Universario von TIAN 'Geburtstag eines Universums...'

 

BETENDER RUF

 

Man weiß nicht, wann der Anfang war. Weil es ihn nicht gibt! Weil es einen Anfang als Beginn nicht gibt. In der Ewigkeit löst sich die Zeit auf… so wie es das Meereswasser macht, wenn es ans Ufer kommt.

Aber es stimmt, dass uns die Manifestationen dieser Ewigkeit… in unseren schwach entwickelten Bewusstseinszuständenin bestimmten Momenten offensichtlich erscheinen, auch wenn wir diese Präzision nicht kennen können. Aber das ist „kausal” (span. ‚causal‘), während unser schwaches Bewusstsein es für „zufällig“ (span. ‚casual‘) hält.

Und so, wenn es die Schritte eines jeden Gehens zählt, geht das Wesen mit dem Gedächtnis… dem Gedächtnis des Ewigen(!), das aber lebenswichtig geschlossen wurde, um einen Schweif zu hinterlassen, dem sich… die Zeit widmen wird!

Und unter dieser Zeit… werden die Manifestierungen –und dieses Gedächtnis-… zu Erinnerungen.

Ah…! Erinnerungen!

Aber die hinterlistige Machete der Zeit ist in der Lage, die Erinnerungen zu zerlegen und damit dieses Aroma von… etwas, das passierte… zurückbleibt!

Heute erinnert sich der Betende Sinn… dass es nicht etwas ist was passierte! Etwas, was passierte… „manifestierte“ Erinnerung. Es war nicht etwas, was dort verblieb und was man erinnert als etwas… „Na gut…!”

Nein. Etwas, was sich manifestierte und Schritt für Schritt, die Zeit herausfordernd… verstrich…! Indem es jeder Gegenwart eine lebende Aktion der Manifestierung macht. Innovierend! Renovierend! Klärend! Entdeckend!

Damit die Idee nicht in einer einfachen Anekdote verbleibt… beladen mit welken Blumen, sondern vielmehr ein Ewiges Heute, ein Immer… beladen mit unvergesslichen Düften.

Und so wird der Betende Sinn in TIAN zur konstanten Renovierung. Er wird Führung, Wachposten, Leuchtturm, Stern, Galaxie oder… oder die großzügige Dunkelheit, die es uns erlaubt, das Streichholz anzuzünden.

 

Wenn sich die Schöpfung ausdrückt, dann manifestiert sie sich ohne Vorgeschichte, ein neuer Tagesanbruch, ein neues Universum… taucht auf. Und wie eine „Schöpferische Gnade” entwickelt und zeigt sie sich. Und die Wesen finden sich zu dieser Manifestierung ein, mit Neugierde, mit Scheu, mit Vermutungen, mit Zweifeln(!), mit Unsicherheiten, mit Tausenden von Fragen, um zu sehen, womit man dieses neue Universum vergleichen kann.

„Warum ist es nicht wie das alte: jenes meiner Gewohnheiten, meiner…? Und dabei ist es so, dass dieses nicht meins ist. Und dabei ist es so, dass  dieses Universum dienen ist!”

Wenn die Sinne gerade einmal erwachen, dann ist es Staunen! Und die Wesen… erschrecken sich manchmal! Andere gehen… Und andere bleiben, neugierig, stammelnd, kommentierend, tratschend…

Ohne es zu wollen(!) versuchend zu denken, dass es nicht stimmt, was sie sehen, dass es nicht wahr ist, was geschieht, dass es irgendeine Falle geben muss! Das man an irgendeinem Ort und in irgendeinem Moment den Irrtum, den Betrug entdecken wird…!

Ach…!

Obwohl die Offensichtlichkeiten eines jeden Augenblicks Beispiele einer wohlwollenden Ewigkeit sind, erscheint es der Menschheit in ihrem verdrehten Bewusstsein nicht ausreichend.

Trotzdem strengt man sich an! Sehr! Widmungen… Engagement…!

Die Manifestation, der himmlische Stempel ist zum Dienen da…! Nicht, um zu fordern.

