35.22 Die Schöpfung vertraut in uns von dem Moment an, wo wir da sind

 

BETENDER RUF

 

(5 Minuten der Stille)

 

Und wenn man betet, dann stellen wir uns bereit, … die Vorhaben des Schöpfer Mysteriums, die in uns handeln ... zuzulassen (span.: ‚con-sentir[1])… Und um so auf unserer Ebene der Konfigurierung unsere Herkunft zu bezeugen.

Die Vorsehung zu nutzen, die uns mit den Gelegenheiten, den Momenten, den Umständen, den Bezeugungen, den Versprechen versorgt … –mit all dem-, damit ich mich bewusst von  diesem Schöpfer Mysterium abstammend fühlen kann, das uns um Beten ruft … mit der Vision, dass wir Zuhörende sind, die wir in unseren Gaben nachspüren –die man uns gegeben hat- und damit wir damit … Offensichtlichkeiten … unserer Herkunft sind.

 

Und es geschieht –wahrscheinlich- …, dass sich aufgrund des Überflusses unserer Ressourcen das Wesen seiner Kapazitäten, seiner Handlungen rühmt … und in irgendeiner Art und Weise fühlt es sich „selbst kreiert“.

Und so verbreitet es seine Eitelkeiten, die jetzt freudig sind, morgen werden sie traurig sein, übermorgen werden sie Grimassen sein, anderntags werden sie Applause sein …

 

Wie eigenartig ist das Phänomen des Lebens der menschlichen Spezies, in dem jedes Wesen versucht, seine Möglichkeiten, seine Ressourcen aufzuzwingen …!

Und das dergestalt tun, dass diese Effekte angesichts der Folgen, die in der Umgebung verbreitet werden, nicht … nicht abgeschwächt werden.

Man sagt sogar: „Das tut mir leid (span. ‚lo siento‘)“

Was fühlt es (das Wesen) (span.: ‚qué siente’) …?

Das, was es fühlt (span.: ‚lo que siente’) ist … Kraft, Macht zu haben, den anderen, die anderen –in irgendeiner Weise- zu biegen, um eine andere Position zu erreichen. Welche es auch sei! Und angesichts des Leides der anderen, das sich erzeugt hat, sagt man einfach nur: „Das tut mir leid“ oder „Verzeihung“ (span.: ‚lo siento‘ o ‚perdón‘) …

Es gibt einige Dinge mehr als Sinnsprüche.

 

Die Spezies scheint ein ‚Amtsmissbrauch‘ (span.: ‚tropelería’[2]) der Götter zu sein, die mit der Rechtfertigung ihres Glücks … das verwüsten, auf das sie treffen.

Und so auch, wenn sich dieses nicht erfüllt, dann besudelt sich das Wesen, es verzweifelt, es wird Trostlosigkeit. Es schafft es nicht zu akzeptieren, dass die Welt nicht nach seinem Maßstab gemacht ist, dass es seine Position annehmen muss.

SIE rufen uns zum Beten, damit die Tugend erblüht…; damit wir ein Beispiel von unseren Kapazitäten geben …; damit die Versprechen nicht einfach in ein einfaches Werben verfallen „gut auszusehen“ … und damit man realisierbare Projekte macht .

 

Und das Menschliche ist ein befähigendes Projekt(!)... in dem in dem Maße, wie es sich von seiner falschen Macht löst, die Essenz seiner Schöpfung erblüht: Das Lieben, die Liebe …. Was sich ergibt und die sich „gratis” gibt und die SIE ihm „gratis“ geben.

Und dementsprechend muss man sich in Unentgeltlichkeit ausüben.

 

SIE rufen uns zum Beten und … unmittelbar, sofort … die Forderung von Notwendigkeiten, die Bittschriften … so als könnte es jedes Wesen nicht mit sich selbst, noch weniger mit der Umgebung aufnehmen, die es umgibt.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Das alltägliche Ereignis … –und es ist Teil des Betenden Rufs- muss … in unser Bewusstsein als Universum, in unseren Glauben an unseren Ursprung eingebunden werden.

In dieser Weise werden wir dieser Mikrokosmos sein, der … sich ausgleicht, der sich bezieht … und sich nicht einkapselt mit dem Nahen.

„Nach und nach unsere Positionen, unsere Pflichten, „Bereitschaften” (span.: dis-posiciones‘) entdecken…, damit wir so universell, himmlisch das interpretieren können, was geschieht. Was zweifellos einer Anstrengung bedarf, um den Hedonismus abzulegen … und um sich Fragen zu stellen … und um die Antworten zu finden, die in irgendeinem Maße zu avalieren, was geschieht, was uns geschieht.

