18. Jetzt mehr denn je

 

BETENDER RUF

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Wahrscheinlich eine der Komplotte-Dramen: „Komplotte-Dramen”, d.h., etwas, das  nach und nach gesponnen wird und damit endet, dramatisch zu sein –wenn man sagt, dass es „endet”, meint man, dass es  dramatisch ausgeht- in der menschlichen Spezies. Also es ist es sehr wahrscheinlich, dass sich jeder Mensch als Erbe der Perfektion des Schöpfer Mysteriums als… „der Perfekte“ abzeichnen wird.

Ja: Der der keine Fehler hat, der, der ins Schwarze trifft, der, der permanent die anderen kritisiert, der, der in den anderen keine Tugend findet.

Das ist etwas, was kontinuierlich geschätzt wird. Und das ist enorm konfliktgeladen.

Ja, da es eine Wiederholung desselben Verhaltens in jedem Wesen ist, ist der Konflikt serviert.

Andererseits versucht jeder Einzelne –klar, im Allgemeinen- in seiner Gruppe, in seiner Mini-Gruppe, in seinem Korpuskel, in seinem Land zu zeigen –das hängt von der Proportion ab, die wir zeigen möchten-, er versucht zu beweisen, dass ohne ihn nichts möglich wäre, dass ohne ihn nichts funktionieren würde, dass ohne ihn nichts…, noch nicht einmal die Kaulquappen schwimmen würden.

Klar, angesichts dessen drängt sich der Hof auf –d.h. die Umgebung der Führenden-, er verbannt sich erneut, er lacht oder er lehnt sich auf oder er passt sich an, aber… aber keine dieser Lösungen ist eine Lösung.

Die permanente Klage über jedwede Situation, der kontinuierliche Protest der unterschiedlichen Positionen, das Übereinkommen oder die Unstimmigkeit mit dem oder dem anderen…, all das, zweifellos außerdem das Gemeinschaftliche zu verzögern, außerdem die Evolution zu verhindern, außerdem das Zusammenleben zu verbittern, außerdem die Fähigkeiten unbrauchbar zu machen, die eigenen und die der anderen, weil die Menge an Energie, die es mit sich bringt Recht zu haben, brutal ist… wie sich das anhört: brutal.

Klar! Für das vorherrschende Wesen ist es offensichtlich, dass es immer Recht hat. „Recht? Ahhh!” Und es macht alles Mögliche –klar-, um das gegenüber den anderen offensichtlich zu machen und um sich durchzusetzen.

Und das wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich im Laufe der Geschichte von Generationen, von…

Es wiederholt sich.

Der Betende Sinn „läutet” –so wie die Glocken-, um auf das panisch Renovierende des Vorherrschenden, der mächtigen Führenden auf mehr oder weniger hoher Ebene  hinzuweisen, dass es in Ordnung ist, dass sie sich des Ursprungs ihrer Perfektion bewusst sind, aber sie sollen diese nicht aufzwingen.

Indem man eine Art und Weise aufzwingt, indem man ein Verhalten aufzwingt… franst jedwede Gemeinsamkeit aus.

Man trifft nichts ins Schwarze, wenn man sich als… wahrhaftig erhebt.

Der Betende Sinn bezieht sich auf „die Führung”, welche diese Position akzeptiert, wenn die Umgebung das benötigt, wenn die Umgebung das fordert, wenn die Umgebung das zugesteht, ohne dass die Umgebung ihre Fähigkeit verliert.

Und jedwede Führung, die sich als die einzige verkündet, geht nicht als „authentisch“ hervor. Sie ist ein kleiner großer Diktator der Überheblichkeiten.

Ach! Ach! Es ist ein Leben der permanenten Bitterkeiten.

 

Der Betende Sinn klopft eins uns andere Mal an die uneinnehmbaren Tore der Wahrhaften, derer, die ihr Kriterium als einzig und wahrhaft fordern. Er klopft eins ums andere Mal, um sie von ihrer Vorherrschaft zu rehabilitieren, um sie zu erinnern, dass seitdem die Welt existiert, es die Welt ist, die durch das Mysterium sagt, was sie ist, und dass sie sich ausdrückt und sich gemäß unvorhersehbarer Bahnen manifestiert.