Von daher pochen die Wesen in Bezug auf diese Erinnerung von heute, in ihrer Widmung, in ihrer Teilhabe, in ihrem sich in dem entdecken, was SIE ihnen genützt haben! Entdecken, was ihnen jedes Gebet beigetragen hat, zu entdecken, wie sie sich transformiert haben. Und sich so zu Integrierten dieses Dienens zu machen.  Repräsentanten, Äquivalente, Bezeugungen, dass dieses ungewöhnliche Ereignis… verwandelt! Es verwandelt den, der sich zur Verfügung stellt. Ja, es verwandelt ihn. Es verwandelt ihn in ein Zeugnis. In ein Zeugnis der Kreativität, der Solvenz, der Magie… Geliebter des Unsichtbaren. Geliebter des unsichtbaren Schöpfers, des Mysteriums. Was nicht dort in einer Idee verbleibt, sondern was sich in einer Hilfe, in einer Mitarbeit, in einer Kreativität, in einem Stück Nahrung, in einem Backstein, in einem Fußboden, in einer Zärtlichkeit, in einer Poesie, in einem Kuss darstellen wird…

Das Wesen verwandelt sich in etwas einem Wasserfall ähnliches, der unermüdlich, unersättlich(!) seine Wassermenge des Lebens auf alle Wesen in frischer, starker, entschiedener Art und Weise ausschüttet!

Ja! Er weiß schon, dass ihn einige lauwarm bevorzugen oder ihn eisig wollen oder ihn haben wollen, um „ihn zu haben”, um „ihn zu besitzen“. Aber der Wasserfall identifiziert sich mit seinem mysteriösen Ursprung. Er gehorcht nicht den Vorlieben! Er verpflichtet sich nicht den Kritiken. Er unterliegt nicht den Vorlieben. Sein Fall geht dahin, um zu Nähren. Sein Fall geht hin zum Kreieren…!

Und so schält er seine ganze Beschaffenheit aus, indem er zunehmend zu den unterschiedlichen Orten gelangt, indem er aus dem Leben etwas Verwandeltes macht (span. ‚converso’)... in Bezug auf Versdichtung (span. ‚verso‘), in Bezug auf Strophe, in Bezug auf Mutation, indem er den abgelaufenen omnipotenten, befehlenden, gewalttätiger Menschen zurücklässt! Der, der will und anhäuft und unermüdlich dieselben Irrtümer wiederholt und wiederholt. Der sich einsetzt bis zu seinem eigenen Verschwinden.

Die Beschaffenheit… dieses Wasserfalls ist nicht… ist nicht diese. Deswegen verwandelt sich der, der von ihm trinkt. Und indem der sich verwandelt, wird er zum Fall, er wird zum Wasser. Und er vergießt sich in anderer Art und Weise. Er wird… in anderer Form. Er drückt sich in anderen Worten aus.

Derjenige, der von diesem Himmlischen Fall getrunken hat, wird diesen Schluck nicht vergessen.

Danach –ach(¡), wenn er der Zeit und den Vorlieben unterlegen ist, wird er fliehen, protestieren und seine Verwandlungen zurückweisen.

Sein Fühlen wird nicht im Geringsten von diesem Wasserfall verändert, weil diese, jene oder andere… anderer Meinung sind, provozieren.

 

Die echte Version der Schöpfung ist dem menschlichen Urteil nicht unterworfen. Die Regenfälle können aufhören, es kann ein perverses Klima kommen, es können Barrieren aufgebaut werden, damit diese Quelle des Himmlischen Wassers nicht fällt, aber dieses wird mit seiner Frische, mit seinem Duft, mit seinem leuchtenden Dampf, mit seiner Herkunft über den Menschen indifferent(!) bleiben.

 

So, wegen dieses Duftes, präsentierte sich … TIAN, ist es da, macht es weiter!!

Der Betende Sinn ist sein Aval.

Es gibt kein menschliches Interesse. Es gibt keine gewinnbringende Manipulation.

Alles, was als Ertrag oder als Vorteil erscheinen kann, ist nur eine Störung dessen, der beobachtet, begierig an sich selbst zu glauben, angesichts der Angst an das Mysterium zu glauben.

Angst…?

Eine Angst ist nicht der Sprung hin zur Verwandlung. Nein. Dich holt ein unerwarteter Hauch ab. Er empfängt dich… ein Boden, den du nicht beschritten hast. Er nimmt dich ohne Eigennutz auf. Und er zeigt dir, so als ob es „immer” wäre, was du erträumt hattest und dir unmöglich erschien.

 

Die Angst löst sich auf, wenn man den Hauch und den Schatten des Schöpfer Mysteriums fühlt. Welches sich unglaublich anders und anders in jeder Manifestation ausdrückt! Jeder Moment wird anders, um das Wesen so zu seiner Differenzierung hin zu fördern, damit es zu einem unterschiedlichen Zeugnis wird. Für das es scheinbar keinen Platz in dieser Welt gab! Es scheint so, dass diese Welt nicht dafür da ist, um… andere Erinnerungen zu klären und zu nutzen. Es scheint, dass diese Welt keinen Platz in der alten Welt hat!

