10. Sich in der Güte zu schützen, gegenber der Größe eines Liebens ohne Prahlereien

 

BETENDER RUF

 

(7 Minuten der Stille)

 

Der Betende Ruf ist ein Ruf der Liebe, ein Ruf der Güte… mit der Intention,  auf unsere Gefühle Einfluss zu nehmen; mit der Intention, unsere Tugenden zu fördern; um unsere Güte offensichtlich zu machen. Und als solche, welches auch immer der Aspekt ist, in dem uns der Betende Ruf anregt, uns zuflüstert, uns hinweist… er ist eine Sorgfalt der Liebe… ohne Prahlerei, aber mit Klarheiten, die zu uns allen spricht und zu jedem einzelnen.

Und er erinnert uns permanent daran… –er erinnert uns- an unsere Verbindung mit dem Schöpfer Mysterium. Es ist ein Pochen im Hintergrund, ein vorher bestehendes Pochen, existierend und ewig. Ein Pochen, das nicht erschöpft, nicht zwingt, aber das immer gegenwärtig ist. Und dem das Wesen mit seinem Hedonismus und seinem Individualismus für gewöhnlich nicht zuhört, das es nicht berücksichtigt; es scheint ihm nicht gegenwärtig. Und es neigt sich zu seinen sinnlosen Überlegungen des Verstandes, des Wissens, der Kenntnisse, und es verbindet sich mit sich selbst, aber es… es reist nicht hin zu den Regionen seiner Herkunft, seiner Immanenz, seiner Verbindung.

 

Und in diesem Sinne… zeigt es uns, wie es eine Zeit durchlaufen hat und wie es in dem Erleben-dem Zusammenleben und dem menschlichen Dasein eine Zeit des Halbdunkels durchläuft; eine Zeit der ANGST. Was noch mehr die Kommunikation „mit” absondert… oder aber das Wesen versucht, sich in einer verzweifelten, fordernden Art und Weise zu vereinen!

Eine Botschaft, die in ihm selbst zurückprallt, und es findet keine Erleichterung. Von Ausnahmen der Vorsehung abgesehen.

So können wir aufmerksam werden, dass der Betende Sinn ein Sinn der Liebe ist, wenn wir infolgedessen berücksichtigen, dass sein Ruf ein liebevoller, gütiger Ruf ist,  voll von Segnungen, dann werden wir dieses Fühlen aufnehmen und es in „dem Heute eines jeden Tages” anwenden, das noch im Halbdunkel ist, damit die Angst zur Verdünnung wird, damit die Furcht zur Vorsicht wird, damit das Lächeln und die Hoffnung erblühen und das Wesen das Vertrauen einsammelt, welches das Leben durch die göttliche Fortdauer gibt,, und welche das Leben in Seufzern und in Sehnsüchten gibt, um permanent wieder zu sprießen.

Und so, sollten wir in unserem „Tun” eines jeden Tages diese Ressourcen gegenwärtig haben und sie anwenden. Sie in unserer eigenen Aktivität anwenden, in unseren Ängsten und in unseren Sorgen und in all jenen Beziehungen, die unserer sozialen Gesellschaft eigen sind: in Lehre, in Industrie, in Arbeit, in… in diesem „Dasein in der Welt”.

Der „betende Tempel” ist nicht nur der Ort, wo wir das Wort einsammeln!

„Betender Tempel” insgesamt ein Lebensprozess… seit dem Augenblick des Schöpfer Wortes, in dem als Konsequenz das Leben erblüht. Alles ist ein Tempel. Und alle sind wir Tempel und wir wohnen in einem großen Tempel…

Der sich, ja, nach und nach in Markt, in Geschäft, in Abneigung, in Wut, in Krieg … und ein langes et cetera verwandelt hat.

Aber so wie wir es kennen, dass unser Ort im Universum durch Atmosphären, Troposphären, Stratosphären et cetera bedeckt und geschützt wird. All das ist Dank der Gnade des Schöpfer Mysteriums. In jedweder der Phasen oder Schichten findet sich das Mysterium.

Deswegen, wenn ich aus meinem Wesen einen Tempel mache, dann lebe ich in ihm zusammen, vor ihm finden sie sich ein, und ich wiederum finde mich bei anderen ein… und wir finden die Erleichterung, den Trost, die Kreativität, die Suche nach der Schönheit…         –ach(!)-, die Erleichterung des Schmerzes und das Erreichen einer… einer Freude…; einer Lebensfreude, die uns fördert… zu fühlen! Das Wunder zu fühlen, lebendig zu sein.

