24.22 Eine Kommunion, eine Kommunikation, eine Gemeinschaft des Lebens

 

BETENDER RUF

 

(3 Minuten Stille)

 

Und die unterschiedlichen Menschheiten… verstreichen mit sehr ungleichen Perspektiven.

Und all das aufgrund des… intelligenten(?) Willens derer -man müsste das Wort definieren-, die sich die Macht aneignen, die aufstellen, was der Ruhm ist… und (des Willens) derer, die diese Position akzeptieren und aus Obligation heraus gehorchen, die ohne Ergebenheit leiden, die sich wegen des Schicksals daran gewöhnen… und sie lasten        –als Menschheiten- zwischen Klagen, Ängsten und Erfolgen(?) –mit Fragezeichen das mit den „Erfolgen“.

 

Die Angst vor dem Schlag, die Angst vor der Kritik, die Angst davor zu verlieren, die Angst davor nicht erfolgreich zu sein, Angst vor Strafen, Angst…

Als Antwort: die Klagen der einen, die Klagen der anderen…. und ausdauernde Gewalt von der einen und von der anderen Seite.

Alles ein lustiges Panorama… von ungerechten Urteilen, von dem systematischen „den Splitter im Auge des anderen zu sehen und nicht den Balken im eigenen”. Aber die Straffreiheit beschützt uns und erlaubt, dass all das geschieht. Und so wird das Zusammenleben unruhig, die Versprechen werden schwach und… die Unterstützungen, das Zusammenarbeiten, die Solidaritäten werden so spärlich...!

Und abgesehen davon, zu wissen –„zu wissen”-, dass… wir im weitgefassten Sinn des Lebens alle von allen abhängen, stellt jeder einzelne sein operatives Bewusstsein auf von „Befehl, Anweisung, ich entscheide, ich handle, ich zwinge auf…“

Es könnte so scheinen, als ob es eine Errungenschaft wäre, dass jeder einzelne mit seinem Kriterium und seinem Bewusstsein das Schlechte, das Normale, das Anormale einführt…

Der Konsens lässt so sehr auf sich warten…(!), man ist so wenig entgegenkommend…; man trachtet nach so wenig Transzendenz…(!),  dass es scheint, dass es eine Menschheit ist, die schreit: „Rette sich wer kann!” Was so ist, als würde man sagen: „Rette sich, wer Macht hat.“

Diejenigen, die glauben, haben Hoffnung, kultivieren den Glauben, die Ausdauer…      –das ist in Ordnung(!)- es sind viel zu wenige, um… die eingeführte Herrschaft der Macht eines jeden einzelnen „beunruhigen“ zu können.

 

Der Betende Ruf ruft uns danach, dass wir uns all dieser Situationen bewusst werden, um die man –im Prinzip- weiß, die man kennt, die man versteht, aber die man bei der alltäglichen Wache… des Tagesanbruchs, des „guten Tag”, dessen zu kollaborieren, zu bewundern… nicht eingliedert.

 

(3 Minuten der Stille)

Solange das Leben weitergeht, hält es der Mensch als Menschheit für begrenzt, für beendet, er erklärt es für kulminiert, er versetzt es in den Ruhestand.

Und in diesem Maße verbraucht er es, verkonsumiert er es, manipuliert er es… er füllt es mit Schmerz, mit Kümmernissen, Angstzuständen und Verzweiflungen.

 

Er vergisst, dass der Sinn des Lebens der ist zu leben…!  Und er vergisst es, weil er sich das Leben zu Eigen macht. Und dabei gehört es ihm nicht. Und er vergisst das, weil er glaubt, dass er es besitzt und er es nach seinem Geschmack lenken kann: sein Körper ist sein eigen, seine Aktivität ist sein eigen, seine Erfolge sind sein eigen…

 

 

Das permanente Vermächtnis des Lebens an diesem Ort des Universums, innerhalb seiner unerschöpflichen Biodiversität müsste uns lehren, dass alles auf der Basis eines Konsens getan wird… in dem die Hilfe oder der Beitrag von einem, unabdinglich für den anderen ist und umgekehrt.

