29.22 Jedes Wesen repräsentiert und ist das Äquivalent der Menschheit

 

BETENDER RUF

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Die Menschheit zeigt sich uns zitternd.

Unsere Kriterien der Referenz lösen sich auf.

Der Skandal der Korruption lastet mit einer Färbung der Normalität, so als wäre es ein Mechanismus der Verteidigung, wobei gleichzeitig die Mächte und die Gesetze mit ihren immer übermächtigeren Forderungen versklaven.

Vor nicht allzu langer Zeit -wir können sagen im letzten Jahrhundert- könnten wir sagen, dass es Konflikte und Spannungen in bestimmen Aufenthalten oder an bestimmten Orten gab, während andere fortdauerten … wir sagen nicht ruhig, aber schon stabil, wir sagen nicht komfortabel, aber schon verbessernd.

Wenn man in das XXI. Jahrhundert eintritt, dann dehnen sich die Entwicklungen der Menschheit, die sich globalisiert haben -im wahrsten Sinne des Wortes- „wie Schießpulver“ aus, denn die Macht der Gewalt markiert die Zeichen. Und wir finden nicht mehr – „und wir finden nicht mehr”- diese Räume, diese Orte, wo … sich eine gesunde Evolution ergeben konnte; wenn überhaupt eine konditionierte Evolution. Auch wenn es stimmt, das abgrundtiefe Unterschiede in allen Bereichen der Menschheit existieren, die man jetzt offensichtlich machen kann: in Kultur, in Gesundheit, in Wissenschaft, in Technologie ... Abgründe!

Eine so ungleiche Menschheit(!) … die in den Weg der Gewohnheit eintritt, dass das Verstreichen unserer Spezies so ist, und in Folge dessen wird dieser Mechanismus des Protestes, der Rebellion nur wenig manifestiert, wenn überhaupt … wird er auf die  Streiks reduziert, die sehr signifikante kollaterale Effekte produzieren, sobald sie manifestiert werden.

Die Ressource des Protestes war -schauen Sie einmal genau hin: war(!)- wie etwas…, das benötigt wurde. Man neigt dazu, alle Klagen, Proteste und Enttäuschungen als natürliches Zusammenleben anzunehmen.

Wenn man …, wenn man diese Situation in Betracht zieht, dann fühlt sich unsere Sensibilität zwischen beschämt, gekränkt und mutlos in einem Labyrinth oder einer Einbahnstraße an … wo die sichtbaren Versuche nicht mehr als eine Wiederholung anderer sind, die bereits gescheitert sind.

Und es scheint –angesichts dieser Situation- … es scheint, dass ein Vorschlag, die Menschheit zu heilen(!) … verrückt sei; es scheint, als wäre es etwas Übertriebenes, was sich nicht in unseren Händen befindet!

Aber der Betende Ruf ermahnt uns: Angesichts des gekränkt seins, die Ruhe; angesichts des Zerfalls, die Pflege; angesichts der Unfähigkeit, die Hilfe. All das ist heilend!

Und jedes Wesen repräsentiert und ist das Äquivalent der Menschheit.

Und wenn wir uns in diesen Vorschlag versetzen, die Menschheit zu heilen, darf das keinerlei Art von Führungsrolle sein, ohne irgendeine Art von Wichtigkeit, aber schon mit einem überzeugenden Glauben(!), gemäß dem wir jedes Mal, wenn wir uns in Beziehung setzen, wir sprechen … wir in Kontakt gehen, zueinander in Beziehung stehen und mit der Menschheit sprechen. Weil jedes Wesen das Äquivalent dieser Menschheit ist.

Und wir befinden uns angesichts der Notwendigkeit zu handeln -aufgrund des regierenden Zerfalls, aufgrund des Schweregrades des Patienten „Menschheit“.

Und „handeln” bedeutet zuhören, zusammenleben, teilen, lächeln, überdenken, erwägen, sich anpassen, jeden Augenblick kreativ werden, respektieren!

Alles sind Worte, die offensichtlich in „bla-bla-bla” verbleiben können. Aber es sind Worte, die man ausüben muss; es sind Worte, die man realisieren muss; es sind Worte, die für den Betenden die Verpflichtung mit sich bringen zu heilen, die Verpflichtung, sich selbst zu heilen, die Verpflichtung, sich als Menschheit zu fühlen und als solche mit dem Beispiel, mit der Ausdauer, mit dem Verhalten vorzugehen, die Referenz des Schöpfer Mysteriums zu haben, DAS nach uns … verlangt, DAS uns ruft, DAS uns sagt.

Und DAS uns heute vorschlägt, die Menschheit zu heilen, so als ob wir es wären ... Wir sind jedes einzelne der menschlichen Wesen. Wir sind alle gleichzeitig. Wir sind auch gleichzeitig jeder einzelne von uns.

Wir sind … –das stimmt- eine Einheit, die zuhört, die gerufen wird, damit sie betet … und die vorschlägt, die projiziert.

