37.22 Das Leben fordert heute Virtuosität von uns

 

BETENDER RUF

 

Zu leben ist ein Verstreichen. Und infolgedessen bedeutet jeder Schritt ein neues Ereignis.

Es beinhaltet unterschiedliche Perspektiven … auch wenn es stimmt, dass in dieser Evolution der Menschheit Mächte, Einflüsse und Auflagen errichtet wurden, die aus dem Transit, aus dem Entlanggehen, unbewegliche Blöcke machen …, welche die Mächte von einem Platz zum anderen verschieben …, die sich aber nicht verändern, die nicht überdenken, „die sich sicher unter dem Schutz der Macht fühlen“, permanent abhängig von Hilfen, Regelungen seitens der Angewohnheiten, der Normen …. „Abhängige“.

Es sind getarnte Stockholmsyndrome.

„Ja. Sie tut mir weh, aber sie bezahlt mich, sie gibt mir eine Rente, sie gibt mir das Minimum zum Leben. Ja. Sie gibt mir keine Gelegenheiten, aber … es geht mir so leidlich.”

 

Und währenddessen bleibt der Transit der Erneuerung … eingefroren.

Und wenn er (der Block) für Momente, für einige Zeit, aufgrund von Umständen auftaut und zu lebendigem Wasser wird, dann muss er Schwierigkeiten ausweichen, Unterschlupf suchen, aber dem Kurs des Falls hin zum Ozean der Liebe folgen; dort sind es dann entschiedene Schritte, die von der Vorsehung abhängen. Die hängen dann nicht mehr von irgendeiner Regierung ab, von irgendeiner Macht, von irgendeiner Norm, von irgendeinem Gesetz!

 

„Der Betende Ruft”. Jetzt … jetzt, wo wir uns im Transit zu anderen Schritten befinden, jetzt, da wir unterschiedliche Momente gelebt haben –aufgrund der Rhythmen, der Umstände- … müssen wir uns darauf berufen, der Schöpfung zu lauschen, damit unsere Kreativität, unser Mut … in der Lage sind, zu fördern, anzuregen und unterschiedliche und notwendige Alternativen anzugehen.

So wie das Wasser zu durchreisen, das keinerlei Raum gering schätzt. Welches es versteht, sich anzupassen und seine Identität nicht verliert! Es gibt seine Versprechen nicht auf! Es befriedigt treu den Durst. Es nimmt treu unsere Reinigung auf. Es ist eine treue Stütze unserer Struktur. Es verlässt uns nicht. Es verachtet uns nicht. Es verändert uns nicht …

Und obwohl wir Wasser sind … bekämpfen wir uns, wir trennen uns ab, wir stehen in einem Missverhältnis zueinander …

 

Der Betende Ruf … bereitet uns vor. Er bereitet uns die Böden unserer „Spuren” vor. Er zeigt uns mit seinen Anregungen, wohin wir gehen müssen. Er lässt uns bei jedem Schritt sehen –nicht die Füße noch den Boden- sondern die Sterne, damit unser Bezugspunkt nicht unser Wille oder unsere Launen sind, sondern das geliebte Fühlen, das uns nicht absichert, das uns nicht garantiert, aber das bereit ist für eine permanente Pflege und … einen ständigen Schutz.

Aber die Eitelkeit … die, so wie das Sprichwort sagt: „Sie ist ein schlechtes Unkraut, das alle Spuren vergiftet” –in Bezug auf die Spuren-, die Eitelkeit zentriert uns in unseren Launen, in unseren Wünschen darin, alles leicht zu machen.

Wir sind nicht in dieses unglaubliche Universum gekommen, um den Behältern der Gewohnheiten, der Normen, der Gesetze, der Befehle, der Obligationen … und den erlernten Launen einen Fluss zu geben, die noch nicht einmal Eigene sind!

Wir sind gekommen, um ein Beispiel von der Großartigkeit der Schöpfung zu geben!

Wir sind in dieses Universum gekommen…, um uns außergewöhnlich, außerordentlich, ungewöhnlich auszudrücken!

Es sind keine Rechtfertigungen erlaubt.

