11.22 Als Menschheit legen wird nicht das Zeugnis ab, das uns entprechen würde

 

BETENDER RUF

 

(6 Minuten der Stille)

 

Und das Wesen der Menschheit richtet sich nach dem Rhythmus der gewalttätigen Trommeln hin zu neuen und renovierten Konfrontationen: zu den kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und Wirtschafts-Kriegen, die bereits aufgestellt sind, die –nebenbei- die gesellschaftliche Angst einführen. Und all das wird für die normale Evolution gehalten, um zu verbessern, um sich in einer besseren Lebensqualität zu befinden, um Langlebigkeit zu erreichen…

Es gibt „Argumente”, aber… fiktive Argumente.

Heute können wir sehen, dass der Nutzen des „normalen” Krieges beeindruckende gesellschaftliche Diskrepanzen sind… und eine immer geringere Teilnahme der Gesellschaften, der gesellschaftlichen Individuen an dem, was geschieht.

 

Der Betende Ruf… weist uns darauf hin, er benachrichtigt uns, dass die kriegerische Laufbahn, welche die ersten Jäger initiierten –die wegen ihrer Errungenschaften gefeiert wurden-, die ersten Bändiger von Pflanzen und Tieren, die ersten Besitzer von Land waren… Von ihnen aus bis hier hat sich alles in der gleichen Form realisiert, nur die Dekoration hat sich verändert.

 

Die Gewalt der Geschlechter: Von 4 Frauen wird eine sexuelle Gewalt erleiden oder einen Gewaltakt, weil sie Frau ist. In der Welt. Das bedeutet mehr als 1 Milliarde Frauen. Zum Beispiel. Ein Detail ohne…! Kurz und gut, wir sind 8 Milliarden…

Annähernd die Hälfte lebt mit 5 1/12 Dollar am Tag. Aber das sind Statistiken, Zahlen aus Gewohnheit, um zu zeigen… Und sie –diese Zahlen- zeigen die, die keine Strafe erhalten, nein! Es sind die, die in die Lager gehen, um zu fragen. Das sind die, die mit ihrem Rover zurückkehren, um zu verstaatlichen (span. ‚estatificar‘), um aus den Resultaten des Lagers eine Statistik (span. ‚estadistificar‘) zu machen.

Und ja, diese Daten sind… wir sagen –„gelinde  gesagt“ alarmierend…

Ohne die Krankheit als eine Plage der Ausrottung mitzuzählen –die man mit einbeziehen müsste, nicht(?), das ist ein wichtiges Detail… So wie man uns denken lassen will –na gut, und sie haben es erreicht-, dass es unausweichlich ist, krank zu werden, zu jammern, sich zu bedauern… und Zentren und Zentren einzurichten, wo sie uns studieren, wo sie uns durchsuchen…

Eben das: Die Krankheit ist eine Plage. Sie ist wie die Plagen. Erinnern Sie sich an die Plagen? Die Pest? Also eben das. Aber… man lässt das durchgehen. Da man sie für den „natürlichen” Tribut für die Form zu leben hält, akzeptiert man sie ohne Weiteres.

Und die kriegerische, gewalttätige Spezies…, ohne Übereinstimmung als geschlechtliche Spezies, mit deutlichen Krankheiten, mit abgrundtiefen Ungleichheiten…

Können wir in Betracht ziehen, dass das Teil der Evolution ist und dass sich all das  verändern wird?

Hummm…! Gewiss, es wird sich verändern, aber im Moment wir es sich im gleichen Sinne verändern, in dem es geht: mit dem Geschrei der Pest, des Krieges, des Hungers…

 

 

Und wenn es auch vorher Sippen waren –aufgrund der Zahl an Menschheiten- wussten sie und kannten sie sich durch ihre Tendenzen. Jetzt, wer… wer ist es, der die Fäden der Marionetten bewegt?

Die Steuernden kennen sich. Die Gesteuerten kennen wir nicht, aber wir fühlen sie, wir nehmen sie wahr.

Und man nimmt sie wahr, weil wenn man glaubt –wenn „man glaubt”-, wenn man in dem Glauben an das Schöpfer Mysterium lebt, werden wir uns unserer Ressourcen bewusst, unserer Beschaffenheit und wir können ausdrücken, dass wir als Menschheit kein Zeugnis ablegen, welches unserer „Anfertigung“/unserer Zusammensetzung, unserem Profil entsprechen würde.