Zu fühlen… dass zu leben, sich lebendig zu fühlen –durch die Ideen, durch die Sinne, durch das Fühlen-… dank der Gnade des Mysteriums stattfindet. Es ist dank der Gnade eines Mysteriums. Es ist dank der Gnade eines Mysteriums.

Und das… und das bringt keine Versklavung mit sich(!) wie es einige denken. Das bringt keine Verhinderung mit sich!

Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, das zu entdecken, dass in der Egozentrik, im Götzendienst des Wesens, wenn man es angesichts der Bedeckung der Schöpfung sieht, es sich befohlen, geordnet, belohnt, bestraft und infolgedessen  Freiheiten entzogen sieht.

Wenn es so geschieht –und es geschieht-, dann muss man bemerken, dass wenn das geschieht, dass wir ihnen dieselbe Dimension, dieselbe Proportion, dieselbe Struktur, dasselbe Denken und dieselbe Aktion dieser Schöpferkraft geben, wie der unsrigen. Wir vergleichen sie!

 

Sie fragten uns, wie man sich aus der Sklaverei DES EWIGEN befreien könnte, vom EWIGEN, „weil das eine Verhinderung darstellen kann”. Unsere Antwort war ein Gelächter: es war ein Ausdruck des Erbarmens, der Barmherzigkeit… angesichts eines Verhaltens des Denkens, welches das Schöpfer Mysterium und unsere Person auf dasselbe Podium stellt. Und demnach hatte man Angst davor: „Nicht, dass das Mysterium mich kontrolliert, mich versklavt. Es kann nicht den ganzen Tag in meinem Kopf sein…”

Und diese Anekdote hört auf eine zu sein… es gibt sie häufiger als es scheint. Oder ohne zu dieser Proportion zu kommen, gibt es eine subtile Klage, weil man kontinuierlich das Mysterium anrufen muss.

 

Infolgedessen sagt man: „Sie können mich nicht zwingen, mit meinem ganzen Wesen die Schöpfung, das Schöpfer Mysterium zu lieben, mit meiner ganzen Seele und mit meinem ganzen Wissen!”

So ausgedrückt ist es so, als ob es sich um eine Regierung oder um einen Diktator handelte, der uns…

Ohne vorzuhaben –weil das absurd wäre- die Natur des Schöpfer Mysteriums zu kennen, aber schon zumindest die Bescheidenheit zu haben und sie in unserem Tun zu entwickeln, die unterschiedlichen Zeichen zu sehen, zu fühlen und auf sie aufmerksam zu werden; die unterschiedlichen Signale, Zeichen, Zufälle, Zusammentreffen… All jenes, was unser alltägliches Zusammenleben darstellt.

 

Die Liebe, die sich in Güte und Segnungen über dem Leben von jedem einzelnen von uns ausschüttet, ist keinerlei Versklavung.

ES (das Schöpfer Mysterium) beabsichtigt nicht… –auch wenn man es als Bestrafendes, als Verfolger interpretiert- es beabsichtigt nicht, uns zu annullieren, uns zu ersetzen. Seine Absicht im Betenden Sinn ist es, uns zu amplifizieren.

ES ist eine so unermessliche, ungleiche Proportion, dass ES nicht… nicht in unser Bewusstsein passt. Und nur eine leichte Geste SEINER Präsenz ist eine Unermesslichkeit der Liebe in unserem Bewusstsein und eine sanfte, permanente Befreiung.

Ja. Man kann sagen, dass das eine Form zu glauben ist, ein Verhalten, eine Art und Weise es zu tun –ja, ja-, anders als die, welche einen diktatorischen Vater betrachtet, der uns anordnet, der uns verfolgt, der uns bestraft, der uns prämiert… Ja.

Wir sind nicht von dieser Welt.

Wir sind vielmehr diejenigen, die hören, dass sich alles, was sich ereignet, unter der Vormundschaft der Unendlichen Liebe befindet und infolgedessen, von unendlichen Möglichkeiten, dass wir unendlich werden, dass wir ewig werden, dass wir… ein lebendes Zeugnis von jedem Tagesanbruch werden, von jeder Abenddämmerung und jedem Einbruch der Nacht! Ein treues Beispiel der Lebensfreude zu sein und des miteinander Teilens, dessen, solidarisch zu werden und sich zu kümmern und zu sorgen und sich zu hüten und zu hüten…!