Eine Kommunion, eine Kommunikation des Lebens.

Wenn die mentale Struktur in diesen Dimensionen entlanggeht… und wir uns doch benötigen und einander bedürfen, und wir den kritischen, leichten Protagonismus aufgeben, der für gewöhnlich keine Beispielhaftigkeit, kein Zeugnis, kein Engagement, keine Kreativität, keine Innovation beiträgt… Ja, es kann sein, dass das nur Worte sind(!), aber bevor man den Mund öffnet, um die Kritik und die Klage aufzustellen, sollte man im Stillen für sich sprechen, um zu sehen, ob die minimalen Voraussetzungen erfüllt werden, wozu uns der Konsens, die Gemeinschaft, das Leben aufrufen.

Es gilt nicht, in der persönlichen Klage zu verbleiben, beschützt in dem persönlichen Charakter. Das ist lediglich ein Verlangen der Macht, eine Notwendigkeit zu befehlen, eine Aufbürdung.

Und das Leben „lässt das nicht zu”.

Und in diesem Sinne, erzeugt sich, wenn das Verhalten so ist, alles in Zusammenstößen, in Reibungen, in Ärgernissen, in Vielzähligen (Menschen), die auf der Basis von Streit, auf der Basis von Erfolgen und von Misserfolgen, auf der Basis eines eingeführten Krieges leben…, das Wesen vergisst.

Ja. Es vergisst seine progressive Essenz, es vergisst seine endlose Evolution, es verwirft den Glauben und den Gehorsam des Lebens…, was mit sich bringt, sich zu solidarisieren, was mit sich bringt, dass wir uns unseres wahrhaften Erbes bewusst werden, unserer authentischen Herkunft, der Notwendigkeit eines makellosen Transits.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Der Betende Ruf ist ein Leuchtturm, der das dunkle Grau der Hartnäckigkeit, der Eitelkeit, des Stolzes, der Arroganz beleuchtet …

 

(4:30 Minuten der Stille)

 

Unsere Position des Transits an diesem Ort des Universums realisiert sich dank der Referenz der Schöpfer Kraft, des Schöpfer Mysteriums, wo man es auch immer platzieren möchte: in Paradiesen, in Explosionen, in… egal!

Und das ist der Bezugspunkt, der die Möglichkeit des Lebens markiert. Und diese Referenz muss man am Leben halten, weil es die ist, die uns erlaubt, die Route und den Weg aufzustellen, die oder den wir zurücklegen müssen. Sie ist es, die uns die Sprache der Spuren, der Erde, der Pflanze, des Tieres, unserer Worte, unserer Träume gibt…

In Wirklichkeit überhäuft uns die Referenz mit… ihren Zeichen. Und anstatt wachsam zu sein, ist man in der Innenschau, um sich den Bauchnabel anzusehen.

Und so durchreist man nicht. So lebt es sich nicht.

 

 (3 Minuten der Stille)

 

Unsere Sinne zu kennen, die Kapazität zu interpretieren, wenn man sieht, riecht, schmeckt, berührt…

Damit das Reich der Sinne transzendent wird.

 

Damit wir auf der Basis der Referenz in der Lage sind, das Destruktive in das Kreative und Konstruktive zu feilen, zu sehen und zu transformieren.

Die Klage in ein erneuerndes Projekt.

Die Individualität in eine miteinander geteilte Bewunderung.

 

Damit das Wesen einem befreienden… Dasein entspricht. Nicht als Wort, sondern als alltägliche Übung der Disposition, des Verhaltens(1)… das nicht urteilt, das nicht verurteilt, sondern das horcht, gutheißt, unterstützt, klärt.

 

Zu wissen, dass das Erbarmen da ist, dass sich das Mitleid ausschüttet, dass die Möglichkeiten unendlich und ewig werden und dass SIE auf uns warten und uns hüten.

Damit übereinzustimmen bedeutet, sich in das wahrhafte Leben der Ewigkeit zu platzieren.

 

 

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