Erledigt sein“ herauszukommen(!), muss man einen Impuls… einer anderen Dimension des Hauchs erzeugen. Einen Impuls des Entkommens hin zu würdigen Befreiung, nicht der Flucht zur Zerstörung.

Ein Hauch, der in eine andere Dimension vertraut. Der weiß, dass er sich in dieser (Dimension) befindet, aber… in einer anderen lebt.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Bald, in der Wache des Lichts…, die bereits lauert, schwingen die Motive, die Gründe der Blicke, der Vergnügen, der Proteste, der Treffer, der des Glücks und des Unglücks(!)... eines sehr ähnlichen Tages zu dem, den man verbracht hat, aber der da ist.

Und all das… entführt(!), wenn sich dieser Hauch des Auswegs nicht in Gang setzt, dieser Hauch des Entkommens, diese Flucht hin zu einer anderen Dimension.

Dieses Licht, dass sich nähert… um dem Wachzustand Klarheit zu verschaffen, heute(!)... –und so ist das Betende exemplarisch- heute ist es anders!

Das erlaubt uns, Mut zu fassen, es erlaubt uns, aufeinander zu vertrauen(!), das gibt uns die Kräfte, um Ketten der Herkunft, der Glaubensvorstellungen, der Schwüre … und übriges aufzulösen…! –„und übriges (span. ‚demás‘) im Übermaß-… radikale Haltungen.

Heute(!) –ja, ohne dass es ein festes Datum wäre, sondern dass es alle Tage sind-zu kontemplieren, was man fühlt, das unterscheiden zu können, was übrig ist(!), in das eintreten zu können, was uns liebt, was wir lieben(!), sich in dem idealisierten zu begeistern: in den Vögeln, in den Hunderten von fliegenden Vögeln.

So ist es möglich, dass ein Tag verfliegt. Aber wenn man den Vogel mit der Hand festhält, dann bleiben beide auf der Erde. Die Federn haben ihm nichts genützt. Die Hände haben ihm nichts genützt. Sie werden Friedhofsgras sein!

Und wenn die betende Mahnung heute sagt –denn es ist Gewohnheit der Sklaverei, die, des Bindeglieds, es auf später zu verschieben, „Morgen werde ich sehen”…-:„so als würde das Morgen von der Kraft, der Macht dessen abhängen, der es sagt!”

Währenddessen verläuft das Heute… das Heute angesichts der Schädigung des Gewöhnlichen, indem es den Sklaven, seine Abstammung, seinen Gehorsam,  sein  Urteil, das verdorben ist, seine Strafe und seine Last für gut erklärt.

Ja. Und als guter Sklave begreift und versteht er seinen Herrn…! Und er (der Herr) ist eine gute Person und er hat ihn gepflegt. Er hat ihm zu essen und zu trinken gegeben. Er hat ihm in seinen Wunden geholfen. Er hat sie gesund gemacht...!

Aber er hat ihm niemals das Licht gezeigt. Er hat ihn immer in der Finsternis gehütet. Immer hat er ihn in dem unbedingt Notwendigen belassen. Immer hat er sich das verletzende Wort angemaßt, das latente Urteil.

Aber der Sklave…. begreift das(!), versteht das(!). Er hat verloren, er hat sein fliegendes Bewusstsein verloren, sein verliebtes Bewusstsein.

Er benötigt die Genehmigung dessen, der festbindet, von denen, die ihn anbinden…(!), um frei seufzen zu können.

Und ist es etwa so, dass diese Genehmigung kommen wird? Nein.

Ist es etwa so, dass der Herr ohne Sklaven, ohne Sklavinnen verbleiben möchte? Nein.

 

Deswegen wurden die Sklaven unter diesem Joch geboren und nur schwer stellen sie eine befreiende Rebellion auf. Vorher halten sie in dem „armen Versklavenden“ inne: „Was wird aus ihm werden, wenn ich ihm ungehorsam bin!? Was wird aus ihm werden!? Wie wird er leben, wie wird er fühlen…, wenn er sieht, dass ich nicht gehorche?”

Und so… vergeht der Tag!

Deswegen sagt der Betende Sinn „heute”. Und damit sich das Wesen fragt:

„Warum tut es mir so weh, dass der, der mich versklavt, leidet, weil ich mich loslösen will?

Ahhhhh! Er hat mich mit seiner Macht verliebt gemacht. Er hat mich mit seiner Auferlegung verliebt gemacht. Er hat mich mit seinen Gütern und Gaben verliebt gemacht. Ah…! Soso. Er hat das Gesetz, den Nachnamen, den Namen gemacht… Ja. Jetzt versteht man, warum der Hund der beste Freund des Menschen ist.”

 

Und so sagt der Sklave:

„Ich kann nicht enttäuschen! Wie soll ich konfrontieren…? Nein…”

Und unter Sklaven gibt es auch Ebenen. Klar, das Modell stellt seine unterworfenen Klassen auf, damit diese ihrerseits andere unterwerfen und andere und andere. Ah! Ja. Und er macht das zu Deinem Guten. Klar, klar! Immer zu Deinem Guten denkend; daran, dass Du angebunden bleibst und gut angebunden –nicht wahr(?)- und dass Du ewig dankbar ist: „Weil du ohne meine Pflege nicht gelebt hättest.“

Aaaach…!

 

Glauben Sie… glauben sie, dass in dieser ganzen Anhäufung irgendeine Idee Gottes Platz hat? Irgendeine Idee des unergründlichen Mysteriums Platz hat…?

Schwierig.

 

Lass zu, dass der Hauch des Ewigen dein verdecktes Pochen durchbohrt.

Lass zu, dass der betende Tropfen im genau richtigen Sinn fällt.

Zelebriere ihn in deiner Stille, wenn das Licht auftaucht. Bewahre ihn auch, wenn die Dunkelheit kommt: Deine Alliierte in der Ferne.

 

Bemerke… aus welchem Hauch du bist…

Dass du niemandem gehörst…

 

Entdecke dich befreit…(!), befreit durch den Geliebten, durch das Gefühlte… ohne Gewinn, ohne Vorteil, mit einlullendem Hauch der Vorsicht, der Wohltat! Der Wohltat, dich hin zum Unbenennbaren hochgehoben zu fühlen …

Hin zum Respekt des Blicks, des Berührens und des Wortes…

Hin zur subtilen Pflege… des Unerwarteten!

 

 

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Man muss einen Impuls des Hauchs der anderen Dimension entwickeln