Sie (DIE LIEBE) ist die große Lehrerin ohne Grenzen. Sie ist die Große Lehrerin, die keines Kursus bedarf, die keine Strafen noch Prämien benötigt… um uns die Möglichkeiten zu eröffnen, um uns –mit ihrem Betenden Sinn- unsere Fähigkeiten, unsere Ressourcen sehen zu lassen...! Die von IHM gegeben wurden: durch dieses Mysterium des Gebets, durch dieses Schöpfer Mysterium.

Ja, denn diese Talente, die wir haben, werden uns die durch zufällige Kombination von Tripletten oder Genomen  gegeben oder… Ziemlich zufällig, nicht wahr? Ziemliche Lotterie. Vielmehr geht das aus einem großen Brand von vielzähligen Universen hervor, die über uns schweben. Und über anderen! Wir sind nicht einzigartig.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Das wird unglaubwürdig, ja. Ja, das wird zu einer Welt, zu denken, dass wir mit unserem Verhalten, mit unserer kleinen Position auf unser Leben als Menschheit Einfluss nehmen können. Also gut, dieses „es scheint unmöglich” ist so ähnlich zu dem „es scheint möglich“, dass ein Schöpfer Mysterium über uns schwebt. Aber das macht es, aber das geschieht. Aber wir sehen SEIN Gesicht nicht. In diesem Bewusstseinszustand nicht. Aber wir fühlen SEINE Effekte, SEINE Erleichterungen, SEINE Zärtlichkeiten, wenn wir bewusst wach sind, ohne Vorurteile, ohne Ego-abgöttische Verehrung.

Und so ist es, dass wir Vertrauen haben können, dass diese Kleinheit, die wir machen, diese Kleinheit im Verhalten, in dem wir modifizieren und uns in Einklang mit DEM EWIGEN bringen, das auf alles Auswirkungen haben wird. In der Mehrheit der Mehrheit, der Mehrheit der Fälle werden das nicht sehen. Wir können schon irgendeine kleine Reaktion sehen… bei irgendjemandem aus der Nähe oder aus der Ferne.

In dieser Proportion müssen wir uns befinden. Und das ist das große Vertrauen. Es ist die große Gelegenheit. Es ist der authentische Glaube, welcher aus unserem Leben einen Sinn macht, der unserer Gegenwart einen Grund gibt(!)… um fortzufahren, um durchzuhalten, um unser Bewusstsein des Lebens zu amplifizieren.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Unser Universum wird unendlich, wenn wir im Sinne der Güte handeln, wenn wir uns gesegnet fühlen, und unsererseits replizieren wir in unseren unbedeutenden Segnungen…

Und wir entdecken verliebt, dass SIE uns lieben. Und wir sind überwältigt, wenn wir sehen, dass wir in der Lage sind zu tun, zu lieben; mit begrenzten Konditionen, wegen unseres possessiven, kontrollierenden, manipulierenden Eifers. Aber in dem Maße, wie wir uns loslösen von diesen Krallen des persönlichen Hedonismus, werden wir würdig, Geliebte des Lebens zu sein. Geliebte von winzigen oder grandiosen Erfahrungen zu sein, je nach Intensität des Wunders zu lieben. Denn wenn man zu diesem Zustand erwacht, ist das wundersam(!), ist das fantastisch magisch.

So ist es, wie wir in Wirklichkeit sind. Wenn wir so nicht sind, dann treten wir in Konflikt, in das Interesse, in die Ängste, in die Tragödien und die Dramen.

 

Uns in dem Erbarmen als Mittel aufnehmen, das unsere Eitelkeiten, unsere Forderungen… vertreibt.

Sich in dem Erbarmen schützen, um sich gegenüber der Größe eines LIEBENS ohne Absichten zu öffnen, aber welches eine Widerspiegelung von Schöpfungen ist. Und so werden wir im Dasein kreativ, respektvoll, Bewunderer der anderen und bescheidene Diener in unserem Tun.

„Und bescheidene Diener in unserem Tun.“

Hab Erbarmen!

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