Nicht geschieht ohne die Beteiligung aller Teile

 

BETENDER RUF

 

(10.01.2020)

 

(4 Minuten der Stille)

 

Und in dem üblichen Bewusstsein, welches die Menschheit erreicht hat ist es          –unter dem Gesichtspunkt des Verstandes, der Effekte, der Ursachen-… möglich, jedwedes Ereignis zu beschreiben und  zu analysieren…. und offensichtlich die Ursachen, die Verantwortlichen oder die Schuldigen zu finden… oder die Ursprünge, warum jene Politik schlecht läuft, jene Wirtschaft nicht erblüht, jene Idee nicht durchführbar ist…

Und man spricht, als ob die Welt die der „anderen” wäre. So als ob die Verantwortung für das, was geschieht, ausschließlich die von jenen oder von anderen ist. Die analysierende Person schließt sich aus: „Das läuft schlecht, das darf nicht so sein, ich glaube nicht, dass es das Angemessenste wäre…”, und ein langes Et cetera. Aber, welche Beteiligung hat er Analysierende?

Wenn sich der Betende Ruf erzeugt, dann ermahnt er jedes Wesen als integrierten Teil eines Gruppenbewusstseins, eines kollektiven Bewusstseins, eines Landes, eines Universums… –das hängt davon ab, wie man das sehen möchte- in dessen Rolle und in dessen Prozess. Aber es ist… –unter dem Betenden Sinn- es ist offensichtlich, dass jeder Einzelne an allem, was geschieht beteiligt ist.

Selbstverständlich bedeutet diese Beteiligung nicht, dass er die Ursache wäre. Es kann der sein, der vermeidet, dass… oder der versucht zu vermeiden, dass dieses oder jenes geschieht. Aber das Signifikanteste ist, dass wir unser Dasein, unser Tun als integrativer Teil… wiederherstellen müssen –und jeder Einzelne wird das auswerten-, als integrativer Teil dessen, was vergeht, was geschieht. Später dann wird das als „gut“, „schlecht“, „mittelmäßig“ ausgewertet…

 

Die Verpflichtung des Wesens angesichts dem, zu leben… ist nicht ausschließend, sie ist einschließend; sie ist in dem, was verstreicht eingeschlossen, in dem, was geschieht. Und in dem Maße wie wir aufhören zu beschuldigen und uns als Ereignis, als Geschehnis mit einschließen, indem wir „X“ Funktionen realisieren, abgesehen davon, nicht fern von dem zu sein, was geschieht, wird in dem Wesen ein Bewusstsein der Totalität, der Verpflichtung mit dem Vitalen wachsen.

Unter dem Betenden Sinn fragen wir uns:

„Was für eine Funktion entspricht mir? Welche Funktion macht im Leben meiner Gemeinschaft, meiner Gruppe, meines Ortes, meines Landes… etc. mich zum Teilhabenden?”

Weil in jedem Wesen alles eingeschlossen ist. Und das Ganze –das wir nicht einsammeln können- beinhaltet unseren Teil, unsere Position.

Und so wird das Resultat nicht das sein, auf Schuldige zu zeigen, sondern auf sich als Beteiligten dessen zu zeigen, was verstreicht. In der Funktion, die wir fühlen, dass sie uns entspricht; sei sie zu Gunsten, sei sie in Kontra, sei sie undefiniert, unentschieden… aber nicht ausschließend.

Nichts geschieht ohne die Teilhabe aller Teile.

Nicht einmal die sanfte Brise, die ein Blatt bewegt… ergibt sich ohne die Teilhabe des Ganzen.

 

(2:15 Minuten der Stille)

 

Es gibt „nichts”, was aus seiner eigenen Identität heraus geschieht…, abgesondert.

Alle Lebewesen benötigen sich. Und ihrerseits ist all das Produkt einer Verschwörung eines Mysteriums.

Wenn wir uns unserer Beteiligung bewusst sind, dann bringt uns dieses Bewusstsein dazu, diese Beteiligung von dieser Anwesenheit… des Mysteriums, der Vorsehung, der Güte, der Barmherzigkeit, des Erbarmens, des Entgegenkommens, der Hilfe zu bemerken –um etwas zu sagen, was wir nicht kennen.

 

(2:15 Minuten der Stille)

 

Uns in unserem Tun erkennen, uns in unserer Teilhabe dessen, was sich ereignet, sehen, uns in der Immersion im Universum fühlen… und sehen(!), indem wir unser Bewusstsein erweitern, dass das Leben keine Folge der Elemente ist, die das bilden, was wir „Leben” nennen, sondern dass es ein Ausdruck eines „Einflusses” ist –wir nennen es so-, der die Entwicklung jener Elemente ermöglicht und er uns zu einer Funktion bringt, damit wir in uns die Talente und unsere Fähigkeiten erkennen, und damit die Erlaubnis oder nicht, dass sich dieses oder jenes ereignet. Es… dieses „Schöpfer Genom“ stellt uns bereit –wir erlauben dieses Wort- zu lesen, zu beginnen, die permanente Intervention zu lesen… diese Sprache, die sich für den Bewusstseinsgrad, den wir haben, ausweichend ausdrückt.

