14. Seufzer der Seele, die uns einsammeln und uns zu einem paradiesischen Leben transportieren

 

BETENDER RUF

 

(3 Minuten der Stille)

 

Bei so viel Uneinigkeit, bei so viel Bewusstsein für Irrtum… passt es, in den Irrtümern, in den Dramen und den Tragödien fortzufahren.

Vielleicht hat man aufgrund der Zerbrechlichkeit, die der Hedonismus und der Hochmut zeigen, die, abgesehen von ihrer Macht, befürchten, ihre Arroganz zu verlieren, demgegenüber eine spezielle Sensibilität.

Und währenddessen…(!)… und währenddessen wird es Tag…

Und währenddessen passt sich der Wellengang des Meeres an …

Und währenddessen, anscheinend stabil, aber dynamisch, zeigt sich uns das Universum als ein Mysterium der Stütze.

 

Für Momente scheint es so, dass unser Dasein nicht wichtig ist. Dass es wie eine waghalsige, mysteriöse Auferlegung war, selbstverständlich… mit einer großen Komponente des Bewusstseinseins, dass dieser Ort des Universums nicht unser Wohnsitz ist.

Wir werden zu Fremden, wenn wir auf der Erde Krieg führen wegen der Ernte, wegen der Vorherrschaft, wegen des Erfolgs…, während die anderen lebendigen Manifestationen sich angleichen, sich gemäß der Jahreszeiten formen, an den Frost, an die Kälte anpassen… und auch wenn sie anscheinend leiden, tun sie das in vielen, vielen, so vielen Fällen durch unsere Intervention.

Der Ameisenhaufen organisiert sich. Der Bienenstock gleicht sich aus. Die Migrationen der Vögel und der Meerestiere organisieren sich.

Es ist passend sich zu fragen: Gibt es… gibt es einen Ort, eine Bahn oder einen Raum, der uns eigen ist… –nicht als Eigentum, sondern als Lebensraum- der unserer Beschaffenheit als Menschheit eigen ist? Nein!

Ja. Die unmittelbare Antwort von „nein” ist deswegen, weil wir besetzt haben, weil wir jedweden Raum erobert haben, ohne uns darum zu kümmern, ob er anderen Wesen gehörte –nicht als Eigentum, sondern als Erleben.

Man könnte sagen, dass wir im Laufe des „Daseins” erobert und beherrscht haben, aber wir haben nicht versucht –ausgenommen punktueller Momente, mehr aus Propaganda heraus, als aus Offensichtlichkeit heraus-, wir haben nicht versucht zu teilen, zusammenzuleben, zu harmonieren. Und es war unausweichlich, dass man es so machte, da wir alles besetzten…! Und es war unausweichlich, dass es nicht so gemacht wurde…! Und wir „benötigten“ –in Anführungsstrichen- von allem! Unter dem Lebendigen gab es keinen solidarischen Ansatz!

Vielleicht bewirkt das jetzt, dass Sie sich ganz schwach … eine andere Verhaltensweisen überlegen –überlegen, wo Sie sich dieser dramatischen Konfrontation unter dem Lebendigen bewusst werden, welches bleibt und „trotz“ und des erklärten Krieges in unserer eigenen Spezies und allen übrigen andauert.

 

Der Betende Sinn weist uns darauf hin, das zufällig-kausaler Weise (span. ‚casual-causal-mente’) unsere Position an diesem Ort des Universums die Vermittlung, die wohlwollende Anpassung, die Symbiose mit der Umgebung ist!

Tatsächlich, wenn man „gelegentlich” vom Krieg, von der Eroberung, von der Macht und der Gewalt ablässt, dann scheint es, als wären wir andere und… und das Lächeln fängt an, wieder aufzutauchen. Die Angst löst sich auf und… das Teilen wird zum Genuss.

Es kann sich herausstellen –ja- es kann sich als etwas Unmögliches herausstsllen, dass das Bewusstsein der Menschheit seine Modelle der Macht, der Produktivität, des Gewinns, des Ertrages, des Vorteils verändert …

Aber der Betende Sinn ruft uns dazu auf, unsere Position, die jedes Einzelnen, zu modifizieren. Und uns vorzunehmen und bereit zu sein, uns ohne Kampf anzupassen, indem wir unsere Hilfe, unsere Mitwirkung beitragen, um dann –zweifellos(!)- Tausend Mal mehr von dem einzusammeln, was uns diese Ernte, dieses Aufkeimen, dieses disponible Verhalten… seitens der gesamten Umgebung anbietet.

Und unter uns –als Spezies- ist da ein Votum des Vertrauens, des gegenseitigen Vertrauens möglich … als Verhaltensweise des Zusammenlebens, indem wir auf unsere possessiven y manischen Verhaltensweisen verzichten?

 

Wie unsere Anwesenheit auch immer sein möge –evolutiv…, kreational…-, es ist einfach so, dass sich die Umstände ergeben, sich die Umstände ergaben, damit sich unsere Spezies hier befindet und –um es so zu sagen- auf „mysteriöse“ Weise die Rolle der Vorherrschaft und der Macht ergriff.