 

Der Tod wird den Kollegen des Krieges –den Krankheiten- und… dem Hunger(!) wesensgleich!

Ja, die berühmten vier Reiter der Apokalypse. Sie werden mit absoluter Normalität eingeführt und bewirken –diejenigen, die das führen-, dass jeder einzelne diese kriegerische Fähigkeit wehzutun, dahinzusiechen, der Notwendigkeiten annimmt…

Man hat es nach und nach geschafft, dass sogar die Bedürftigen einen Zugang zu anderen Bedürftigen haben und sie eine bestimmte Machtausübung erreichen… was den Schmerz, den Hunger, die Gewalt, den Tod mit enthält.

Zweifellos… ist die Antwort –angesichts dieses Betenden Rufs, der uns sensibilisieren möchte- leicht. Es ist eine leichte Antwort zu sagen: „Richtig, wenigstens passiert das bei 8 Milliarden Menschen! Bei uns geht es verdammt gut!“ Außerdem  kann jeder sagen: „Nein, also bei mir läuft es gut…”

„Mir geht es gut…!” Schon! Für wie lange…? Worin geht es dir gut?

Klar, wenn das Wesen die Sehnsucht, die Ideale, die Projekte verliert und es unter dem Minimum bleibt, dann geht es gut. Obwohl es im Grunde eine nicht nachzuholende Sehnsucht hat. Aber „es geht ihm gut“.

Der Betende Ruf verwickelt uns in diese apokalyptische Vision, ja. Und die -wie  wir sehen- nicht neu ist. Sie fing vor… –für uns als Menschheit- vor langer Zeit an. Für die Schöpfung ist das ein Augenblick.

 

Klar, und augenblicklich taucht die Frage auf: „Und angesichts dieses Panoramas, was soll man da machen?”

Man hat uns erzogen –nicht wahr(?), dass wir in alles eingreifen. In alles! Deswegen taucht die Frage auf: „Und was sollen wir machen?” Man hat uns kultiviert, damit wir uns als „Supermann” oder „Batman” oder „Spinnenmann” fühlen… Und die Antwort auf diese Frage ist fast immer dieselbe:

„Was kann ich angesichts dessen tun? Also nichts. Weiterhin arbeiten, Beiträge entrichten, soviel wie möglich sparen… Na gut, manchmal Ferien machen, die Hypotheken bezahlen… Und was werde ich tun? Wenn ich das nicht mache, dann nimmt man mir das Haus weg. Also wenn ich das nicht mache, dann…”

 

Total domestiziert. Eine domestizierte Menschheit… mit finalistischen Antworten…

Das gehört nicht zu Wesen mit Talent, mit Talenten, die aus einem Schöpfer Mysterium hervorgegangen sind.

 

Der Betende Ruf weist uns auf diese Haltungen, auf diese Positionen hin, um uns vor Augen zu führen… es ist nicht das Verhalten „dass ich nichts tun kann –weil das das ist, was beabsichtigt ist, was sie beabsichtigen-, sondern dass die Antwort ist:

„Ich werde angesichts dessen und deswegen nicht etwas tun. Nein. Ich werde  für mich tun, wegen dem, was ich bin, wegen dem, was ich für das Leben repräsentiere, wegen dem, was ich glaube! Ich werde nicht in die Falle meiner Unfähigkeit, meiner Nutzlosigkeit verfallen, während sie mich gleichzeitig benutzen, um zu protestieren, um zu beleidigen, um zu loben… –je nachdem, was einen interessiert.

