22.22 Jedes Wesen ist vom Ewigen aus eine bewundernswerte Projektion

 

BETENDER RUF

 

(4:30 Minuten der Stille)

 

Und das Leben gestaltet sich in einer außergewöhnlichen Art und Weise… von einer solchen Dimension, dass jedes Wesen die Wahrnehmung seiner Sicht, seiner Empfindung, seiner Besonderheit, seiner Individualität in dem komplexen und biodiversen… zu leben konserviert.

Und gleichzeitig hängen alle… und jeder einzelne in der einen oder anderen Art und Weise von der Aktivität, der Aktion, der Produktion… des anderen ab.

 

Das Gemeinsame und das Individuelle werden gleichzeitig ausgeübt…

Und wenn das wirklich in einer „ausgeglichenen” Art und Weise geschieht, dann wird zu leben genussvoll, vibrierend, neuheitlich… und eine lange Zahl an Worten… entzückenden Worten.

Jedoch geschieht es, dass in dem Verlauf des Lebens das Eigene, das Individuelle in einer unverhältnismäßigen Art und Weise ausgeübt wird… und es (das Wesen) nutzt die kollektiven Ressourcen aus. Und dann ist es, wann sich das Ungleichgewicht ereignet und die Furcht, die Angst, die Unsicherheit, die Gewalt… tauchen unweigerlich auf.

Das heißt, dass wir wissen können, wie, in welcher Art und Weise… es möglich ist, genussvoll zusammenzuleben…, aber wenn man es dann so machen soll, dann taucht es nicht auf.

Die persönliche Begeisterung sich selbst gegenüber, welche die Wesen entwickeln ist so groß, dass es so ist, dass das Bewusstsein des Privilegs, der persönlichen Wichtigkeit, des Schicksals geschaffen wird –abgesehen davon, dass sich zeigt, dass es des Gemeinschaftlichen, des Kollektiven bedarf…

 

Der Betende Ruf ruft uns weit über das Individuelle und Kollektive hinaus. Er erzählt uns von der Einheit. Er mahnt die Einheit des Wesens mit allem Geschöpften an.

Er mahnt uns an…(!) und er fordert uns auf, wenn wir uns in Positionen des Privilegs, der Befehlsgewalt, der „Wahrheit“ befinden[1]“.

 

Ausgehend vom Schöpfer Mysterium aus fließt und fließt… transzendenter Weise… das Ereignis heraus, das man „Leben“ nennt. Und dieses Ereignis ergibt sich auf der Basis vom… Schöpfer Mysterium.

In Folge dessen sind wir im Leben, mit Leben, lebend dabei, einen Prozess der Schöpfung zu realisieren –zweifellos ungewöhnlich- und der weit hinausgeht über –viel weiter hinausgeht- über das Individuelle und das Gemeinsame und das Kollektive. Aber das sich ausdrückt und sich in dieser Form repräsentiert.

 

Man muss gut hinsehen und sich bewusst werden…(!), dass das Schöpfen kein Prozess ist, der… für den Zerfall, die Ruptur, das Verschwinden bestimmt ist. Es ist ein Prozess, der dazu bestimmt ist, zu evolutionieren, was wir „evolutionieren” nennen, was Bewusstseinsveränderungen sind, die uns zu diversen Realisierungen, zum signifikanten Suchen, zu auffälligen Entdeckungen bringen.

Wegen all dem ist das Leben ein Ereignis, das aufgrund seines Ursprungs dazu bestimmt ist, in ganz diversen Formen und Arten und Weisen fortzudauern.

Eine Stufe –eine, eine kleine Stufe-… für dieses Fortdauern und die Evolution und Transformation befindet sich darin es zu verstehen, das Individuelle und das Gemeinsame auszugleichen.

 

Und man ist durch die spezielle Entscheidung des Unbenennbaren zu dieser Dualität gelangt. Eine Dualität, die nicht dazu bestimmt ist zu kämpfen, deren Ziel das Überleben ist.

Und in diesem Aspekt, wenn sich jemand egozentrisch „im Recht” fühlt, muss sich diese Person jedes Mal „ihre” Wahrheiten mit der ausreichenden Subjektivität überdenken, um sich der Notwendigkeiten der anderen bewusst zu werden.

 

Wir benötigen einander.