Sicherlich –ruft der Betende Sinn-, indem man einen ausnehmenden Tag der lebenden Erinnerung gegenwärtig hat –indem man die Zeit berücksichtigt-, bringt uns das in diesem ‚Kalendarium‘ der Erinnerungen zur Neuen Welt: zu dieser Wirbelsäule aus fester Erde, zum Planeten; zu dieser Entdeckung…(!), auf der die Entdecker ihre Wut ausließen. Sie wurden frech. Sie verwüsteten! Sie bestraften.

Sie (die Neue Welt) war zu herrlich, viel zu schön(¡)… für diese habgierige, hungrige, ungleiche Welt.

Auf anderer Ebene wird diese Neue Welt, TIAN, auch gegenwärtig. Aber sie beabsichtigt nicht zu erobern. Ihre Intention ist es zu verlieben. Um zu rufen und um auf  die menschliche Vorgehensweise aufmerksam zu machen… (!)... hin zum Ursprung des Ewigen. Und damit man es als die Hand… des Schöpfer Mysteriums sieht und betrachtet.

Dank seines sanften Hauchs der Liebe ließ es uns im Leben gegenwärtig werden.

Zweifellos war es ewig dort, das Mysterium.

Aber dieses, von seiner Unendlichkeit aus… –unzugänglich für unseren Verstand- Liebe

Weil uns nur dieses Wort an das bindet, was schöpferisch sein kann. Und das uns unsere kleine kreative Fähigkeit verleiht: jene, die, wenn wir nur kurz schauen, die ist, die uns dazu antreibt, weiterzumachen; es ist die, die uns aufstehen lässt, wenn wir fallen; es ist die, die uns erleichtert, die uns beschützt, die uns von der Stille aus zuflüstert, um weiterzumachen…

 

WEITER-MACHEN! (span. ‚SE-GUIR‘)

MAN=IST (span. ‚SE=ES‘)

 

MAN IST (span. ‚SE ES‘)… das, was jeder Einzelne als Beispiel, als Zeichnung der Schöpfung ist. Die einen Sinn hat, wenn sie liebt; die eine heilende Dimension annimmt, wenn sie liebt; die zum wirklichen Lehrling des Mysteriums wird, wenn sie liebt.

Und das lässt sie WEITERMACHEN (span. ‚SE-(ES)-GUIR‘)… ohne Begrenzungen der Zeit noch des Raums!

Von daher gibt es in dieser Verwandlung keine unüberwindlichen Hindernisse; es gibt keine nicht zu rettenden Schwierigkeiten. Das ist Teil eines possessiven, dominierenden und hedonistischen Denkens des Wesens. Wenn wir unter der Referenz des Göttlichen stehen, dann gibt es keine Verhinderungen. Und wenn sie auftauchen, dann ist es der spärliche Glaube, den das Wesen über seine eigene Natur hat. Der spärliche Glaube, den das Wesen über seine eigenen Ressourcen hat!

Und wenn es als ein Erbe der Ewigen Liebe nicht daran glaubt, dann wird jedwedes Tun schwierig(!), unmöglich(!)… Und es wird in das Dogma von „dem Guten” und „dem Schlechten” fallen. Und heute wird es das verurteilen, und Morgen wird es das andere verurteilen. Und Übermorgen wird es tolerant werden! Es wird nichts von Strenge wissen wollen! Es wird seinen Willen ausüben wollen. Es wird sich am freien Willen und an der Bequemlichkeit und an seinem Geschmack(!) festhalten! Und so alles geringschätzen, was SIE ihm servieren, was SIE ihm zeigen.

 

Ein neuer Tagesanbruch, der ähnlich einer neuen Abenddämmerung ist… Was nicht in einem Erfolg oder in einem Triumpf verbleibt, sondern was zum Genuss wird, zur permanenten Lösung.

MAN IST (span. ‚SE-ES‘)…wegen der kontinuierlichen Präsenz des Schöpfer Hauchs permanente Lösung.

 

Und es ist eine notwendige Sehnsucht, diesen Glauben auszudrücken… zu glauben(!)… dass ich kreiert wurde und kontinuierlich neu kreiert werde.

 

 

***