17. Lasst uns aus dem Zusammenleben ein gegenseitiges Vertrauen machen

 

BETENDER RUF

 

(2 Minuten der Stille)

 

Und die Tendenzen scheinen klar zu sein. Jetzt, wo eine Veränderung in der Evolution des großen Alarms durchschimmert, strebt eine Tendenz zu der konsumierenden Handlung hin, zu produzieren, zu wachsen, zu dominieren, zu kontrollieren zurückzukehren... und vielleicht auch, die Gewinne zu sichern, um sie  in Sicherheit zu bringen, falls noch einmal etwas Ähnliches passiert. In dieser Tendenz gibt es keinerlei Anzeichen für den Stil und die Art und Weise des Befindens, sich zu fühlen oder zu denken.

Andere Tendenzen fangen an sich anzudeuten und sich als eine Menschheit mit Folgen zu kennzeichnen mit einer residualen Unfähigkeit, mit einer residualen Ohnmacht gegenüber anderen Aktionen. Und in dieser Position, sich jedweder Hilfe, jedweder Führung unterwerfen. Ein Bewusstsein der Minderwertigkeit und der Abhängigkeit, das sich nicht seinen Ressourcen stellt, sondern sie ersetzt und sie den Mächten zur Disposition stellt.

Und eine andere Tendenz, die größte Minderheit –auch wenn sie im Prinzip als die Logischste und… sogar die Enthusiastischste erscheint-, ist die Tendenz anders zu sein, in anderer Art und Weise zu tun, neue Verhaltensweisen vorzuschlagen, neue Firmen anzuregen, in Kreativitäten zu innovieren, eine Kunst der Wissenschaft zu erzeugen, alle Ideale anzustreben, ohne irgendeine Tendenz zurückzuweisen.

Dieser dritte Versuch… zeigt sich sehr zaghaft. Noch leidet er an dem Schrecken, der Angst… und dem gelegentlichen Terror.

 

Der Betende Sinn zeigt uns das Mosaik der Tendenzen in denen wir uns befinden. Und indem uns dieses Mosaik gezeigt wird, fügt es ein Detail bei: das Detail, dass wir eine Schöpfung sind, das Detail, dass wir –jedes Wesen- einzigartig, ungewöhnlich sind. Es fügt uns bei, dass wir uns, wenn wir aus Liebe geschöpft wurden, in Geliebte verwandeln müssen.

Es fügt hinzu, dass sich das Vertrauen in unsere Innovationen, Neuheiten und Veränderung auf der Basis der Vorsehung ergibt, welche uns mit Anregungen versorgt, mit Instinkt, zu entdecken, sich vorzustellen, es zu verstehen, das süße Warten zu betrachten, um das Versprechen der Vorsehung zu bekräftigen.

Ja. Der Betende Sinn merkt an, dass zum Zeitpunkt, einen befreienden Prozess aufzustellen, die fundamentale Kraft die transzendente Vorsehung ist; jene, die keine Angst hat, jene, die immer Ressourcen findet, jene, die sich immer erhebt.

 

Und in dieser betenden Klarstellung pocht das Bewusstsein, uns darauf hinzuweisend, dass wir geliebt werden, dass wir umsorgt werden, dass wir belebt werden… hin zum Wohlgefallen, hin zum Gleichgewicht, hin zur Kommunion des Konsens, des solidarischen Beitrags.

Und in diesem klopfenden Pochen bittet es uns, es bittet uns fast inständig, aus dem Zusammenleben ein gegenseitiges Vertrauen zu machen(!), ohne Vorurteile, indem wir die Katalogisierungen und Vorbedingungen aufgeben, welche dazu neigen, die Fähigkeiten anderer unnütz zu machen.

 

Das Entgegenkommen –Entgegenkommen(!)-…bedeckt uns angesichts unserer Befürchtungen, Sorgen  und Unsicherheiten –das Entgegenkommen-, damit diese verschwinden. Dieses kreative Entgegenkommen öffnet uns den Weg der Hindernisse.

Die kräftigen Arme der Liebe steigen ab und sie öffnen uns den Weg hin zur Befreiung.

Das Schöpfer Mysterium wird mit dem Vergessen, der Ungeschicklichkeit und der Kränkung, die das menschliche Vorgehen durchführt, entgegenkommend. Und der Mensch denkt, dass er es verdient hat, bestraft zu werden und er weist es zurück, eine treue Widerspiegelung der Schöpferkunst zu sein, die in ihn die Farbe seiner Augen gesetzt hat, die Textur seiner Haut, die schöne Bewegung... und die Gabe des Wortes.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Er, der Betende Ruf,  ruft uns in diesen Klarstellungen, um ein Beispiel und Zeuge anderer Versionen-Visionen zu sein. Von anderen Versionen-Visionen, in denen die Phantasie keine weiterer Verzierung ist, die… -na gut(!), manchmal kommt sie gelegen-; in denen die Vorstellungskraft kein Vorschlag ist, …; in denen das Detail einen Wert hat und kein möglicher Zusatz ist oder nicht; in denen die Ehrlichkeit keine Explosion der Klagen und Anschuldigungen sind, sondern damit es eine Version dessen ist, was geschieht, was schmerzt oder behagt, was man mit der Sorgfalt zwischen den einen und den anderen teilt.

