34.22 Uns in einer Position ohne dualitäten ausüben

 

BETENDER RUF

 

(3 Minuten der Stille)

 

Voll von Dualitäten … verstreichen die Menschheiten.

Unzufrieden den Tag hindurch … unzufrieden die Nacht hindurch …

Glücklich am Tag oder ... Missfallen in der Nacht, oder glücklich in der Nacht und glücklich für den Tag.

 

Es scheint, dass das Licht ein anderes wäre, wenn es dem Anschein nach nicht da ist und als müsste man sich für die eine oder andere Seite –mit dem darauffolgenden Zweifel- entscheiden-… oder aber hin zu einer Richtung durchgehen, ohne die andere zu bemerken.

Und was noch dringender ist, ist zu wissen, dass … man sich in Dem Einheitlichen befindet, aber man ist sich nicht ausreichend bewusst, noch wissend … um die Einzigkeit zu entdecken und anzunehmen.

Angefangen bei den Weisesten, die versuchen, in den Zahlen die Erklärung des physischen Ereignisses zu finden … und die uns versuchen einheitlich zu machen, von diesen in Anführungsstrichen „hohen Ebenen“, bis zu den alltäglichen Ebenen von: „Das mag ich, das nicht, das will ich, das will ich nicht …“

 

Der Betende Sinn vom Schöpfer Mysterium aus … wirkt sich auf die Einheit des Wesens innerhalb der Mannigfaltigkeit des Lebens, seiner Pluralität, aus.

ES ruft uns, um uns Eins mit der ganzen Pluralität zu fühlen und gleichzeitig ... mir „meiner Präsenz“ bewusst werden.

Und meine Positionen vereinen …, um so Übereinstimmungen von Einheiten aufzustellen zu können und nicht radikale Zerstreuungen, jene, die das scharfe Messer schwingen …; die aufgrund eines Fühlens, eines Urteilens ... Haltungen des Kampfes annehmen.

Es wurden und es werden Versuche dieser Einheit durch das spirituelle Fühlen mit den herrschenden Monotheismen gemacht. Aber sofort forderte jeder einzelne seinen Gott als den einzig wahren... und der Streit war serviert. So wie es sich ereignet hat und ereignet: Jeder einzelne hält seine Gottheit als die absolute hoch.

Und all das wird in der alltäglichen Kondition des Daseins verschwendet, indem einerseits verneint und verneint wird und andererseits bejaht und bejaht wird.

Die einen machen sich auf Kosten der anderen Reich; andere machen sich glücklich auf Kosten der Untreue und des Unglücks des anderen. Eine wahrhafte, konstante, permanente Kollision.

 

Und wenn aus dem Wesen nicht seine Einheit auftaucht und es dabei gleichzeitig seine Einzigartigkeit beibehält, dann deswegen, weil jedes Wesen stur auf „seiner Wahrheit“ beharrt. Und in Folge dessen schafft es die Lüge, denn da es an „seine Wahrheit“ glaubt, verachtet es „die anderen Wahrheiten”. Und so sind die Argumente der einen gegenüber den anderen falsch und die Wesen, die Gemeinschaften, die Gruppierungen … zerzausen sich.

Und so ist es, wie die Zölle, die Territorien, die etikettierten Parameter einer Einheit auftauchen.

 

Und das Bezeichnendste dieser Situation ist, dass es so scheint –„es scheint so” im Namen der Hoffnung-, dass man es bereits für selbstverständlich hält, dass „das Leben so ist”, dass „die Welt so ist”: Eine unordentliche Bewegung der Zuneigungen und der Lieblosigkeiten, der Anziehungskräfte, der Abneigungen, der Wahrheiten, der Lügen... ohne Wahrheiten zu sein, ohne Lügen zu sein … das individuelle Profil eines jeden Gottes annehmend, in das sich das Wesen verwandelt.

Und jeder einzelne macht sich übermächtig. So sehr, dass er nicht seine Position schätzt, dass er sie nicht überdenkt, dass er sie nicht der Einheit unterwirft, sondern dass es sich in seiner … obsessiven Gottheit gefangen nimmt, in der sich jedes einzelne Wesen erklärt hat.

 

Und so, wenn man sich die Geschichte anschaut … –in der Geschichte(?). Ja, die Geschichte: Diese Ansammlung des Gedächtnisses, der Erinnerungen, der Eindrücke, der Empfindungen ... die man uns erlaubt zu überprüfen, zu überlegen, anzuordnen, sich anzupassen ..., wenn man diese Historien sieht, dann sehen wir eine sukzessive und kontinuierliche Wiederholung von Irrtümern. So als wäre es das Schicksal, sich zu irren und uns dazu bringt, wiederholt in dieselben Vergehen zu verfallen.

Und es ist so, dass das Wesen, wenn es sich in einer Position radikalisiert, anscheinend die vorherigen Radikalisierungen vergessen hat. In Folge dessen glaubt es, dass die, die es in diesem Augenblick hat, die wahrhafte ist ... Und es ist dieselbe, wie bei anderen Gelegenheit, getarnt mit unterschiedlichen Argumenten, mit unterschiedlichen Situationen.

Und so ist es, wenn man die Geschichte sieht, wenn man die Geschichte sieht …  stellen wir permanente Widersprüche zusammen.

 

Wir sind als lebende Präsenz kein Konglomerat von Strukturen, die sich widersprechen oder die sich ihre Funktionen erschweren. Nein! Wir sind eine integrierte Konfiguration … einheitlich.

