15. Das Leben fordert die Verschiedenheit

 

BETENDER RUF

 

(5:30 Minuten der Stille)

 

Es scheint offensichtlich, dass man –je nach Facette, das ist egal- die Wiederholung von Verhaltensweisen, von Vorschlägen nachprüfen kann, –wir lassen zu, zu sagen- von Irrtümern oder Erfolgen… –das sind Täuschungen, aber wir erlauben im Moment auch das.

Und diese Situationen, die sich wiederholen, verhindern zumindest nicht, dass… man sich fragt:

Ist die Natur dessen, was es bedeutet zu leben… bedeutet das, unaufhörlich Irrtümer, Schrecken, Befürchtungen… und ein langes et cetera zu wiederholen…?

Es stimmt, um bestimmte Aktivitäten zu beherrschen ist es unbedingt notwendig, Übungen, die Ausdrucksweise, die Haltung zu wiederholen und zu wiederholen… Und um eine Melodie gut zu spielen, muss man Jahr um Jahr wiederholen und wiederholen und wiederholen. Der Tag, an dem du nicht wiederholst… merkt man es dir an.

Einerseits verurteilt uns das zu der Idee, dass wenn es nicht genügend Wiederholungen gibt, es dann nicht ausreichend Qualität gibt. Aber man kann es auch in einer anderen Art und Weise interpretieren und das ist: das Wesen entwickelt sich angesichts der Wiederholung, und wenn diese weit über das „Sichtbare“ –in Anführungsstrichen- hinausgeht, produziert sie Wertminderung, Verachtung und Irrtum.

Wenn wir uns einem anderen Aspekt der Wiederholungen zuwenden, dann ist es so, dass in unserem Genom –unserem genetischen Code-, die Wiederholungen, die durch das „soundsote“ Gesetz des Genoms weit über das Festgelegte hinausgehen, schwere Störungen der globalen Zusammensetzung des Wesens erzeugt werden: man siehe Bewusstsein, Bewegung, Verhalten…

Andererseits –jetzt, wo das Genetische erwähnt wird-, wenn sich bestimmte Zellen aus irgendeinem eigenartigen Grund entscheiden zu mutieren und sich in Bezug auf die Totalität unabhängig(?) machen –das ist ein Sprichwort-, und die Totalität das dann akzeptiert, dann haben wir ein Problem.

Es scheint demnach, wenn man zu oft wiederholt, dass das dann nicht in Ordnung ist; wenn man sehr wenig wiederholt, auch nicht; wenn man ungeordnet wiederholt, auch nicht. Es scheint so, als ob sich das Gleichgewicht und die Balance auf einer anderen Ebene befände.

 

Wenn wir einmal hinschauen, indem wir mit anderen Kriterien in unserer Umgebung weitermachen, seien sie nun größer oder kleiner, werden wir sehen, dass… das, ich wollte sagen „sehr schwer ist“, nein: es finden sich keine wiederholenden Phänomene. „Ähnliche”. Nicht ein Frühling ist wie der andere; nicht ein Winter, noch ein Herbst, noch ein Spätsommer. Nicht ein Tagesanbruch ist wie der andere, noch irgendein Einbruch der Dunkelheit. Sie ähneln sich, ja. Keine einzige Blume ist einer anderen identisch, noch ihr Duft. „Sie ähneln“ sich.

Das, was wir „Biodiversität” nennen dehnt sich in unendlichen Nuancen aus.

Es ist so sehr so, dass wir kein gleiches Modell finden… Noch nicht einmal ein Regentropfen ist wie ein anderer.

Das scheint sagen zu wollen, dass das, was wir bemerken, was wir bewerten, was wir meinen, unterschiedlich ist, so unterschiedlich, dass es… immer neu ist.

Demnach könnte man sich fragen: Was machen sich wiederholende und wiederholende Tatsachen und Ereignisse in einem Universum, das wechselhaft, wechselhaft, wechselhaft, wechselhaft ist?

Was ist es, was verhindert, dass wir als Ereignis, dass die Tatsache, dass wir leben, dass unser alltägliches Dasein… neu, kreativ ist und sich nicht in seiner Vernunft, in seiner Besorgnis ereifert… so einmal und ein weiteres Mal und ein Jahr und ein weiteres Jahr…?

Der Betende Ruf macht uns offensichtlich, dass es gerade dem Wesen –dem Wesen der Menschheit-, das ein Ausdruck des Schöpfer Mysteriums ist, nicht seiner Natur entspricht, eine wiederholende, eine rassistische, eine aufgezwungene, eine obsessive, eine gewohnheitsmäßige Position einzunehmen.

 

Aber es war einmal –vielleicht-, dass das Wesen der Menschheit sah, dass es eine Blume pflücken konnte, einen Duft aufnehmen konnte und… eine andere Blume Pflanzen konnte! Und das Saatgut gehorchte und eine Blume tauchte erneut auf. Und hier glaubte dieses Wesen, glaubten diese Wesen, dass sie Schöpfer von Blumen, Schöpfer von Düften wären… wo sie doch einfach nur Diebe waren.