Und wenn wir über diesen Bewusstseinszustand reden, dann bittet man uns in diesem Betenden Sinn darum, dass wir unsere Aufmerksamkeit, die Wachsamkeit, den gelegentlichen Alarm anwachsen lassen, wenn wir uns als Protagonisten oder als Ausgeschlossene glauben… um  –sensibel, emotional und intelligenter Weise, in bescheidener, ehrlicher und unterworfener Art und Weise- die Schöpfer Hand, die uns… platziert, zu sehen.

 

In diesen Zeiten der Gewinne, der Verluste, des Individualismus, ist jedes Teilchen für dieses Ereignis verantwortlich.

Und wenn sich jedes Teilchen des Lebens seiner Teilhabe bewusst ist, dann erweitert es seine Sinne, indem es versucht, das Warum zu entziffern. Dann werden wir uns in einem wahrhaft befreienden Bewusstsein befinden –in dem Maße, wie wir es ausüben.

Wir könnten zusammenfassen, indem wir sagen: Alles verstreicht unabhängig von unserem Tun. Eigenartig!

Wir begannen dabei, andere zu beschuldigen oder andere verantwortlich zu  machen und uns dabei auszuschließen. Dann, unsere Teilhabe in dem zu erkennen, was geschieht. Dann uns bewusst zu werden, dass es etwas mehr gibt: Schöpfermysterium. Und befreit kulminierend wissend, dass all das Vorherige stimmt, aber dass sich nichts von dem Vorherigen ereignet, ohne die Anwesenheit des Mysteriums.

Davon, kein Akteur zu sein, zu dem, Akteur zu sein, Teilhabender zu sein, dazu Entdecker zu sein, nichts… zu sein.

Befreit.

Aber gleichzeitig –und dort befindet sich ein betendes Verlangen-, aber gleichzeitig kann ich nicht aufhören der zu sein, der ich bin! Weil es Teil dieses Nicht-Seins ist.

 

Es ist nicht leicht zu intellektualisieren und es eignet sich für die Polemik und die rationale, logische, philosophische und… eingenommen theologische Untersuchung.

Es ist vielmehr ein Zustand von… wir könnten es „Über-Bewusstsein” nennen –um dem Parameter von „mehr”, „weniger” zu folgen-… was uns zu der Schlussfolgerung bringt, dass wir nichts sind, aber wir sind. Und alles geschieht durch ein Schöpfer Mysterium… durch unseren aktuellen Bewusstseinszustand unzugänglich und unermesslich. Aber wir können es fühlen und wahrnehmen, wenn wir uns öffnen „hin zu“… Und uns in diesem Maße davon befreien, die Ursache, der Effekt, der Schuldige, der Unschuldige zu sein…

Vielleicht, als Ausdruck des alltäglichen Zusammenfassens, das, was man zu sagen pflegt: „Auf das das geschehe, was Gott möchte.“ Man müsste es vergrößern mit dem Wort „zweifellos”.

Ohne Zweifel wird das sein, ist das, was das Mysterium[1] schöpft.

Man sagt: „Das ist leichter gesagt als getan”, nicht? Und ich kann das als zweifelhafte Ressource und des blinden Zufalls runterleiern… oder ich kann mich mit hineinmischen. Mich darin hineinmischen.

Und in allem, was ich wahrnehmen kann, das magische, unsichtbare, schöpfende… Tun sehen.

Lassen Sie uns diese Versionen… Visionen… Offenbarungen vibrieren und simultan machen… geben Sie dem den Namen, den Sie wollen:

 

 

AMMMMMMMAIIIIIIIIIIII

AMMMMMMMAAAIIIIIIIIIII

 

 

Stille

 

(5 Minuten der Stille)

 

Immensen Dank nimmt man wahr, wenn sich das Wesen, wenn wir uns… unter der Bedeckung, unter dem Schöpfer Wohlwollen fühlen.

Die Hindernisse hören auf es zu sein. Die Beklemmungen, die Zuneigungen, die Beschwerden, die Forderungen hören auf zu zählen …

Das volle Vertrauen fängt an zu erblühen…

Und das Empfinden, dass sich alles in dem erzeugt zu lieben…

Und nicht zu wissen, was es ist, aber es nicht benötigen, es zu kennen, sondern es zu fühlen!

Wie unterschiedlich zu wissen, dass wir eine Auswirkung sind und nicht die Konsequenz zu sein.

 

 

 

***

 


[1] Im Original heißt es: „crea“. Dieses Verb kann von dem Stamm „crear“, „schöpfen“ kommen oder aber „creer“, „glauben“.