17. Das betende Gedächtnis hat einen Hauch des Wortes

 

BETENDER RUF

 

(8 Minuten der Stille)

 

Das Gedächtnis lässt uns… gelebte und nicht gelebte Geschichten aufbewahren. Und es ist in der Lage, die eine von der anderen zu unterscheiden. Genauso bringt uns das Gedächtnis das noch zu Erledigende in die Gegenwart, das, was noch zu tun ist, das, was versprochen wurde, das, was noch übrig blieb, aber nicht getan wurde…

Genauso beherbergt das Gedächtnis Erfahrungen, die unsere Position transformierten, veränderten, modifizierten.

Die Einflüsse sind so viele, dass sie durch das Gedächtnis geleitet werden, da wir uns ohne es ganz offensichtlich „verlieren“.

Man pflegt zu sagen: „Er hat das Gedächtnis verloren. Er weiß nicht, wer er ist.“ In Wirklichkeit wusste er es nie. Wir werden niemals wissen, wer wir sind. Aber wir haben Referenzen –solange das Gedächtnis da ist-… haben wir Referenzen von Tatsachen, von Situationen, die uns orientieren. Und auf dieser Basis erkennen wir den Tagesanbruch, die Dämmerung, das sich Bemühen, das Reisen…

 

Was ist mit dem betenden Gedächtnis?

Wie… wie verhält es sich? Ist es genauso wie eine andere Art von Gedächtnis?

Oder ist es vielmehr eine Referenz, die… auf uns fällt(!), weil es uns ruft, damit wir etwas sehen, um uns etwas zu sagen, was nicht klar war, oder neu, oder uns an etwas zu erinnern, das bereits wiederholt wurde?

Aber wie dem auch sei, das betende Gedächtnis hat einige sehr variable Züge. Es hat keine materielle Stütze. Es hat den Hauch DES WORTES.

So wie gesagt wurde: „Und am Anfang war das Wort, und alles wurde mit ihm gemacht, und das Wort war Gott und Gott war das Wort.”

Wird das Gebet –infolgedessen-, werden die Worte die sein, die uns in unsere wahrhafte Natur versetzen?

 

Unser ursprüngliches Vibrieren verliert sich im Schöpfer Mysterium. Unsere Erinnerung reicht nicht so weit. Aber in dem Maße wie uns das Schöpfer Mysterium mit Worten(!)…ruft… finden wir in ihnen, als Gebet, einen feinen Faden… einen feinen Faden, der uns hin zum Unbekannten transportiert. ES löst unsere Form auf und rühmt das Bewusstsein.

 

Wir sollten… folglich in den Empfindungen bewusst zu unseren nicht erinnerten Erinnerungen zurückgehen.

Empfindungen des Aufkeimens von etwas, das eine Quelle hervorbringt, so ist unser Auftauchen in der Existenz: eine Quelle, ein Aufkeimen eines Saatkorns… das danach trachtet zu leben.

 

Und wenn wir uns als eine Quelle fühlen…, dann befeuchten wir die Umgebung und erkennen fortschreitend alles, was das Wasser, das hervorquillt, nach und nach entdeckt, nach und nach berührt.

Wasser des Lebens…

 

Die Quelle wird zu Manna (Himmelsbrot) und versorgt und nährt die Notwendigkeiten, auf die sie trifft.

Wir sollten uns diese Frage stellen: Wen nähren wir? Wie ist unsere Quelle?

 

Die Qualität unseres Wassers muss ausgewertet werden. Das ist so sehr so, dass es den Durst von „jedwedem” Durstigen stillen muss.

Die Quelle, der Brunnen… sondern sich nicht ab und wählen aus, wer aus ihnen trinkt.

Deswegen, wenn wir uns fließen lassen und in „der Qualität” ausfließen –das heißt Tugenden, die unser Wesen schmücken-, dann werden wir Quellen, Brunnen sein… mit lebenden Erinnerungen woraus wir hervorquellen! Wir wissen nicht warum. Das gehört nicht zum Wissen. Das ist vom Bewusstsein.

