27. Transzendieren

 

BETENDER RUF

 

(5 Minuten der Stille)

 

Die fortschreitende und unaufhörliche Materialisierung in der alltäglichen Realisierung auf der Basis des Ertrags, des Nutzens, des Konkurrenzkampfes, der Vorherrschaft, macht aus dem Bewusstsein des Daseins eine permanente Wachsamkeit, einen permanenten Alarm… beladen mit Misstrauen und mit Instinkten des Überlebens.

Es scheint so, dass sich die Herrschaft –durch die Verschlechterung, durch die Zerstörung, durch die Auferlegung- in allen Proportionen oder Skalen –ausgehend von den größten bis hin zu den persönlichen- triumphierend zeigt.

Der Atem… der Atem des Hauchs der Seele, des Geistes, der Schöpfung, verkümmert in der Ferne…, er zittert. Und kontinuierliche Beispiele einer Lebensart für das Einkommen, für Erfolge… ohne, sich um die Konsequenzen zu kümmern, weisen uns auf eine fortschreitende, gewohnheitsmäßige, straflose… Bewegung der Spezies hin, die davon ausgeht…, die annimmt, dass sie nach und nach verschwindet; sie nimmt die willkürliche Gewalt von „einem weniger“ an. Die ‚euthanasische‘ Eugenik wird immer offensichtlicher.

Wenn es in irgendeinem Moment Ideale gab, die protestierten, die baten, die forderten(!)… sich aus dem produktiven Joch zu befreien, gibt es daran kaum noch Erinnerungen.

 

Die Aussichten dieser Zeit, in der wir uns befinden, sind besorgniserregend. Und sie machen uns gegenüber der Notwendigkeit wachsam, dass wir zu Aussichten unter der schöpferischen Referenz, unter der Vormundschaft… des Lebens selbst(!) werden müssen, das sich sicher weiß, das weiß, dass es lebensfähig ist, das sich gesund weiß, dass sich fähig weiß zu transfigurieren, zu transformieren, sich zu reparieren, fortzudauern.

Auch wenn es stimmt, dass diese Position keine Belohnung mit sich bringt, sie ist nicht gewinnbringend, sie trägt keine Ersparnisse bei… Sie investiert und investiert permanent in dem Bewusstsein, sich in einem Schöpfer Universum präsent zu fühlen.

 

Der Betende Ruf treibt uns zu Handlungen an –welche es auch immer seien-, die dieses transzendente Echo haben, die diese Vibration in dem Bewusstsein eines Fühlens als Universum haben; eines Fühlens, sich zu sehen und… die visionäre Realität zu sehen, was nicht ‚tangente‘[1] ist, was nicht greifbar ist…! Was unsichtbar ist. Und was gleichzeitig im Dasein, im Verstreichen innewohnend ist.

Es ist… Zeit, es wird Zeit, mit den obsessiven Streitgesprächen, den Erklärungen, den Unsinnigkeiten(!) des Verstandes aufzuhören, die zu einem miteinander Teilen und Zusammenleben führen, das unbequemen, unangenehm, beladen mit Vorurteilen, mit Urteilen, mit Strafen, mit bissigen Kritiken ist, in denen nicht das liebenswürdige Wort „dem anderen gegenüber“ auftaucht, der angenehme Kommentar „für”…, sondern die kontinuierliche Kritik und wo die Dreistigkeit anzuschuldigen wieder ergrünt…

Das ist der Verderb.

 

„Transzendieren” ist die Position, die uns dazu bringt, uns von der permanenten Klage loszulösen, von der konstanten Unbequemlichkeit, den aufgezwungenen Forderungen!

 

Und noch… noch ist man in der Disposition-Position es zu bemerken.

Die Anstrengung ist dringend notwendig, gewiss. Aber die einen und die anderen müssen die Notwendigkeit bemerken, dass man die  possessive Maschinen Maschinerie transzendieren muss, die uns überschwemmt, die uns ruft, die uns belohnt, die uns bestraft.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die permanenten und steigenden Streitigkeiten, die da latent, unbequem, aufbewahrt, abweisend(!) verbleiben, die versuchen, sich nicht zu zeigen, aber… wenn man nur ein bisschen auf der Hut ist, entdeckt man sie. Das muss man entfernen(!), auflösen(!) und sich dieser neuen Dimension des Transzendenten gegenüber widmen.

 

Ohne Angst, sich trauen… mit Kraft(!)… eine andere Version der Tatsachen auszudrücken, eine andere Perspektive dessen, was geschieht...

Darauf hinweisen –in Bezug auf diesen sauren und rauen Dialog gegenüber anderen-… darauf hinweisen, dass er dem ähnlich ist, der andere mit Steinen bewirft; der den Splitter im Auge des anderen sieht und nicht den Balken im eigenen.

