28. Essenzen der Menschheit, der Unendlichkeit, der Ewigkeit, der Unsterblichkeit

 

BETENDER RUF

 

(3 Minuten der Stille)

 

Und in jeder fortschreitenden und evolutiven(?) … Position, welche die menschlichen Gemeinschaften annehmen, werden die Individuen, die diese bilden, immer radikaler. Sie werden sich ihrer Wahrheiten immer bewusster; sie werden gegenüber dem Zuhören anderen gegenüber immer tauber, immer oppositioneller durch die Einflüsse, denen man unterliegt.

Das Wesen nimmt so seine Gemeinsamkeiten gefangen. Seine unumgänglichen Gemeinschaften, um zu leben.

Menschliche Gemeinschaften und mit allem Lebenden.

Und auch wenn sich die Verbindung offensichtlich zeigt, ist das Bedürfnis nacheinander –oder der einen nach den anderen- stärker, und die persönliche Überzeugung, der wahrhafte Grund, die Unnachgiebigkeit werden „mächtiger“.

Aber gleichzeitig dehnt sich -eigenartiger Weise- diese Position aus und sie wird interventionistisch … und sie meint, sie nimmt Einfluss, sie setzt auf, sie nähert sich an und sie entfernt sich von unterschiedlichen Positionen. Mit ihrer Wahrheit auf dem Rücken, klar.

Der Betende Ruf weist uns auf diese Dispositionen hin … die, abgesehen davon, dass sie die Chronizität und die Zerstörung offensichtlichen machen, die das mit sich bringt, mit einem Grad der Akzeptanz weitermachen, weil es –tatsächlich- eine Art und Weise ist, ein Schöpfer Mysterium zu ersetzen. Es bedeutet, selbst „die Wahrheit” zu ernennen … Es bedeutet, sich selbst als „das Authentische“ zu definieren. Und deswegen nimmt es (das Wesen) sich selbst gefangen, aber gleichzeitig nimmt es auf alles Einfluss.

Und so, wie der Spruch oder das Sprichwort sagt: „Weder lebt man noch lässt man leben“.

Man lebt in einem chronischen Unbehagen zusammen, mit einer Beklemmung vor dem aufgelauert werden, mit einem permanenten Misstrauen …

Und all das spiegelt sich wider und zeigt sich im Alltag, im Gesellschaftlichen, in dem Gemeinschaftlichen. Das ist nicht etwas … worüber man „diskutieren könnte”, was geschieht oder nicht, auf jeden Fall, vielleicht … Nein. Das ist da.

 

Der radikale Individualismus ist zweifellos nicht eine Konsequenz unserer Beschaffenheit.

Er ist vielmehr ein Verzicht auf ihn.

 

Wird es so sein … wird es so sein … wird es so sein, dass das Schöpfer Mysterium so behutsam ist, dass es anscheinend unbemerkt bleibt und ES uns glauben lässt, dass unsere Vorschläge, unsere vorherrschenden Positionen die einzigen und die besten sind?

Wird es so sein, da uns -die Schöpfung- das Beste der Leben gibt, dass wir diese in erduldete Leben” verwandeln, mit dekadenten und „nicht wiedergutzumachenden“, Verhaltensweisen, mit „Unmöglichem”, aus der dringenden Notwendigkeit heraus zu beherrschen, zu kontrollieren …?

Dieses unterschwelligen Grunes… von Resignation und Klage!

Es ist so als würde man sagen: „Wie gut, dass ich frei bin, aber was für eine Verzweiflung, dass ich nichts ändern kann.

 

 

Es ist nicht schwer zu sehen, dass alles sehr schnell verzehrend, versengend geschieht.

Aber auch wenn es sehr deterministisch und ausrottend erscheint … und man sich so verhält, sind unsere Essenzen der Menschheit da.

Und in dem Maße, wie SIE uns zum Beten rufen, treffen wir SIE dort:

Diese Essenzen des Unendlichen, der Ewigkeit, der Unsterblichkeit …

Diese Instrumente der Flexibilität, der Anpassung, der Hoffnung …

Die kontinuierlichen Wahlmöglichkeiten und Möglichkeiten … die eine „anscheinende” Anstrengung mit sich bringen, aber welche die Repräsentation dafür ist, uns in unseren Bewusstseinszuständen erweitert zu sehen, aufgrund eines makellosen Tuns.