Das Pochen kämpft nicht mit der Inspiration, noch die Galle mit den Nahrungsmitteln. Der Darm maßt sich nicht die Macht an, obwohl sich die Macht sehr wohl das ‚Denken‘ (span.: ‚pensamiento’) und das ‚Gefühl‘ (span.: ‚senti-miento‘) anmaßt.

Und es ist von da an wann wir sehen könnten, wie sich das Wesen selbst angreift ... bis zu dem Punkt, sich nicht mehr zu erkennen.

 

„ICH kenne Dich nicht” –würde das Echo der Schöpfung zu diesem, zu jenem, zu jener, zu jenen sagen.

„ICH kenne Euch nicht. ICH habe Euch mit unendlicher Liebe der Präsenz, der Immanenz, des Schöpfer Mysteriums geschöpft. ICH habe Euch mit Ressourcen, mit Mitteln geschöpft. ICH habe Euch einen Plan der Treffen entworfen, der Gemeinschaften. (span.: ‚comuniones‘[1]). ICH habe Euch die Leidenschaften gegeben, damit Ihr Euch verschmelzt ..., so wie in den Lieben, die ich in unserer Schöpfung hinterlegte. Und jetzt, wo ich Euch sehe, kenne ich Euch nicht. Ich erkenne nicht ... die Vision des Entwurfs, die diseño que se tenía”.

Und das Echo würde weiter sagen:

„Ihr habt von MEINER Liebe das genommen, was Euch am meisten interessierte, nämlich Euch wie ICH zu fühlen … Und um so ein Schwert zu schwingen. Und jeder einzelne mit dem geschliffensten Stahl: Stahl der Worte, Ideen, Projekte …, Stahl, die unausweichlich den Streit suchten.“

 

Das ist nicht das Universum, das man betrachtet.

Und bis zu welchem Punkt kam die menschliche Kühnheit, die genau dann, wenn sie das Universum betrachtet, es mit der Vision ihrer Waffen macht! Und sie erzählen uns … dass die Sterne zusammenprallen, sie streiten sich, sie saugen sich auf, sie verschlingen sich …

Wir als Menschheit geben uns die alltägliche Version des permanenten Streits …

Und so ist es, dass sich zu leben in einen Wechsel von Positionen verwandelt … die heute für eine Farbe erhaben sind, aber die morgen … für andere Unterschiedliche sein werden(!), den vergessend, der bunt, ausgeblichen war.

Das Leben benutzend und missbrauchend. Und in diesem “benutzen und missbrauchen”  ist zweifellos “das Benutzen und Wegschmeißen”.

In einem Einheitssinn zu verbleiben wird ... ‘ältlich’, alt, unangemessen, gebrechlich ... und es gilt als „gut“, der „Streit“ gilt für gut.

“So ist das Leben” –sagt der alltägliche Sinnspruch.

So ist das Leben … ? Ein Etikett der Konfrontationen …?

So ist das Leben? Ein ausgeblichener Eifer in der Verfolgung der neuen Verpackungen … die denselben vorherigen Misserfolg enthalten?

 

 

In dem geduldigen Warten der Hoffnung … pocht aus der Ferne der Zusammenfluss des Wesens … in seiner einheitlichen Verschmelzung.

 

Es gibt Ausnahmen … der Historien, die sich in diesem „Hintergrundgeräusch“ gestalteten … das sich nicht konfrontiert, aber das sehr wohl die Klarheit von uns fordert, uns eins mit der Umgebung, mit sich selbst zu machen … indem man die permanente Dualität auflöst: diese Verbindung der Macht … die als Wahrheit ausgeübt wird.

 

Der Betende Ruf ermuntert uns, dass wir uns in einer Position ohne Dualitäten ausüben, in einer … klaren Geschichte; nicht ausgeschnitten, nicht begrenzt, zusammengefasst und eingeschränkt aus Interesse, eine Geschichte zu präsentieren,  die nicht die Geschichte ist. Immer rechtfertigen und sich rechtfertigen … in dieser Dualität, die damit endet, sich in „Gerechtigkeit“ zu verwandeln, sich rechtfertigend. Und letztlich ist es „logisch“ … zu enden. Letztlich ist es richtig … zu konfrontieren. Es wird richtig zu zweifeln. Es wird richtig und Gerechtigkeit … den Anschein vorzugeben.

Und so zwischen Rechtfertigungen werden betrügerische Geschichten geschrieben … die unausweichlich mit anderen kollidieren.

 

Wenn für einen Augenblick … wenn für einen Augenblick das Wesen bemerken würde, dass ihm alles gegeben wurde –und es hat das nicht bemerkt-... würde sich ein anderes Wesen zeigen, eine andere Dimension würde erscheinen …

Und so könnte das Wesen den wahrhaften Entwurf entdecken, den es über ihm gibt...

Und dass ‚ALLES‘ –einheitlich- ihm das gegeben hat, was es in seiner Position benötigt.

 

Und dabei ist es so mit ALL dem Gegebenen, anstatt... Unermesslichkeit zu werden –„anstatt Unermesslichkeit zu werden”- wird es zur brennenden Klinge, um zu schneiden.

 

Es sammelt dieses ALLES als eigen, persönlich, individuell auf und macht aus seinem Wesen eine Fackel … die verbrennt.

 

(2 Minuten der Stille)

 

aaaAAAAAAMMMMmmmmmm

 

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[1] Gemeinsamkeiten, Seelengemeinschaften