Und so, jedes Mal, wenn wir uns auf jemanden einstimmen, sollten wir den Betenden Ruf ausüben, und dabei muss nicht nur seinem Symptom, seinem Kummer, seinem Leiden beigestanden werden, sondern wir müssen auch eine Aktion über dem Wesen sehen, die über das Wesen hinausgeht –diesem Wesen, das klagt.

Und wenn man handelt, wenn man hilft, wenn man kollaboriert zu wissen, dass ich das nicht nur gegenüber diesem Wesen mache, sondern jeder einzelne eine Replizierung, eine Vibration aller ist.

Und in dem Maße wie wir einen behandeln, wird das, was wir tun, was geschieht, zu allen das kommen.

 

Und es ist nicht wahnwitzig zu bestätigen, dass unsere Leiden der Menschheit die Folge eines Daseins, einer Art und Weise zu leben, eines Verhaltens zu antworten ist …

Infolgedessen werden wir jedes Mal, wenn wir unsere betende Position ausführen, nicht nur in jenem, in dem anderen, in jenen oder diesem Einfluss nehmen, sondern in allen.

Aber infolgedessen müssen wir diese Intention konservieren: zu wissen, wenn ich einen Schmerz beruhige, werde ich ‚intentioniert‘ den Schmerz dieser Menschheit beruhigen, die aufgrund von … unendlichen Ursachen stöhnt.

Die wir sehr wohl in mehr oder weniger wichtig klassifizieren können, aber jedes Universum eines jeden Wesens … kultiviert ein Leiden. Und in dem Maße, wie wir den Durst des einen stillen, wird sich der Durst der anderen mildern.

 

Dieser Prozess geschieht in sich: Die Lebendmaterie ist permanent miteinander verbunden.

Aber das Plus, das sie jetzt benötigt … wegen des Verfalls, den sie durchmacht, muss von der Intention des Bewusstseins herrühren, sich als universeller Vermittler zu wissen … der ein Verhalten eines neuen Bewusstseins fördert.

Ein neues Bewusstsein, das uns zur Würde transportiert, welche die Menschheit benötigt.

Ein neues Bewusstsein, das uns in eine befreiende Disposition mit wachsenden Tugenden versetzt.

Ein neues Bewusstsein, das uns fühlen lässt, dass wir in der Lage sind –je nach Glaubensvorstellung- in einem Schöpfer Mysterium zu replizieren, das unsere Anwesenheit ermöglicht, in einem Hauch des Schutzes, der sich ausdehnt und in einer ausdauernden Hoffnung des Beispiel Gebens. Das gleichzeitig wie es handelt, wartet; das gleichzeitig wie es handelt, von der Pause weiß; das gleichzeitig wie es handelt, das Warten kennt.

Ein neues Bewusstsein, das aus dem Tagesanbruch (span.: ‚ama-necer‘) hervorgeht.

Und dass man damit die ausreichende Stütze hat, um sich als Menschheit zu fühlen, um sie zu repräsentieren und damit, jedes Mal, wenn man sich projiziert, wenn man sich zeigt, man das hin zur Menschheit … und durch jeden einzelnen macht: von jedem aus der Nähe, von jedem in der Nähe, von jedem Kind, von jedem Vater, Mutter, Alten, Bekannten, Unbekannten… …

Eine unermessliche Liebe hat uns nicht an diesen Ort des Universums gebracht, um vulgär in einer Wiederholung und eine Obsession der Macht und der Gewalt(!) zu durchlaufen, die sich bereits in jedem Wesen und in jeder Ecke wie das beste Kriterium ausdehnt, um zum Beispiel die Ordnung und die Sicherheit aufrecht zu erhalten.

 

Ist denn etwa jede Geburteine Lüge (span. ‚naci-miento‘[1])? Naci-miento.

Ist denn etwa nicht jede Geburt (span. ‚nacimiento‘) eine Sicherheit eines neuen Gesandten, der notwendige Ressourcen bringt?

Ein geboren werden ist kein ‚ich werde geboren und ich lüge (span. ‚naci-miento‘).       

Infolgedessen gehört es nicht … gehört es nicht zur Menschheit, sich durch die produktive, durch die Forderung nach Ertrag, nach Besitz, die verteidigende, beschützende … Forderung mitreißen zu lassen.

Es gehört nicht zur Liebe, im Misstrauen, in der Verteidigung, in dem versklavenden Verhalten von dem Unvermeidlichen geboren zu werden!

SIE haben uns nicht in dieses Universum gebracht, damit wir unvermeidlich sind!

SIE haben uns gebracht, damit wir in ihm (dem Universum) verstreichen.

SIE haben uns nicht hierhergebracht, damit wir Deterministen sind(!) ... und Sklaven von Meinungen, die nachweisen, die versichern, die begutachten.

Unsere Ohren sind nicht Komplizen dieser gebrechlichen -und sie dürfen es nicht sein.

Das Universum ist nicht gebrechlich. Das Universum zeigt sich uns expansiv, schöpferisch, innovativ, überraschend, fantastisch, ausnehmend! Und alles, was sich in ihm erzeugt ist so -und so ist es!