 

 

Der Eifer, den, der sich in der Nähe befindet, zu falten, der Eifer, die Meinung aufzuzwingen, die Beharrlichkeit darauf … sich einzurahmen und der Verzicht darauf, sich rund zu machen …

Die Anhäufung von Backsteinen –ohne irgendeine Wolke- … schließt den Raum und kapselt den Konstrukteur ein, der sich -er selbst- Backstein für Backstein … angesichts der Gewissheit seines Verstandes und angesichts der Suche nach seiner Sicherheit einschließt.

Die Wolken … sind noch nicht einmal nahe.

 

Der Betende Ruf erfleht unsere signifikante Transzendenz, unsere permanenten Wolken, die unsere Sinne … weit über das Vernünftige hinaus … transzendieren lassen.

 

 

Unter der Weisung, dass „jeder machen kann, was er will”, wird das Wollen nach und nach seine Possessionen absorbieren und phagozytieren und es wird das verachten, was es nicht schätzt. Es (das Wesen) wird seine Vorschläge hintergehen, es wird seine Versprechen nicht halten. Und in dem Maße, wie es sich mehr ausübt, wird es mehr Applause bekommen, weil es scheint, dass er freier ist.

 

Und so neigt man dazu, das vulgäre, das Gewöhnliche, das Wiederholte, das Sichere, das… „Legale” für wertvoll zu halten.

Und auch wenn die Legalität schrecklich erscheint, scheint der Gehorsam ihr gegenüber unausweichlich. Es ist so, als würde man in diesem strikten Befolgen der Gesetze den Aufdruck der Macht, die Äquivalenz zum Göttlichen anerkennen.

 

 

Derjenige, der wirklich auf das Leben baut, der baut auf seine Universalität, auf seine schöpferische, kreative Abstammung, welche seine Gegenwart möglich macht, welche uns die Belebtheit gibt, um zu suchen, welche uns die Überraschung zu entdecken gibt, welche uns das Erleben zu Lieben ermöglicht. Und damit das zu entdecken, dass wir geliebt werden.

 

(2 Minuten der Stille)

 

„Wohl wissend ” wird die Ehrlichkeit eins ums andere Mal verschoben. Die Projekte werden eins ums andere Mal verschoben. Die Ideale werden eins ums andere Mal verschoben.

Die Verzweiflungen werden eins ums andere Mal … gebilligt. Und geschützt durch die ‚verschlechternden’ Beispiele, werden die Sicherheiten argumentiert: „Das Leben ist so.“ Und es werden nur wenig Wetten abgeschlossen … für eine Konversion hin zum wahrhaft Befreienden was mit sich bringt, ein Instrument der Schöpfung zu sein, ein Vermittler der Realisierungen, ein Förderer von Projekten, ein Kultivierender … der Gaben, auf die gewartet wird, und auf die wir als Empfänger alle warten.

Uns allen mangelt es, wir alle befinden uns in einem Mangelzustand. Und unsere Kommunion mit dem, was wir benötigen hat jener, der andere, jene … Und in dem Maße wie wir uns so ausüben, öffnen sich Horizonte, zeigen sich die Möglichkeiten …

Man sieht und man fühlt das Eingreifen der Schöpfung.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Jedes Wesen in seiner Intimität -und wir sollten das mit ehrlicher Aufrichtigkeit sehen- erfordert eine Position der … Außergewöhnlichkeit, so wie es jedes Wesen in seinem unwiederholbaren Modell ist. Und als solches bringt das die Gewissheit mit sich, uns orientiert, gewarnt, gerufen fühlen zu sein.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Uns im Dienen als Beispiel zur Verfügung zu stellen, dass SIE uns dienen … ist ein exzellentes Verhalten, damit wir uns sehen, die einen wie die anderen … sehnsüchtig danach, dass wir uns aus den Bewertungen, Randbemerkungen und dem Determinismus befreien … die uns kodieren, die uns klassifizieren und die uns verurteilen.

 

 

Auf dass uns das ERBARMEN, das sich über uns ausschüttet, erlaubt, Güte über anderen erzeugen, mit den anderen.

 

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