2.22 Uns darin dimensionieren zu glauben -im Glauben ...

 

BETENDER RUF

 

Von der unterstellten Ferne des Schöpfer Mysteriums aus, hin zur offensichtlichen Präsenz seiner Handlung… gibt es weder Entfernungen noch Geschwindigkeiten noch Zeiten.

Es gibt Beständigkeit, das Bewusstsein der Wellenlänge… mit dieser Liebe zu benötigen, die uns wiedererschafft und jeden Tag schöpft.

 

Ein Lockruf der Liebe, der beinhaltet, dass wir treu sind. Diese „Treue dem Offenbarten gegenüber”, die uns das Schöpfer Mysterium permanent –ohne Pause- zeigt. SEINE Treue gegenüber dem, uns zu pflegen ist die Referenz für unsere Treue bezüglich unseres Handelns, bezüglich unseres Projekts, bezüglich unserer Illusion, bezüglich unserer Phantasie, bezüglich unserer Beschäftigung, bezüglich unserer Ideale.

Ein… ein Vorschlag. Ein Vorschlag und eine Wette… auf die Transzendenz. „Ein Vorschlag und eine Wette auf die Transzendenz.” Und ein sich loslösen von der willentlichen Teilnahmslosigkeit, von der leichten Entscheidung des Willens, der Mühelosigkeit…

 

Die Spezies geht, selbstgefällig in ihren Ressourcen(!), in ihren Geschicklichkeiten…, in ihrem Lernen und ihren leichten Emotionen.

Und sie geht in dem persönlichen Bewusstsein und fühlt sich sicher, so als wäre sie Schöpfer, Schöpfer ihres Schicksals. Ja: dieser freie Wille, der in jeder Entscheidung schwingt, egal was geschieht, was für gewöhnlich fast immer dasselbe ist: Konfrontation, Diskussion, Spannung, Unannehmlichkeit…

In dem Maße wie das Wesen der Menschheit die Transzendenz aufgibt und sich durch ihre teilnahmslose Freiheit führen lässt, wird sie in den Kreislauf der Dekadenz, der Unannehmlichkeit, der Nachlässigkeit eintreten.

Und zu leben(!)... dieses unglaubliche Ereignis, das von den existentiellen Paradiesen ausgeht, übergeht in das irdische aufgehängte Paradies, das weitergeht durch das Paradies oder Eden… des amplifizierten Bewusstseins, das sich später in dem Reproduzierenden auflöst…, um einen Sprung zum Spirituellen Sensiblen Odem hin zu machen…, derjenige, der transzendiert und zu Diensten des EWIGEN steht –ohne Dienerschaft zu sein- dieses ganze Lebensprojekt, dieses Projekt zu Leben ist das, welches permanent über uns schwebt.

Die leichte Beschlagnahmung des freien Willens gibt… gibt „den Verlauf” zu der Verbindung des Wesens mit seiner gesamten Abstammung.

Und am Anfang… erscheinen diese anscheinende Freiheit, der Wille, die Entscheidung… zu begleiten, die dann später langsam abhängig, unzureichend und versklavend wird.

Und von dieser ganzen Herkunft (span.: ‚ascendencia’) und  Transzendenz (span.: ‚trascendencia’)…, also sie wird insgesamt im Vergessen abgespeichert.

Das ist die Veränderung, die die Menschheit im Allgemeinen vollzogen hat: nämlich  ihr Potential an Freiheiten zu wählen –sie alle konditioniert, alle. Sie entscheidet sich für sie (diese Freiheiten). Umgekehrt fürchtet sie die bedingungslose Freiheit.

Es ist komisch: so viel in groß zu denken…(!), und vor der befreienden Transzendenz taucht dann die Angst auf und man wählt die konditionierte Freiheit.

Das ist etwas, worüber man… alltäglich nachdenken sollte.

Es geht nicht um ein Detail, das man bei einem Fall, bei diesem oder bei jenem anwenden kann.

Wie gesagt wurde: „Der, der Ohren hat zum Hören, der wird sich angesprochen fühlen.“

Der Ruf ist für alle und jeder einzelne hört… was ihm entspricht.

 

Glück zu haben, die Zufälle, das Unvorhergesehene…. ach(!), „die Sprachen des Ewigen”… sind keine Sprachen, die schwierig zu interpretieren sind. Nein. Sie bedürfen der Bescheidenheit und der notwendigen Unterwerfung. Das ist die Kondition.

Wenn das Verhalten herausfordernd, befehlend, intelligent ist… also dann sieht man keinerlei Sprache; man sieht die Zufälligkeit, man sieht den Zufall, man sieht das Glück oder das Pech, was dran ist oder nicht dran ist… die grobe interessierte Vereinfachung.

Ist es möglich… –fragt das Gebet- ist es möglich, ist es möglich sich in Bezug auf die eigene Existenz zu fragen und nachzuspüren… und sich zu entdecken und sich durch die Schöpfung in den Gaben –die SIE uns gibt- entdecken zu lassen!?

Ist es möglich, sich privilegiert zu fühlen, weil man atmet, isst und sich sehnt und zu wissen, dass es nicht durch unsere Fähigkeit geschieht…?

In dem Maße, wie wir uns als Diener des Ewigen empfinden, als Vermittler der Güte ist es möglich zu bemerken… ist es möglich zu bemerken(!), dass zu leben und zu verstreichen nicht bedeutet, zu stolpern! Es bedeutet eben, erweiternd, besänftigend, neu erschaffend zu gehen...!