Was kann man dem Schöpfer Mysterium sagen, wenn es uns bis zum Rand mit Möglichkeiten füllt und wir dann ‚Vulgaritäten‘ wählen? Welche Schande!

Aber das Wesen neigt dazu, sich an seine Schande anzupassen … und endet damit, seine eigenen Vorschläge zu glauben, welche nicht mehr oder weniger Wiederholungen der Mächte sind, die bedrücken und … sich als die adäquaten und rettenden Wege zeigen.

 

Muss man warten…? Muss man auf den Absturz warten, auf die Zwangsräumung und … auf die Verzweiflung, um zu bemerken, welches der wirkliche Stern ist?

 

Muss man in die wiederholte Beständigkeit dessen verfallen, dass andere und wieder andere scheiterten und machten, um andere Silhouetten zu bemerken …? Von denen zweifellos jede von ihnen schwierig wird(!) … weil die Form, der die Menschheit gefolgt ist, mächtig ist … Aber sie ist mächtig in ihrem Ghetto, in ihrem Ghetto der Gehälter, der Gewinne, des Hab und Guts, der Besitztümer …

Sie schafft es nicht, aus ihren Wänden herauszukommen!

 

Bitte!

Man kann das Leben keiner bekannten Praktik und einer aufgestellten Sicherheit unterstellen: jene, die ein Dach hat …; jene, die nicht die Sterne sehen will …; jene, die die nicht bekannte Anstrengung fürchtet …; jene, die nach dem „Vogel in der Hand“ trachtet  … und der traut sich nicht zu fliegen.

 

Dieses betende Entlanggehen fordert uns ... unter der Würde des Lebens im Universum zu einem Überdenken auf, zu einem sich renovieren, zu einem über sich Nachdenken, zu einem sich Rehabilitierens und einem sich projizieren … –so wie es die Losung des Jahres sagt!

Denn ich lebe im Universum! Ich lebe nicht in jener Straße, in jenem Land und an jenem Ort …!

Weil das, was so offensichtlich ist …, begraben wird und die Person bleibt reduziert auf ihr Ghetto des Eigentums und der Macht, auf ihre Herrschaft ihres kleinen … „Nachrufs”?

 

Nein! Das ist nicht der Auftrag der Sterne. Nein. Das ist nicht das Licht … der dunklen Materien und Energien, die nicht strafen, sondern die ausdehnen! Nein. Das ist nicht die Botschaft des kleinen sichtbaren Lichtes, das uns erhellt.

 

Und so ist es, dass der Betende Ruf darauf beharrt …, weil sich die Macht des Menschen selbst störrisch und resistent, hartnäckig und beherrschend, rational und … „sicher” gemacht hat.

Das muss man gesehen haben(!): „Sicher.”

Wie muss wohl das Gelächter des Schöpfer Mysteriums sein, wenn der Mensch die Sicherheit, die Ruhe, den kleinen Besitz, die Herrschaft darüber sucht, was er weiß oder was er hat …

Ja. ES lacht in Stille.

 

Während das Wesen der Menschheit manchmal antwortet, indem es sagt: „Ja, aber im Alltag braucht man das“… und dieses und jenes.

Sofort sucht es den Anker der Materie, die Krankenversicherung, die Begräbnisversicherung, die Haus-, Essens- und Wohnungsversicherung.

Die „Versicherung”…?

 

Man muss mehr seufzen. Ja. Und im Seufzer muss man versuchen, sich von dieser wahnsinnigen Position der Eigentümer, der Habseligkeiten, dem, sicher zu sein, lösen. Es ist finster jemanden zu hören, dass „er sicher ist“!

 

„Treffsicher bin ich, wenn ich sage, dass SIE mich herbrachten, dass SIE mich ausstatteten und dass SIE mich an schubsten.

SIE brachten mich, sie statteten mich aus und SIE schubsten mich an. Und SIE schubsen uns weiterhin an!

Aber ich gehöre mir nicht.

Ich bin … Vermittler und meine Spuren sind nicht meine, sie sind die, DER mich trägt.