Der Betende Sinn bereitet uns in dringender Art und Weise… in Bezug auf diese Situation vor; die manchmal weit weg zu sein scheint, aber die die Runde macht, die da ist. Und ohne die Absicht zu verletzen, ist sie durch einen Stil des mächtigen Bewusstseins  eingeprägt, ein Stil des vergöttlichten Bewusstseins, das… im Ego  emporgehoben ist!

Diese Verwandlung des Ego (ich) in „uns”; diese Verwandlung in „Schöpfung”, diese Verwandlung von „Uns-Schöpfung“, in Visionen von… neuen Missionen(!), von solidarischem Verständnis, von Entgegenkommen… aber gleichzeitig von strenger Überzeugung, dass die Güte das Instrument ist und nicht die Rute der Strafe und der Preisball.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Die Sorgfalt des Wortes… Die Vorsicht mit dem Vorurteil, die Vorsicht der Strafe.

Vorsicht im Sinne von „nicht Ausübung“. Das sind nicht die Thermometer des Zusammenlebens. Es sind ihre widerrechtlichen Besitzergreifer. Es sind die, die beabsichtigen, ihre Motive, ihre Gründe aufzuzwingen.

Den anderen mit seiner Natur, mit seinen Verhaltensweisen, mit seinen Positionen, mit seinen Realisierungen annehmen… und ein Fühlen, ein gemeinsames Ideal teilen(!) ist der Weg, um dieses merkantilistische Bewusstsein… den des Gewinns, des Verlustes, des Unrechts, der Belohnung und der Strafe zu modifizieren.

Für Momente scheint es unmöglich. Für Momente scheint es, dass die Gezeiten so stark sind, der Tsunami so mächtig ist… dass es uns fast alle mit sich zieht. Wir haben die Mission, ein „fast(!) zu sein, in diesem „fast(!)”… mit einer relevanten, offenbarenden Disposition zu sein, die zuhört, die fühlt, die ausdrückt, die begünstigt, die betrachtet(!), und die sich ausübt in einer zuvorkommenden, mitwirkenden Disposition. Die nicht in Verdrehung mitwirkt, in der Nichteinmischung, in dem Schauen hin zur anderen Seite, wenn man erforderlich ist, in dem leichten Disput für den Anschein.

Fast alle! Aber „fast”…

Man muss „fast” die rigorose und zuvorkommende Überzeugung haben, „alle” zu sehen sich als „fast” zu fühlen.

Und sich darin ausüben, in dem „fast”, ohne Scham, ohne Furcht vor…                   –sicherlich- kritisiert zu werden, beschuldigt zu werden, sich außerhalb der Realität zu befinden, außerhalb von… –außerhalb(!), außerhalb(!)-… und dahin zu kommen, uns zum Beispiel mit einer Arbeit, einer Rente oder eine Sicherheit –mittel- oder kurzfristig- verführen zu wollen, was uns die gewöhnliche Existenz eines sterblichen Transits garantiert. Und was sie (die Menschen) als offensichtlich, natürlich und ihnen eigen anerkennen. Und man wird es ihnen als etwas anbieten, was man annehmen muss. Und es wird golden und vernünftig erscheinen, und es kann bewirken… es kann bewirken, dass das „fast“ immer weniger wird! Aber Ebbe und Flut reißen mit, rufen und brüllen in ihrer Verzweiflung.

 

Aufmerksam, mit der Gewissheit des schöpferischen Wohlwollens, mit der kreativen Inspiration, die keinen Gewinn sucht, mit der disponiblen Disposition des notwendigen Offensichtlichen, mit der wohlwollenden Anpassung der „Anderen“… und der treuen Verpflichtung zu evolutionieren, zu modifizieren, Schwere abzuziehen und Enthusiasmus zu addieren!

Schwere abzuziehen und Enthusiasmus zu addieren!”

 

Man muss aufpassen; immer mehr aufpassen.

Das Verhalten ist, zu transzendieren.

Sich ohne Kompensation zu ‚kreativieren‘ ist die Disposition…

Die Überzeugung einer unerschöpflichen Vorsehung, die uns betrachtet.

Der treffsichere Hauch des Schöpfer Mysteriums, der uns mit seiner unendlichen Barmherzigkeit aufnimmt.

 

Hab Erbarmen!

 

Die Bewusstseinszustände, die das Wohlwollen und die Vorsehung fühlen, wenn sie zu jeder Aktion transzendieren, wenn sie die Schöpferliebe fühlen… und aufhören, sich mit der plagenden Auswirkung „zu gewinnen“ selbstverherrlichen, werden zu Gewissheit.

 

Den Pfahl auflösen, der wie… unausweichlich eingeschlagen wird.

 

 

 

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[1] “Tangente” : was berührt