Sicherlich wäre jeder Vergleich –jede Ähnlichkeit- von Wert. Die Einleitung von „Dieben”… hat vielleicht mehr Wirkung.

 

Ja. Der Betende Sinn weist uns darauf hin, dass wir uns in Diebe verwandeln, wenn wir aufhören, kreativ zu sein, wenn wir aufhören, zuzuhören, wenn wir aufhören zu lernen, wenn wir aufhören, uns anzupassen, wenn wir uns zwingen, zu befehlen, wenn wir uns zwingen, unsere Normen aufzuzwingen…

Wir rauben… die Essenz unserer Natur. Wir machen uns zu Dieben unserer Möglichkeiten. Wir rauben uns selbst. Wir rauben uns diese Poesie, die wir hätten sagen sollen, wir rauben uns diese Illusion, die wir hätten ausdrücken wollen…

Wir rauben uns… so viele Dinge(!)..., vielleicht amplifiziert das Wesen seinen Raub durch dieses persönliche Fiasko, und es raubt die Erde, es raubt die Luft, es raubt… alles, auf was es trifft, um es zu besitzen, um es zu kontrollieren, um es zu dominieren, um es zu lenken…

 

Weil das Wesen seinen Raub(!) außerdem in Erfolge(!) verwandelt hat. Unglaublich, nicht? „Der Dieb, der seinen Raub in Erfolg verwandelt.“ Einen Delikt in eine Tugend!

Und klar, so ausgedrückt, scheint es schwierig zu berichtigen. Und wenn es selbst entdeckt, dass jede fünfte Person vorzeitig durch die Kontaminierung sterben wird, und dass es im Allgemeinen 8 Millionen vorzeitige Tote durch die Kontaminierung gibt –das ist untertrieben-… scheint das nicht den normalen „Ablauf“(?)… der Dynamik des Lebens zu stören! Nein!

- Mal sehen(!): Wer? Wo…?

- Ja, hör mal. Also das hat man überprüft und…. und das ist keine Nachricht der letzten Stunde –auch wenn die immer aktuell ist, klar-, sondern das ist etwas Offensichtliches.

- Schon, aber… das ist nicht urplötzlich!

 

Und was, wenn es tatsächlich zur Norm wird, die sich wiederholende Angewohnheit, das Eigene, das Natürliche, das Ausgeglichene, das zur Verfügung Stehende zu rauben…?

- Ja, man wird… etwas machen müssen.

 

Und um irrezuleiten, wird eine Besonderheit kreiert: Na gut! Also es sind mehr als 2 Millionen durch eine… Pandemie(?) gestorben –ja(?), oh!- und alle sind aufgewühlt, verzweifelt!

- Hör mal, aber es ist so… das 8 Millionen gestorben sind …

- Na gut, na gut! Lenk mich nicht mit Lappalien ab, bitte. Das sind 2 Millionen!

- Schon, aber… und was ist mit den anderen 8?

- Nein, also nein… Kollateraleffekte aus der industriellen Ära… Das sind natürliche Dinge…

- Ah…!

Noch darüber hinaus zynische Diebe!

 

Das, um einen Vergleich zu zeigen, der keine Diskussion erlaubt: das ist eine Offensichtlichkeit.

 

Der Betende Ruf drängt uns, damit diese Diversität –die in uns offensichtlich ist… und offensichtlich in unserer gesamten Umgebung ist-, dass wir sie als das Beispiel interpretieren... Das Schöpfer Beispiel des Mysteriums, welches „Leben” genannt wird..

Wir sollten einen Augenblick ehrlich(!) in unserer Individualität innehalten! Damit wir uns in unserer Diversität sehen. Damit wird diese Diversität in unserer Ausübung, in unserer Übung fordern! Damit wir aufhören, uns untereinander einzuschüchtern.

Die Angst davor „dass jemand nicht erfährt“, davor, dass man nicht wissen darf”„uff! Vorsicht…!”

Diese Norm, dieses unberührbare Gesetz…

Uns unterschiedlich machen; aufzuhören, Diebe unserer Geschichte zu sein, Diebe unserer Umgebung; aufzuhören, heuchlerische Spekulanten von Gewinnen und Verlusten zu sein, aus der einfachen und offensichtlichen Tatsache heraus, dass wir verschieden, unterschiedlich sind.

Und das Leben ruft nach dieser Verschiedenheit! Und das Leben als Ausdruck des Schöpfer Mysteriums, von der Existenz aus, manifestiert sich mit einer überzeugenden und einer hartnäckigen permanenten Veränderung.

Und es scheint, als ob das menschliche Wesen stur darauf beharrte zu bremsen und zu bremsen und zuzulassen, dass die Dinge gleich bleiben.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Es ist möglich die Blume zu sehen, ohne sie zu pflücken. Es ist möglich, ihren Duft einzuatmen, ohne… ohne ihn zu speichern, ohne ihn zu besitzen.

 

Wir suchen danach, in dieser angeborenen Natur durch unsere Verschiedenheit zu vibrieren, im Einklang mit der Entscheidung des Unbenennbaren, DER über dem Lebenden die permanente Güte hinterlegt.

 

 

EEEEEEEEYYYYYYYYYiiiiiii

 

 

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