 

Er weist uns darauf hin, als Benachrichtigung DESSEN, DER sich zu erkennen geben möchte –„er weist uns darauf hin, als Benachrichtigung DESSEN, DER sich zu erkennen geben möchte”-, dass seine mysteriöse Schöpfer Kraft nicht da(!), dort(!)… ist. Dort auch, aber dass sie auch hier ist(!), in dem, was man sieht, in dem, was nicht unseren Sinnen unterworfen ist; in dem, was der flüchtige Gesang eines Vogels sein kann… oder der zarte Schatten beim Tagesanbruch.

Man neigt –ja, man neigt wegen der Beherrschung, die die Spezies über sich selbst und über den anderen aufgestellt hat- dazu, man neigt dazu, sogar die Gläubigsten, diese Kraft der Liebe, dort, da –zu platzieren, wie eine Struktur mehr-, wie ein umherziehender und zerstreuter Verliebter…. der uns manchmal sieht und andere Male nicht; der dem hilft, aber diesem nicht; der uns ignoriert.

Nein. Sie hat weder Raum noch Zeit. Sie entführt sich nicht in der Ferne. Sie versteckt sich nicht in den Grenzen (span. ‚confines‘)! Sie wird zu einem Grenzenlos (span. ‚sinfin‘) in allem! Sie wird zu einem Grenzenlos in allem. Sie wird zu einem Grenzenlos in allem!

Und wenn wir aufpassen und die komplizenhafte Stille ihres Wortes hüten, dann werden wir in unseren Händen eine spezielle Empfindung bemerken: Es ist ein Streicheln. Und niemandem wird es verweigert.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Und diese Protagonisten-Hände des Streichelns sind das Äquivalent eines Tuns, eines Ausdrucks, einer Sprache, einer Intention, einer Umarmung, einer permanenten Hilfe.

Und so können wir in jeder Geste wahrnehmen wie es abgesehen von unserem strukturellen Bewusstsein noch etwas mehr gibt, das unsere Finger bewegt, das in unseren Handinnflächen nistet, das das Treffen sucht.

 

(2 Minuten der Stille)

 

[1]In der Handinnenfläche

aaaaacchhh, in der Handinnenfläche

hat sich niedergesetzt, aaaachhh...eine Präsenz…

die meine Hand streichelt

und die ihr eine Assistenz gegeben hat.

Und sie haben mich geführt… ach(!), an der Hand

zu dem Endlosen… zu dem, was ich niemals gespürt habe,

was ich niemals gespürt habe

und was… und was… mich verliebt gemacht hat

und es hat mir –ach-… den Sinn gegeben.

Es hat mir den Sinn… von allem gegeben, was ich tue,

von allem was ich tue.

 

Und die Verzückung kommt zum Herzen. Und dieses kann nicht vermeiden… es kann nicht verhindern, sich auszudrücken, weil es dafür sein Leben gibt! Und auch wenn man nicht weiß, was es ist, ist es dort, klopfend(!), pochend(!), sagend(!), hüpfend, tanzend. Und es macht aus dem Lehm ein Gefäß; es macht aus dem schlaffen Körperstamm… ach(!)- eine filigrane Statur, die durch den Hohlmeißel leichter wird, ohne zu schneiden, er –der Hohlmeißel- modelliert sie.

Ach! Man kann ohne Verzückung… nicht leben.

Wenn sie nicht da ist, also dann ist das Gekurvte…. das ausgefeilte Gekurvte des Geliebten nicht gut angekommen.

Und wenn SIE mich in Liebe hervorgebracht haben und ich offensichtlich Liebe bin(!), dann ist die Verzückung das Bewusstsein: Jenes, das sich ohne zu wissen wie, zeigt, dass sich ohne zu wissen wie, hervorbringt, das sich ohne zu wissen wie ausspricht oder sich zeigt.

Bewusstsein der Ewigen Lieben… Komplizen einer Offensichtlichkeit nämlich der, ein Beispiel des Wohlwollens zu sein.

 

Und dort, dort und dort und da und hier… und noch mehr hier drinnen(!)…ist die Gegenwart da.

Und in einer permanenten Gabe schiebt sie uns an, belebt sie uns… mit Gelächter, mit Tränen, mit Seufzern…. mit den Überraschungen der Einfälle, jene, auf die wir treffen, ohne sie zu suchen… und die uns den Touch geben und die uns den Touch der Unterscheidung geben.

 

 

***

 

 


[1] Gesang des Meisters