 

Das Schöpfer Mysterium ruft eins ums andere Mal, um darauf hinzuweisen, dass „die Welt“ –dieses Wort, das nichts bedeutet, aber das man versteht: „Die Welt”- sie ist nicht speziell für Dich, für Dich, für Dich gemacht. Nein! Sie ist nach dem Geschmack der Schöpfung gemacht. Und die Geschmäcker der Schöpfung sind unergründlich.

Und wie gut, dass sie so sind! Weil uns das als niedere Kreaturen erlaubt in Bezug auf die Schöpfung die Überraschung, die Entwicklung, das Lernen zu genießen, nicht das zu verteufeln, was ich nicht verstehe, nicht das zu verurteilen, womit… ich nicht einverstanden bin.

Mit was für einer grausamen Oberflächlichkeit bestraft man, verurteilt man, kritisiert man! Das ist nicht die Sanftheit mit der uns das Universum behandelt. Das ist… nicht die Schönheit des fortschreitenden Tagesanbruchs. Es sind nicht die Festbeleuchtungen der Abenddämmerung, die ihren Platz suchen. Es sind auch nicht die Federn, die in ihrem Fall, in ihrer Umwerbung der Luft schaukeln. Nein. Das sind weder Verhaltensweisen noch Haltungen, die als Balsam besänftigen… –ach(!)-..., die Liebkosungen der Bewunderung.

Mit was für einer überzeugten (span. ‚convencida’) Sanftheit(!), ohne zu besiegen… kommt das Licht durch die Offensichtlichkeit seiner Gaben in unsere Leben, öffnet unsere Augenlider, aktiviert unsere Funktionen, lässt das Blatt wieder ergrünen und macht die Blume offensichtlich und gibt uns die Frucht. Es muss nicht mit der Nacht diskutieren. Nein. Er diskutiert nicht mit ihr. Es beleidigt sie nicht. Es findet auch nicht, dass es das Wichtigste ist. Es ist das was es ist.

Und jedes Wesen ist wirklich das, was es ist, es ist das, was es ist, aber es muss ähnlich dem überzeugenden Licht, dieser Sanftheit des Öls sein, das zwischen unseren Fingern und der Liebkosung der Haut gleitet.

 

Aufgrund der Evolution der menschlichen Aktivität ist es immer ein guter Moment, um zu sagen: „Jetzt mehr denn je. Jetzt mehr denn je…!” Weil es so ist, als würde die Schöpfer Stimme sagen: „Jetzt! Jetzt!”… so als würde sie uns jedes Mal, wenn wir hartnäckig bestehen, jedes Mal, wenn wir erschüttert sind, jedes Mal, wenn wir uns gegen uns selbst und gegen die anderen auflehnen…, „jetzt ist der Moment sanfter zu werden, jetzt ist der Moment zu begreifen, jetzt ist der Moment, die Klage zu lindern, jetzt ist der Moment der Freundlichkeit.“

Und so, auf der Basis von „jetzt“ (span. ‚ahora‘) und „jetzt“ (span. ‚ahora‘) und „jetzt” (span. ‚ahora‘) erfüllen wir alle „Stunden” (span. ‚horas‘)  und machen einen perfekten Tag.

Das ist der betende Vorschlag.

- Ein perfekter Tag? Wie ist ein perfekter Tag?

- „Jetzt” (span. ‚ahora‘). Jetzt und jetzt und jetzt (span. ‚ahora‘)  und jede Stunde (span. ‚hora‘)fordert er seine Perfektion.

Und jetzt mehr denn je! Das ist ein kategorischer Imperativ, der uns anmahnt.

- Und warum „jetzt mehr denn je”? Vor X Zeiten sagte man auch dasselbe.