Infolgedessen gibt es weder Einspruch noch Forderung … Es gibt Dank, es gibt Staunen, wenn ich fühle, dass SIE mich finden und mir ermöglichen, und mich an schubsen, und mir erschweren, und mich irreleiten …

Aber das Pochen der Hoffnung … schlägt(!), auch wenn diejenigen über sie lachen, die ihr Herz „sicher“ wähnen.

Aber wenn wir wissen, dass unser Klopfen nicht unseres ist, sondern dass es Küsse sind und gemeißelte Küsse durch die Schöpfung, die speziell an jeden einzelnen gerichtet sind, damit wir offenbarende, innovative, hingegebene Beispiele sind…!”

 

So gehen wir im Sinne des Universums. So befinden wir uns in der Disposition zu dienen.

 

Dienen …!

Ja! Das Dienen dem Großen gegenüber, dem Mysterium, jenes, das uns in der Ausnahme anordnet, nicht in dem „mich-bedienen“.

 

SIE dienen mir permanent, damit ich ein äquivalenter Diener …

Damit ich das Wort höre, nicht damit ich meinen Worte lausche.

Damit ich dem Zufall lausche, damit ich dem Umstand lausche, damit ich dem Unvorhergesehen lausche, damit ich der Überraschung lausche, dem Geschenk …

Mich für etwas Außerordentliches erwählt zu fühlen … Wie werde ich das ausschlagen?

Was von mir ist meins, um sagen zu können, dass ja oder dass nein … wenn es doch so ist, dass SIE mich tragen und wenn SIE mich loslassen, ich verschwinde!

 

Der betende Hauch ist … der Beistand. Es ist der Schubs, die Orientierung. Es ist DER, DER uns erlaubt zu meditieren; DER, DER mutig macht; DER, DER uns die Wünsche nimmt(!)... und uns in Lieben vibrieren lässt; DER, DER uns erlaubt …  das Verstreichen von allem, was uns umgibt(!) zu bewundern, zu kontemplieren … und damit wir uns in den angebotenen Frequenzen platzieren können, nicht in die bevorzugten Wünsche, die uns andere auferlegt haben … die gescheitert sind, die uns nicht in anderen Positionen sehen wollen und die wollen, dass wir ihre Unfähigkeiten wiederholen.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Das Leben fordert von uns Virtuosität. Es fordert Feinheit von uns. Es fordert Details von uns. Es akzeptiert nicht … wir können keine permanenten Rechtfertigungen akzeptieren(!), verdeckte Lügen …

Wenn wir in Wirklichkeit fühlen, „uns zu befreien”, dann können wir nichts Festgelegtes akzeptieren.

Wir müssen inspirieren … und uns durch die kreativen Anregungen inspirieren; wir müssen es verstehen, uns an die Kräfte anzupassen, die menschlich nur in Possession denken.

Es verstehen, den … notwendigen(!) Ton der Stimme zu halten… und auf der genauen Ebene, um nicht in den rechtfertigenden Verstand zu verfallen, der, der immer damit endet „zu beenden“, der eine Berufung nach der Ausrottung hat: „Bis hier, bis hier, bis hier! Ich kann nicht! Bis hier, ich kann nicht!”

Ein zerstörerischer Rassismus(!) … der von Ruine zu Ruine wechselt. Ein zerstörerischer Rassismus …(!), der von Ruine zu Ruine wechselt.

 

Der befreiende Hauch ist ein frischer Wind … der sich erhebt. Es ist ein unermüdlicher Hauch der Treue. Er ist eine befähigende Konstante von Unmöglichem.

Aber „die Freiheiten” fordern schon, jene, die die Mächte geben und wegnehmen, die in unseren Händen zu liegen scheinen. Permanente Versuchungen, von … „mein, mein, mein, mein, mein…”„ich, ich, ich, ich ….”

 

Es ist notwendig uns darin zu vertiefen, dass wir Mitleid miteinander haben …! Um uns von den Abdeckungen zu entladen ... die man uns auferlegt, die wir uns auferlegen!

Dieses Mitleid, das sich permanent über jedem einzelnen ausschüttet, dank dem wir wach werden, ama-necemos[1]… zu neuen Spuren DESSEN, DER an schubst, DER uns überrascht.

 

 

 

***

 

 


[1] In Liebe geboren werden