Mit was für einer Kühnheit verbreitet sich der Mensch in den Meinungsverschiedenheiten, in dem Ungleichgewicht, in der Wut, in der Rache.

„Zweifellos” ruhen das Erbarmen, die Barmherzigkeit, das Mitleid, die Vergebung der Schöpfung permanent über unserer Spezies.

Wenn es nicht so wäre, dann hätten wir uns schon alle verschlungen.

Deswegen ist es im Namen des Erbarmen, der Barmherzigkeit, der ‚Vergebung’ konsequent, die Rolle des betenden Horchens anzunehmen, unser heilendes Verhalten der Menschheit zu betrachten. Das bedeutet, dass wir Notiz nehmen müssen, dass das Erbarmen auf uns ruht, dass uns die allerhöchste Güte permanent unterstützt, dass uns die Barmherzigkeit aus den Miseren erleichtert und uns zum Lächeln bringt, auch wenn es die letzte Stunde ist.

Dass die Vergebung als Ausdruck des Wohlwollens, als Ausdruck der unendlichen Liebe da ist, damit wir uns nicht schuldig fühlen, damit wir uns nicht selbst angreifen(!), damit wir der „Hoffnung“ treu sind, die auf uns hinterlegt wird.

 

Momente rufen nach unserem Bewusstsein, nach unseren Bewusstseinszuständen; Momente rufen jetzt(!), damit wir Beispiele sind, damit wir Widerspiegelungen eines neuen Bewusstseins sind … welches den Betenden Ruf „Menschheit zu heilen“ akzeptiert.

 

Immer tauchen die Entschuldigungen auf; immer werden die Vorurteile auftauchen, die Ausreden, die Rechtfertigungen …! Dennoch, wissend, dass die als Gespenster auf der Lauer liegen, muss unser Bewusstsein über all dem schweben, muss es in seinem Prozess auf dem Laufenden sein.

Und „auf dem Laufenden sein” in dem Verstreichen eines jeden einzelnen bedeutet, über den Erwägungen der Hinweise der Furcht, der Vorsicht, der Sicherheiten zu stehen ...

Der Schöpfung zu Diensten stehen!

Und wenn das Wesen sich bereitstellt ein Diener der Schöpfung zu sein, dann verschmilzt sich der individuelle Hauch mit dem Schöpfer Mysterium … und es ist möglich, dieses Fließen zu fühlen, das permanent hin zu jedem Wesen ausströmt und das uns die Erfahrung zu leben ermöglicht!

Und dass wir durch sie (diese Erfahrung) fühlen, dass unsere Anwesenheit permanent ist; wir fühlen die Ewigkeit in unseren Rücken … und die Unendlichkeit in unseren Eingeweiden!

Und so werden unsere Schritte unsterblich und unsere Sinne permanent verliebt.

 

Keinerlei… keinerlei menschlicher Vorschlag, so mächtig er auch sein mag -und diese Macht wird ihm gegeben und wir geben sie den anderen- ist in der Lage -auch wenn sein Verhalten eine Herausforderung ist-… ist in der Lage, ein Schöpfer Bewusstsein, ein befreiendes Bewusstsein zu biegen. Weil jedwedes menschliche Vorgehen, das für „pervers” gehalten werden kann, den Augenblick des göttlichen Lächelns hat, die Umwerbung der Güte hat.

Von daher ist unsere Funktion nicht zu urteilen, sondern hin zu nicht zu diskutierenden Positionen neu zu kreieren, zu vergeben, zu evolutionieren. Ja, jene, welche die Universalität als Rückendeckung haben.

 

Mich mit der Allerhöchsten Güte in Übereinstimmung zu fühlen ist unbestreitbar.

Jemand oder etwas wird sagen:

  • Ah, also ich glaube nicht daran.
  • Gut.
  • Wir können sprechen über ...
  • Es gibt nichts zu sprechen.

Wenn man von dem Nicht-Glauben ausgeht, dann werden die Worte zur Hintergehung, sie werden zu Scherben, sie werden gewalttätig.

Umgekehrt, wenn die Worte aus der Schöpfung, dem Glauben hervorgehen, werden sie faltbar, sie werden flexibel, sie werden Komplizen!

 

Es ist nicht der Moment der Unmöglichkeit, es ist der Moment der permanenten, ermöglichenden Disposition!

Es ist nicht der Moment der Schwäche, es ist der Moment des Enthusiasmus(!), der ausdauernden Hoffnung.

Es ist nicht der Moment von „nachher”..., „später”..., „einen anderen Tag”…

Es ist der Moment von jetzt(!), eines jeden Tages.

Es ist der Moment, sich in der Ausnahme eines neuen Bewusstseinseins auszuüben.

 

„Nachher” ist viel zu spät.

 

„Jetzt!“ „Auf die Minute!“

 

Ámen[2], Amen, Amén!!

***

 

 


[1] ‚Naci‘ = Ich wurde geboren, ‚miento‘= Ich lüge; ‚nacimiento‘ = Geburt

[2]Ámen = Lieben Sie