 

Sicherlich verblieb unser Gedächtnis in einer kleinen Pfütze.

Der Betende Ruf bringt uns zu einer unbegrenzten Ausdehnung.

 

Die Quelle kennt keine Grenzen. Und gleichzeitig ist sie aufgrund ihrer Qualität mit Sensibilität beladen, um zu nähren… je nach Notwendigkeiten.

Es scheint als wären wir Wasser… nicht mehr; Quellen, die genauso hervorquellen. Aber so ist es nicht.

Wir sind von genauer Qualität… und von transformierenden Fähigkeiten. Du wirst niemals mehr das Wasser trinken, das Du heute getrunken hast.

Und diese Wasserquelle, die wir sind und die wir zu trinken geben, passt sich in jedem Augenblick je nach Situation an. Manchmal läuft das Wasser schwindelerregend. Andere Male wird es sich stauen. Manchmal wird es glasklar sein, andere Male sehr turbulent, andere Male sehr turbulent. Aber wir müssen uns daran erinnern, dass wir Wasser sind, Quelle des Lebens, die ernährt, die nährt.

Und so, in dieser permanenten Betenden Erinnerung, wird jede Handlung unterschiedlich sein. Und sie wird Schattierungen der Qualität haben, die man benötigt.

Es scheint schwierig(!), aber das ist es nicht. Es scheint schwierig, da wir uns für gewöhnlich in… „Gewohnheiten” verwandelt haben, und wir eins ums andere Mal wiederholen und wir eins ums andere Mal dasselbe Verhalten haben…

So „klassifizieren” wir und sagen: „Der hat gute Laune, der ist Intelligent, der ist behutsam, der ist vorsichtig…“ Und dort hört die Quelle auf hervorzuquellen.

 

Wir sind eine permanente Möglichkeit und wir müssen betend erinnern, dass wir bereit sind, dass man uns arrangiert und ermöglicht hat, um Nahrung des Lebens zu sein… in sich verändernden Tugenden, in notwendigen Verhaltensweisen. Von daher die Qualität, die keine Gewohnheit ist; die sich immer abzeichnet, indem sie die Exaktheit, die Feinheit, die Innovation, die Überraschung sucht.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Wir suchen in dem Einklang des Mantras dieses Bewusstsein des betenden Wortes, der Quelle und der Lebensqualität.

 

 

aAAAAAAAAmmmmmmmiiiiiiiiiiiii

 

 

Und jedes Wort ist eine sprudelnde Quelle. Und in jedem einzelnen finden wir die Qualität… zu bewegen, zu hüten, zu helfen, zu respektieren, zu erzeugen, zu innovieren, zu ‚kreativisieren‘.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Und in der gleichen Art und Weise, wenn wir zuhören, dann hören wir Sprudel von Worten, von… Sehnsucht nach Leben.

 

 

Wenn das Sprechen, wenn das Wort zum Gebet wird, dann wird das Leben zum permanenten Gebet.

Und als göttlicher Ausdruck beten wir kontinuierlich. Wenn wir das in dieser Form entdecken, dann können wir unser Wort reinigen, dann können wir das hören, was ausgesandt wird, dann können wir aufhören zu urteilen, zu verurteilen, mit Worten zu bestrafen.

Und wir bewirken, dass die Quelle, die uns repräsentiert… immer bereit und disponibel, anpassungsfähig an jede Situation ist.

Ohne auch nur einen Zollbreit seine Identität zu verlieren…!

Genauso wie man das Wasser unendlichen Formen unterwerfen kann, aber es wird immer Wasser bleiben. Aber seine Beschaffenheit wird sich anpassen und wird… die benötigte Nahrung sein.

 

Es hat keinen Wert, irgendetwas zu sagen.

Wenn Du betest, wenn Du sprichst, dann wächst Deine Verpflichtung als Universum an. Und gleichzeitig wird Deine Qualität gefordert, entdeckt und sie überrascht.

So.

 

 

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