 

Und dafür, da es das Individuelle gibt, benötigen wir es „uns zu bewundern”: Eine… wichtige Übung, weil sie den autoritären Hedonismus zurückstuft, wenn man in der Umgebung das erkennt und bewundert, was wir brauchen, was wir benötigen.

 

Und ja, es geschieht, dass… dass einige Personen andere bewundern, oder sie bewundern die Bäume, die Steine, irgendeine… irgendeine Manifestation der Schöpfung.

Man bewundert sie, aber… unter dem individuellen Gesichtspunkt, der das Recht voraussetzt bedient zu werden, der die Belohnung im Hinblick auf die Bewunderung sucht.

Und das ist es, was… eine kompensatorische Bewunderung der Selbst-Bewunderung „ausschaltet“.

Tatsächlich wird uns vom Schöpfer Mysterium aus diese bewundernswerte Möglichkeit übermittelt, um einen Quantensprung zu machen… von der Dualität zur Einheit. Und die Einheit bringt das Bewusstsein mit sich, sich mit der Schöpfung vereint zu fühlen. Das Bewusstsein, mit dem Mysterium vereint zu sein; das Bewusstsein, mit dem Mysterium verbunden zu sein, das Bewusstsein,… durch dieses gehütet, orientiert und referenziert zu werden.

 

Und damit sich all das ergeben kann, benötigen wir es, dass unsere Bewunderung… eine Nuance der Liebe hat.

Genauso wie wir uns selbst lieben und wir ein Produkt der Liebe des Mysteriums sind, um in die Übereinstimmung in dem Gemeinsamen einzutreten, müssen wir mit Liebe bewundern.

Dafür muss man die Bescheidenheit und die Unterwerfung vor der Schöpfung ausüben. Und damit wir uns so bewusst werden –in dem Maße wie wir bewundern- dass auch wir uns verlieben… auf allen unendlichen Ebenen der Liebe, die man realisieren kann, die man realisieren muss.

 

 

Und die Güte der Ressourcen der Schöpfung ist so unendlich, dass… wir nicht aufhören werden, uns selbst zu schätzen,… weil wir die Umgebung bewundern oder lieben. Weil uns außerdem andere bewundern werden…

 

 

Vom Schöpfer Mysterium aus… hält man uns… hält man uns… hält man uns für bewundernswert, Grund, warum wir hier sind. Und wenn SIE uns für unsere Fähigkeiten bewundern –in Wirklichkeit für das Tun, für das wir gekommen sind-… bewundern SIE uns vom unendlich Schöpfenden aus, damit wir unseren Sinn entdecken, damit wir lernen… dem zu dienen, wofür wir gekommen sind, wofür SIE uns hierher gebracht haben.

Wenn diese Bewunderung nicht wäre… dann würden wir nicht existieren.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

In einem alltäglichen Verhalten, diesem Ereignis uns bewundert zu fühlen, uns zu bewundern, unseren Umkreis zu bewundern, zu folgen… ist eine Position, die uns dazu bringt, kontinuierlich neue und unterschiedliche Möglichkeiten zu entdecken.

 

Sich betend vorbereiten, in die Göttliche Gegenwart einzutreten… in die, die uns erzeugt, die uns hütet, die uns erhält, die uns fördert.

Wir sind ein Ausdruck dieses Mysteriums.

Jeder einzelne in sich selbst ist nicht „etwas“.

In sich selbst existiert er nicht.

 

Also ist jedes Wesen eine bewundernswerte Projektion vom Ewigen aus. Und unter dieser Perspektive müssen wir pochen, müssen wir seufzen. Und jedweder Mitmensch ist ein Ausdruck wie wir es sind… dem wir Respekt, Pflege, Aufmerksamkeit schulden.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Wir sollten die versprochene Verbindung des Individuellen, des Gemeinsamen und des Ursprünglichen machen.

Wir sollten unsere Entfernung zum Ursprung anerkennen.

Und wir sollten anerkennen, dass wir uns mit allem, was geschöpft worden ist, verschmelzen müssen, um uns an ihn anzunähern,

Bewusstsein der Verschmelzung, des Eintauchens… in das Bewundernswerte(!), in das Bewunderte!

 

Die Zufriedenheit des Wesens, wegen es Bewusstsein zu leben.

 

 

***

 


[1] Gemeint ist: „Im Besitz der Wahrheit“