13.22 Wie kann es angehen, dass wir so wenig gelernt haben?

 

BETENDER RUF

                                      

(7 Minuten der Stille)

 

In dieser Zeit, die dran ist –als Menschheit-…, die Eile, die Schnelligkeit ohne Präzision, die kontinuierlichen Veränderungen, die Suche nach unmittelbarem Ertrag, die Gewinne, die Vorlieben, die eigenen Wünsche ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen…, alles neigt dazu, sich auf der Basis des persönlichen Kriteriums der…  –mit Fragezeichen- Notwendigkeit(?) zu machen.

Und so, ist…  „die Krise“ sicher, da es eine ausreichende Anzahl an Vorlieben und Wünschen gibt, damit diese in Konflikt treten… und sich das bildet, was „das Leben“ ist.

 

Alles erweist sich als „normal”… und in Wirklichkeit gibt es kein… Problem-Problem. Die Straflosigkeit schützt uns.

Also vergeht so die Zeit, in der wir uns befinden.

Neben dieser Aktivität der Spezies befindet sich der Satz des I Ching: „Die Beharrlichkeit bringt Glück.“

Wie eigenartig das klingt! Es scheint, als würde man von einer anderen Menschheit sprechen.

 

Nicht aufgeben…? Und wenn es dir nicht ausreichend gefällt? Und wenn es unbequem ist? Und die Temperatur nicht die ist, die du magst? Und wenn die Nahrung nicht die adäquate ist? Und wenn das Klima nicht perfekt ist? Und wenn…?

 

Das „Aber”, „Aber”, „Aber”… lastet schwer, um die Verzweiflung zu suchen. Ja: Aber-Verzweiflung. Eine Verzweiflung, die zu unerwarteten Veränderungen führt, zu brüsken Entscheidungen…

Wir sehen das in den großen politischen Bewegungen. Und wir sind erstaunt, wie plötzlich die einen, die erbitterte Feinde waren, ganz intim werden; andere, die sich entschieden hatten, auf ihrer Wegstrecke nicht weiterzumachen, kommen zurück…! Sie kommen zurück, um weiterzumachen, als ob nichts geschehen wäre. Und wenn man das in Führenden sieht, in Bevölkerungen, dann ist das heftig. Aber es ist die Summe der Individualitäten.

 

Summe der anfälligen Individualitäten.

 

Ja! Sicher, „die Beharrlichkeit bringt Glück”, jedoch in dieser Epoche würden wir sagen, dass sie vom Gesichtspunkt des alltäglichen Zusammenlebens aus nicht ratsam ist.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Der Betende Ruf weist uns auf den Rhythmus der Menschheit hin, bezüglich dessen… sich zu benehmen zu wissen und sich zu entwickeln; bezüglich dessen, den Bezugspunkt klar zu haben und es zu verstehen in dem durchzuhalten, was das Wesen in Liebe fühlt… mit allen Schwierigkeiten, was das in der aktuellen Welt wegen Vorurteilen, Gewohnheiten, Normen, Moral… mit sich bringt. Ufff! Ein stecken gebliebenes Informationssystem… das die Personen toxisch macht, da diese nicht wissen, welche ihre Position ist, die ihnen entspricht.

 

(6 Minuten der Stille)

 

Die Flüsse bleiben in ihren Bahnen…

Der Regen klingt noch…

Die Meere sind in ihren Becken…

Der Tagesanbruch ist pünktlich… so wie der Frühling, der Herbst, der Winter…

Was würde aus dem Leben werden, ohne diese beharrliche… ohne diese beharrliche Haltung des  Wagemuts?

 

Unsere ganze Umgebung zeigt uns diese Kontinuität des Sturzbachs. Und dank dessen sind wir hier, können wir verstreichen.

 

Wie kann es angehen, dass wir so wenig –so wenig- gelernt haben?

 

(4 Minuten der Stille)

 

Wir sollten, wir sollten die Tür hin zu unserer ehrlichen Anwesenheit öffnen, um mit dem Schöpfer Mysterium, das uns assistiert, übereinzustimmen.

 

MeEEEEEEEEEEEnnn

 

Stille.

 

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