 

Und falls es Zweifel gibt… sogar das Schöpfer Mysterium zeigt uns ein expansives Universum, das Erzeuger von kontinuierlichen Räumen ist und seine Größe beschleunigt.

Und das haben wir wahrnehmen können… und wir sind dahin gekommen, zu kalkulieren…! Aber es scheint, dass es etwas ist, was sich da draußen befindet und das uns nicht betrifft.

„Es scheint, dass sich das da draußen befindet und es uns nicht betrifft”… und dabei ist es die durchscheinende Sprache der Offensichtlichkeiten.

 

 

Treue Strenge des Glaubens, die es versteht dem äußeren Anschein auszuweichen –dem  Anschein auszuweichen.

Treue Strenge der Offensichtlichkeiten, die es versteht, dem äußeren Anschein auszuweichen.

 

Die Menschheit als Spezies weiß bereits mehr als genug –oder(?)- wie man zerstört. Mehr als genug.

Jedes erwachsene Individuum weiß bereits, die Taste der Zerstörung zu betätigen.

Aber, und was ist mit den anderen Tasten…? Die der Erstattung, die der Wiederherstellung, die des Heilmittels, die der Ressource, die der Erlösung…

Diese Tasten werden wenig benutzt.

So wenig, dass sie immer weniger in den Partituren, in der Musikalität eines jeden Wesens intervenieren.

 

Der Betende Sinn fragt uns…:

Ist es so schwierig sich zu trauen… eine treue Widerspiegelung der Schöpfung zu sein und die befreiende Melodie und nicht die konditionale Freiheit anzustimmen?

 

Klar, es ist möglich! Es ist… immer da. Ein wirkliches „immer”. Ein „mögliches immer”.

Unter unterwürfigen und egozentrischen Menschheiten gibt es keine Berichtigung. Es gibt Konfrontation, Flucht und Verzweiflung. Und während, während all das geschieht… da ist SIE…(!)... die Schöpfung, die Transzendenz, die Tugend, der Lockruf unseres Instinktes der Heiligkeit…, SIE steht bereit und zur Verfügung!

 

Die entgegenkommende Aufnahme ist immer bereit. Zumindest sollte man das wissen…(!) und sich nicht am persönlichen Schicksal der konditionierten Freiheiten festhalten: jene, die einen immer gefangen nehmen.

 

Erneut...(!), erneut wird ein neuer Rhythmus zum Vorschlag: Glauben… überdenken… sich hin… zum Unendlichen, dem Ewigen, dem Unsterblichen projizieren.

In eine andere Dimension eintreten. Ja: in eine andere Dimension. Endlich zulassen, sich von der sogenannten „Realität“ zu lösen…

In eine andere Dimension auf der Basis zu glauben eintreten, was Glaube voraussetzt…; was eine zuvorkommende Hoffnung voraussetzt.

Sich neu pflanzen (span.: ‚replantarse‘), zu überdenken (span.: ‚replantearse‘)… so wie ein Baum, der sich nicht wohl fühlt an seinem Platz und der –indem er anscheinend ausgetrocknet ist- andere Räume sucht. Nicht andere „Realitäten”. Andere „Dimensionen”.

Der Betende Ruf ruft uns hin zu jenen Dimensionen, in denen man verliebt glaubt, und sich als Frucht in kontinuierlicher Renovierung weiß.

Sich neu befähigen… Unsere Fähigkeiten erweitern! Unseren Talenten… freien Lauf geben… freien Lauf geben. Ein lebendiger Ausdruck von neuen, befähigenden und  fähigen Projekten sein!

 

Eine andere Dimension, ja!

„Die Realität”, jene, die das Wesen aus Angst sich zu befreien erzeugt hat, indem es sich gefangen genommen hat, ist nicht die Dimension, nach der uns das Gebet ruft. Nein.

 

Uns darin zu dimensionieren, an die Wiederbefähigung, an das Umdenken, an die Projektionen zu glauben bringt mit sich, sich von der versklavenden Realität der Sinne, des Willens, der Erreichens zu lösen…

Es bringt mit sich, nicht zu wiederholen… was bereits abgelaufen ist.

 

Wird die Schöpfer Investition über jedem Wesen etwa deswegen gemacht… um zu bewirken, dass es stolpert…? Oder müsste es vielmehr vor dem ersten Stolpern lernen, um den flachen und erfüllenden, befreienden Weg zu kennen? Jener, der jedwede Notwendigkeit ermöglicht:

- Was willst Du?

- Das.

- Na gut!

- Das Andere.

- Na gut!

- Jenes.

- Na gut!

Man kann es „magisch” nennen, man kann es „fantastisch” nennen…

Schöpfer Dimension, die alle Projekte befähigt.

 

Und es ist eigenartig. Ja, es ist eigenartig, die gesamte Anstrengung, die das Wesen macht, um zu wiederholen, um zu insistieren, um zu stolpern, um sich zu behindern…! Und es ist eigenartig, ja, die so kleine Anstrengung, um die die Schöpfung das Wesen erbittet, um dahin einzutreten, sich zu befreien, hin dazu zu glauben, hin dazu zu glauben, dass es permanent neu geschöpft und geschöpft wird.

 

(4:30 Minuten der Stille)

 

SIE warten auf uns in dieser „Kommunion der Geliebten”. SIE warten auf uns in diesem „Aufgehängten und anhaltenden Orgasmus”…, der das Dasein im befreienden Sinn mit sich bringt, ohne die Begierde der Possession, ohne die Ambition der Individualität…; mit einem dimensionierten Erwachen…. und gewiss Ermöglichenden jedweder Realisierung.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Amen…

 

 

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