 

Die anderen als Universen zu sehen und nicht als Konkurrenten …

Zu bemerken, dass sich alles „um … herum“ befindet …

Und so, so viel Protagonismus man auch durchführt, so löst sich dieser auf, wenn man ihn damit vergleicht … was uns das Leben gibt.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die Schöpfung vertraut von dem Moment an in uns, wo wir „da sind”. Und dieses Detail ist signifikant, da uns die gewöhnliche Krise des Misstrauens … angesichts aller und angesichts einem selbst zum Wahnsinn treibt.

Wenn die Tatsache „da zu sein” ein universelles Vertrauen des Schöpfer Mysteriums mit sich bringt … wenn das –zumindest- eine wohlwollende Position voraussetzt, da wir nicht in der Lage sind, die Großartigkeit unseres Ursprungs zu erreichen, wenn wir dann  das Vertrauen entdecken, das die Schöpfung -in jedem einzelnen einzigartig- in uns hinterlegt, bedeutet das eine Erleuchtung auf in unserer Laufbahn.

Indem wir davon ausgehen, benötigen wir keine Gründe, Erklärungen, Studien und ein langes et cetera von „Beherrschungen”…, sondern wir müssen uns in diesem Vertrauen in den unterschiedlichen Aspekten ausüben, in denen wir uns vorfinden werden.

 

So sind wir in der Lage, Projekte, Vorschläge … ausreichende Bilder zu entwickeln, um Realisierungen anzustreben.

 

Auf dass das gesagte Verhalten durch den Filter unseres Bewusstsein als geschöpfte Wesen geht, in die man Vertrauen hat, in denen man eine Botschaft … für ein notwendiges Tun hinterlegt.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Wir verstreichen in „bedürftigen” Zeiten. Das Bewusstsein unseres Vertrauens kann in unserer Verbindung mit dem Alltäglichen lebenswichtig sein. Die kontinuierliche Zerlegung des Egos … die kultiviert und gefördert wird …, sondert uns bis zu dem Punkt ab, dass wir an unseren Ressourcen zweifeln … und uns den falschen Zwängen des Kollektivismus, des Leihens, der falschen Hilfe unterwerfen.

 

Und dieses Vertrauen, dass in jedem einzelnen der Wesen hinterlegt wird … und dessen wahrhafte Ausübung da ist, wenn wir es nicht als Eigentum ausüben, zeigt uns … zeigt uns eine andere Ebene von Vertrauen, dass es diese Kraft ist, die uns verbunden sein lässt, dass wir –die Lebewesen- die einen von den anderen gebraucht werden.

 

Unter uns wohnt” … –und das Vertrauen, dass die Schöpfung zu uns hat, in uns durch -… „unter uns wohnt” ein Zusammenhalt, eine Kraft der Integration, es zu verstehen, das Lebendige als „unbedingt notwendig“ anzusehen …, sich von der persönlichen Egozentrik aus bewusst werden, das wir permanent benötigt werden.

In keinerlei Hinsicht sind wir selbstständig. Wir müssen atmen, essen, schlafen …

Welches ist das Niveau der realen Unabhängigkeit?

„Keins”.

 

Wir sind ein bildhafter Entwurf des Schöpfer Mysteriums … –„eine imaginäre Gestaltung des Schöpfer Mysteriums”-, die uns umgibt und uns in einer Position in dieser Schöpfung platziert.

Und wenn wir uns untereinander ohne bestimmende Forderungen, ohne Forderungen, Beherrschungen, ohne Kontrollen entdecken, werden wir in die Bereitschaft eintreten …  dieses andere Vertrauen (span.: ‚confianza‘) zusehen … welches die Gemeinschaft des Lebens absichert und wir werden mit Genuss das Vertrauen annehmen, das in uns hinterlegt wird und es zu Diensten „von“ stellen.

(2 Minuten der Pause)

 

Wir sollten –wir sollten- aus unserem Verstreichen keine individuelle Kapazität machen. Wir sollten das universelle Bewusstsein akzeptieren, dass über jedem Wesen hinterlegt wird … und gleichzeitig … sollten wir uns in diese Präsenz in uns, unteruns hineingleiten lassen … um ein wirklich gesundes Zusammenleben zu erzeugen, ohne „Säbel“.

 

 

***

 


[1] ‘Con‘ = mit, ‚sentir‘ = Fühlen

[2] Dieses Wort gibt es so nicht. ‚Tropelía‘ schon und das wird mit ‚Amtsmissbraucht‘ oder ‚Gewalttat‘ übersetzt.