Unter dem Betenden Ruf betonen wird: wie auch immer die Theorie sein möge, die wir bezüglich unserer Anwesenheit ins Spiel bringen, unser Entwurf vom betenden Gesichtspunkt aus ist… das Paradiesische.

Ja. Es könnte angesichts dessen, was man lebt, angesichts dessen, was wir leben, extravagant erscheinen, aber gibt es etwas Extravaganteres als das Universum? Gibt es etwas Unbekannteres, etwas Unvorhersehbareres…?

Vielleicht ist das Wort „extravagant” nicht das Exakteste, aber außerordentlich unvorhersehbar und unerwartet schon.

 

Ist es möglich… –betont der Betende Ruf- ist es möglich, die paradiesische Idee zu begreifen? Darunter verstehend, sich mit allem Lebenden in Übereinstimmung zu bringen. „Übereinstimmen.“ Und an dieser Sinfonie der Farbe, des Geruchs, des Geschmacks, des Klangs teilnehmen… ohne einen Misston zu bringen(!) –so wie es heutzutage geschieht. Und damit eine neue Melodie klingt, aber… synchronisiert, attraktiv, neuheitlich.

 

Und der Betende Ruf betont, dass das nicht darin besteht „glücklich zu sein“… und das Glück zu erreichen… Nein. Nein. Es besteht darin, unsere Muster zu modifizieren, um uns in die paradiesische Frequenz zu versetzen, die weit über das Erreichen des Friedens, des Glücks, des… „von” hinausgeht, weil es ein Erfolg und ein Erwerb wäre. Während man das in dem paradiesischen Bewusstsein nicht als Errungenschaft oder Possession… der harten und selbstlosen Arbeit empfindet. Nein! Es bedeutet… dass wir uns bewusst werden, innerhalb des Schöpfer Mysteriums anzunehmen, dass unsere wahrhafte Position –ohne Auferlegungen- das wahrhaft Paradiesische ist.

Wir sind kein Entwurf des Leides, des Schmerzes, der Krankheit, der Tragödie, des Dramas!

Einerseits zeigen wir uns resistent und fähig, aber abgelaufen und krank. Unser Entwurf, der an die Perfektion angrenzt…. –oder ohne anzugrenzen- zeigt uns, dass wir nicht stärker und fähiger sein sollten! Er zeigt uns, dass wir paradiesische Wesen sind.

Wenn wir die Modelle der besitzergreifenden und gewalttätigen  Krieger einnehmen, dann erzeugen wir lediglich Schmerz…! Es scheint nicht, dass unser Entwurf sehr vorteilhat für diese Kämpfe ist.

Es zeigt sich uns vielmehr ein Universum mit einer erstaunlichen Makellosigkeit.

Vielleicht –vielleicht- akzeptiert der Mensch deswegen seine Natur als mächtig, ohne dass er sich dieser erstaunlichen Makellosigkeit bewusst wäre.

 

Und wahrscheinlich beschuldigen wir uns wegen dieses Verhaltens, gehen wir mit all dem in Konfrontation, was nicht unserer persönlichen „Notwendigkeit“ entspricht. Und wenn wir vielmehr unsere makellose Beschaffenheit als etwas Paradiesisches annehmen würden, dann wird es keine Notwendigkeit zu diesem fortdauernden Kampf geben.

 

Vielleicht finden wir uns… für einen Moment, wenn die Seele seufzt, in dieser Position… von Unterschlupf, von Dankbarkeit, von Engagement und von unübertrefflichem Wohlergehen vor…

Seufzer der Seele…

 

(2 Minuten der Stille)

 

In dem Zuhören dieses Betenden Rufs können wir uns dieser Seufzer der Seele bewusst werden, die uns aufnehmen und uns zu diesem paradiesischen Leben transportieren…

Das Leben zu fühlen bedeutet… die Sterne zu fühlen.

Das Leben zu spüren bedeutet… permanent zu innovieren.

Zu spüren… dass das Leben eine permanente Neuheit ist, beladen mit Entdeckungen, mit Erstaunen, mit Gründen der Freude!

 

Und so –zum Beispiel(!)- wie anders wäre es da, wenn man einen Kranken unter dem paradiesischen, ermöglichenden, fähigen Universum sehen würde, anstatt ihn unter der terminalen, chronischen Version und…. dem Produkt des Jammers zu sehen!

 

Diesen Kranken mit der makellosen… paradiesisch geseufzten Wahrnehmung zu sehen.

 

(2:30 Minuten der Stille)

                                                                                                       

Wenn unser Beistand der Name des EWIGEN, des Schöpfer Mysteriums ist, dann passt dort nur die permanente Perfektion, die erstaunliche Schöpfung… und der Einklang mit ihr hinein, indem wir glauben und kreativ werden.

 

(2 Minuten Stille)

 

Hab erbarmen…!

 

 

***

 

 

 

 

[1]