- Ja. Und es wird weiterhin gesagt! Weil es scheint, dass noch nicht diese Zeit gekommen ist. Es ist Zeit (span. ‚es la hora’), dass es „jetzt” (span. ‚ahora‘)ist, von Unmittelbarkeit, dass es „jetzt” ist von Zeit, um… die Zeichen der Perfektion zu werten. „Jetzt mehr denn je.“ Das „Niemals“ blieb zurück, das auch wie ein Echo sagt: Jetzt mehr denn je!

Und es scheint, es scheint, es scheint sich zu wiederholen, bis dass in einem Augenblick –„jetzt“ (span. ‚ahora‘) „in Stunde” (span. ‚en hora‘) sich diese perfekte Magie ergibt. Diese Versöhnung des Lächelns und des Übereinkommens, die nicht… die keinen Groll hat, bei der kein Sodbrennen des Verstandes zurückbleibt, der es an Kritik ermangelt, an Andeutung, an… ¡bah!

 

(6 Minuten der Stille)

 

Jedweder… jedweder wache Moment, des Wachzustands, ist transzendent, ist vital! Ist „mehr denn je”. Ist „jetzt”, ohne Möglichkeit zurückzugehen… –auch wenn man dieses Zurück mit sich trägt. Aber der Verlauf ruft uns zu diesem Modell der Perfektion, das nicht fordernd ist, das nicht aufzwingend ist, das nicht kritisch ist, das keine Klage ist, das nicht konkurrierend ist, das nicht Vorherrschaft ist, das nicht Forderung ist.

Aber das schon Ehrlichkeit ist, das schon Sanftheit ist, das schon Anpassung ist, das schon Begreifen ist, das schon Bewunderung ist, das schon Einklang ist, das schon Idealismus ist, das schon Glauben ist, das schon Solvenz ist, das schon Projekt und Freude ist zu wissen, dass man da ist, sich als Balsam zu sehen, sich als Hilfe zu bemerken, zu akzeptieren, dass einem geholfen wird und es zu verstehen… sich als Helfer zu geben.

 

(4:30 Minuten der Stille)

 

„Jetzt mehr denn je!” –wiederholt der Betende Sinn erneut- „jetzt mehr denn je”, aufgrund der Situation, die gelebt wird: die sich ergibt, um es so zu sagen, einzigartig und neu als Ausdruck dessen, sich zu renovieren, neu zu machen, sich neu zu erfinden, sich zu recyceln. Die versprochenen und freien Gefühle der Liebe mit renovierenden Aussichten zu akzeptieren.

Sich von dem Ballast zu lösen, die Vorurteile loszulassen…. Das ist als würde man sagen, dass es das Leid wert war, dass es die Verbannung wert wart, der es den Schmerz wert war, dass es die Sorge wert war. Weil Dank dieses Schocks, Dank dieser unerwarteten Situation, die Rolle, das Blatt, der Satz, das Wort eines jeden Wesens offensichtlich wurde. Und man hat uns gerufen, um es zu erfüllen, weil wir dafür befähigt sind.

Damit wir so alle das Buch des Lebens lesen können, da sich jedes Wort an seinem Platz befindet, ohne von dem anderen Wort weder zu fordern, noch zu verlangen, noch es zu kritisieren, welches auf der vorherigen Seite oder auf der folgenden Seite steht, weil es akzeptiert Adjektiv, Substantiv, Verb, Präposition zu sein...

Jedwedes Ereignis ist schöpferisch und perfekt… Es neidet nicht.

 

 (4 Minuten der Stille)

 

Jetzt mehr denn je(!) wird gegenüber der Unnachgiebigkeit gemahnt. Wird zum Verständnis ermahnt. Wird dazu ermahnt, das Ereignis in einer wohlwollenden Art und Weise zu betrachten. Nicht in einer mürrischen, konkurrierenden und arroganten Art und Weise!

 

Jetzt… mehr denn je ist es die Stunde (span. ‚la hora‘) ist es das „Jetzt” (span. ‚ahora‘)

„Später” ist zu spät.

 

 

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