Ich werde mich intensiv mit meinem Wesen beschäftigen. Ich werde meinen Glauben entdecken! Ich werde nach der Befreiung streben. Ich werde mich nicht mit der Freiheit zufrieden stellen. Ich bin kein Produkt, das anfängt, das sich entwickelt, das zerfällt und verschwindet! Ich werde nicht in die Falle tappen, das zu bekämpfen, was bereits eingeführt wurde und sich zunehmend bestätigt. Zweifellos nimmt mich das mit, zweifellos kommt es bei mir an… und was beabsichtigt wird ist, dass ich in eine andere Dimension eintrete.“

 

Der Betende Ruf ruft uns dazu, uns in anderen Perspektiven zu dimensionieren. Der Betende Ruf ruft uns, in unserem Zusammenleben übereinzustimmen. Zu wissen, dass wir uns im Schoß der Plagen befinden… und in Folge dessen nicht gegen sie zu handeln(!), sondern in uns zu handeln… um uns zu klären und um all diese Produkte abzulegen, die man uns kulturell, mental, psychologisch und von der Religion her eingeflößt hat…, damit wir das sind, was wir heute sind: Abfallmaterial, ein ständig recyceltes Projekt.

 

Und wenn wir uns intensiv mit unserer Beschaffenheit beschäftigen, mit unserem Sein und Dasein(!), entdecken wir uns in der Zärtlichkeit, im Wohlwollen, in der Flexibilität, in der Strenge(!), in der Anpassung, in der Güte(!), in dem Mitleid und in dem, überzeugend zu lieben…! Das, was keinen Zweifel erlaubt. Dieses Lieben, das, wenn es erblüht, nur Früchte gibt. Es ist nicht steril.

 

Ja, wir müssen uns der Plagen bewusst werden, wir müssen sie in dem Alttäglichen sehen, wir müssen sie in unseren Verhaltensweisen sehen, damit wir uns von diesen Tendenzen loslösen können, wegen der Form zu leben, zu produzieren, in Beziehung zu treten, zu besitzen, rentabel zu machen, zu gewinnen, zu verlieren… Auf all das benötigen wir dringend die Fähigkeit, eine Antwort geben zu können…, die uns zu diesen anderen Dimensionen bringt. Die sich da befinden, die nicht unmöglich sind. Die einer Anstrengung bedürfen, ja, aber einer genussvollen Anstrengung. Diese Anstrengung des gediegenen Tuns, der Qualität.

 

(3 Minuten der Stille)

 

 

Die Silhouette des „Wissens” muss kontinuierlich über allem, was geschieht, schweben. Dieses „Wissen”, das überblickt und das… kalkuliert, das eine Forschung durchführt, damit die Genesung eingeführt wird, denn an das „Wissen” hängt man die Ressource, das Mittel… von diesem „sich zu benehmen zu wissen“ (span. ‚saber estar‘), von diesem „zu tun wissen”, von diesem „über Qualitäten wissen“.

 

Sich zu konfiszieren, sich zu individualisieren ist Teil des… apokalyptischen Komplotts. Ja, in dem Maße, wie das Wesen seinen Sinn für das Zusammenleben verliert –und es verliert wegen der Lüge, des Interesses, des Anhäufens, des Konkurrierens-… verwandelt sich das Wesen in eine abgesonderte, egoistische, sich um sich selbst drehende Wesenheit…, die unfähig ist, Friedlichkeit zu erzeugen. Genau umgekehrt: das Wesen beschützt sich, es überdeckt sich…

 

Wir sind gesellschaftliche Einheiten von gegenseitigen, voneinander abhängigen Notwendigkeiten. Und damit erreichen wir eine Übereinstimmung der Emotionen, der Zuneigungen, der Anziehungen, des Respekts, der Vorsicht!

 

(4 Minuten der Stille)

 

Es ist weder eine Aufgabe, noch eine Obligation für später. Es ist ein Erwachen von jetzt:zu akzeptieren, worin man sich befindet, sich einsammeln in dem, was man ist; das Handeln infolgedessen.

Weiterhin… die Betenden Rufe zu interpretieren, die uns orientieren.

Indem man kultiviert… die Sprache des Schöpfer Mysteriums in dieser Gelegenheit oder den Situationen oder Zufälligkeiten zu entdecken, in die man uns platziert.

„Wir wurden nicht verlassen.”

Aber wir müssen DEM Aufmerksamkeit schenken, DER zu hütet.

 

Die HAND GOTTES ist bereit. Ihre Wärme ist fruchtbringend. Ihre Zärtlichkeit unendlich. Ihr Mitleid permanent.

SIE wartet ohne Zeit.

Wir wissen, dass SIE DA IST.

 

 

 

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